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Aleix Espargaro nach Mugello frustriert: "War unmöglich zu überholen"

Aprilia-Pilot Aleix Espargaro fällt in Mugello nach einem Rempler von Johann Zarco zurück und kann sich nur mühsam erholen - Andrea Iannone in den Punktenrängen

(Motorsport-Total.com) - Mit Platz elf verpasste Aprilia-Pilot Aleix Espargaro den Sprung in die Top 10 auch beim Großen Preis von Italien. "Ich denke, ich habe das Maximum herausgeholt", sagt der Spanier. "Die Bedingungen waren nicht einfach, mit den hohen Temperaturen und der rutschigen Strecke. Insgesamt können wir nicht glücklich, aber zufrieden sein."

Aleix Espargaro

Aleix Espargaro kämpfte beim MotoGP-Rennen in Mugello mit stumpfen Waffen Zoom

Espargaro erwischte keinen schlechten Start, geriet dann aber in Runde zwei mit KTM-Pilot Johann Zarco aneinander: "Er hat mich getroffen, ich musste die Strecke verlassen und habe viel Zeit verloren", ärgert sich der Aprilia-Fahrer. "Ich fand das vollkommen unnötig angesichts der Plätze, auf denen wir uns befanden. Zumal ich schneller war."

"Als ich dann wieder bei ihm und Lorenzo ankam, war es unmöglich, sie zu überholen. Das hat mich sehr frustriert. Ich hatte eine bessere Pace als Lorenzo, kam aber einfach nicht vorbei. Er hatte die bessere Beschleunigung und auch auf der Bremse fehlte mir etwas. Deshalb fuhr ich zehn, elf Runden hinter ihm her", beschreibt Espargaro sein Rennen.

Aleix Espargaro beklagt Quali-Schwäche

Er musste auf Fehler warten, um sich weiter nach vorn zu kämpfen. "KTM und Honda haben beide eine starke Beschleunigung. Auch auf der Bremse war ich immer sehr weit weg von ihnen. Eigentlich bin ich ein sehr aggressiver Fahrer auf der Bremse und habe keine Probleme damit zu überholen. Aber heute war es unmöglich."

Jorge Lorenzo, Aleix Espargaro

Probleme beim Überholen: Espargaro hing lange hinter Jorge Lorenzo fest Zoom

Damit sah sich Espargaro letztlich auch der Chance beraubt, zu den Top-10-Plätzen aufzuschließen. "Ich denke, mit unserer Pace hätten wir um die Top 10 kämpfen können", sagt er. "Dafür brauchen wir aber ein besseres Qualifying." Bisher schaffte er es nur zweimal in Q2, in Mugello ging er von Startplatz 15 ins Rennen.

"Ich habe am Samstag meine 200 Prozent gegeben und 1:46.8 war eine sehr schnelle Runde. Doch selbst damit fehlt uns eine halbe Sekunde. Ich sehe momentan keinen Weg, um die Aprilia näher an die vorderen Startreihen zu bringen", lautet Espargaros schonungslose Analyse. "Wir brauchen schnell etwas, uns fehlt Leistung."

Andrea Iannone will sich Espargaro nähern

Aktuell sieht er jedoch keine großen Neuerungen in der Warteschleife. Zwar war Aprilia in Mugello mit einem neuen Aero-Paket unterwegs. Die großen Fortschritte hat man damit aber nicht gemacht. "Die neuen Flügel sind etwas besser", sagt Espargaro. "Der größte Unterschied ist die Agilität, aber es ist nichts, das uns das Podium sichert."

Deshalb bleibt er auch für sein Heimrennen in Barcelona zurückhaltend: "Wir können keine Wunder erwarten. Wir müssen uns auf das Rennen konzentrieren, denn wir wissen, dass wir kein super Qualifying haben werden. Es ist sehr schwierig, das Bike in die Top 10 zu bringen. Aber am Sonntag fühle ich mich insgesamt immer stark."


Fotos: Aprilia, MotoGP in Mugello


Teamkollege Andrea Iannone hat sich derweil vorgenommen, die Lücke zu Espargaro weiter zu schließen. In Mugello sah er dafür erste Anzeichen. Er kam als Fünfzehnter 4,5 Sekunden hinter dem Spanier ins Ziel. "Unsere Priorität ist es im Moment anzufangen, mit Aleix zu kämpfen. Ich denke, dass uns das Schritt für Schritt gelingt."

Vom letzten Startplatz nicht viel möglich

Über sein Heimrennen sagt Iannone: "Von der letzten Position zu starten, ist natürlich nicht leicht. In der MotoGP ist es generell schwierig, zu überholen und aufzuschließen. Aber ich bin glücklich mit dem ersten Teil des Rennens, ich konnte Zeit gutmachen und kämpfen. Meine Pace war nicht allzu schlecht." Einen WM-Punkt konnte er sammeln.

Beim nächsten Rennen hofft er, sich steigern zu können, betont aber: "Ich erwarte ein schwieriges Rennen in Barcelona, denn jedes Jahr ist das Griplevel dort ziemlich niedrig. Aber man kann nie wissen. Ich habe noch immer Probleme mit dem Bike und versuche, weiter dazuzulernen. Wir können noch viel anpassen, aber das braucht Zeit."

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