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Moto3-Qualifying Sachsenring: Salac mit erster Pole - Schwarze Flagge für Binder

Filip Salac jubelt in Deutschland über seine erste Karrierepole - Dennis Foggia und Tatsuki Suzuki in Reihe eins - Darryn Binder nach Q1-Kollision disqualifiziert

(Motorsport-Total.com) - Filip Salac feiert am Sachsenring die erste Poleposition seiner Moto3-Karriere. Der Honda-Pilot setzte sich im Qualifying der kleinsten WM-Klasse mit einer Bestzeit von 1:26.813 Minuten gegen seine Markenkollegen Dennis Foggia und Tatsuki Suzuki durch, die sich die Startplätze zwei und drei sicherten.

Filip Salac

Filip Salac setzte sich im Moto3-Qualifying mit einer frühen Bestzeit durch Zoom

Salac fuhr die Polezeit bereits in seiner dritten Runde und gab die Führung danach nicht mehr ab. Von Foggia trennten ihn am Ende 0,183 Sekunden. Suzuki lag 0,214 Sekunden zurück. John McPhee (Honda) beendete das Qualifying als Vierter. Er teilt sich Reihe zwei mit Kaito Toba (KTM) und Rookie Lorenzo Fellon (Honda).

Toba beendete die Session jedoch im Kiesbett, nachdem er in Kurve 8 böse abflog und sich anschließend die Schulter hielt. Die restlichen Top-10-Plätze gingen an Niccolo Antonelli (KTM), Romano Fenati (Husqvarna), Stefano Nepa (KTM) und Andrea Mingo (Honda), dem gut sieben Zehntel auf die Polezeit fehlten.

KTM-Pilot Deniz Öncü stürzte gleich zu Beginn von Q2 in Kurve 8, konnte die Fahrt danach aber wieder aufnehmen und qualifizierte sich schließlich als Elfter. WM-Leader Pedro Acosta (KTM) reihte sich hinter Izan Guevara (GasGas) als 13. ein.

In der ersten Qualifying-Session stieg Gabriel Rodrigo nach seinem Highsider am Vormittag, den er halbwegs unverletzt überstand, wieder auf sein Motorrad, verpasste aber den nachträglichen Q2-Einzug. Der Argentinier musste seine letzte Runde nach einem Fehler abbrechen und blieb in der Folge auf Platz fünf hängen.

Nach Kollision in Q1: Schwarze Flagge für Binder

Die ersten vier Plätze in Q1 sicherten sich Darryn Binder, Deniz Öncü, Jaume Masia und Yuki Kunii. Für eine Schrecksekunde sorgte Binder, als er zum Ende der Session noch einmal auf die Strecke fuhr und aus Unachtsamkeit mit Joel Kelso kollidierte.

Binder stürzte, schaffte es mit seiner lädierten Kalex aber zurück an die Box. Dort versuchte sein Team, das Motorrad rechtzeitig zum Start der zweiten Qualifying-Session wieder zu fit zu kriegen, was auch gelang. Allerdings kündigten die Rennkommissare eine Untersuchung an. Eine Strafe ließ nicht lange auf sich warten.

Die Offiziellen sahen die Schuld für die Kollision klar bei Binder und disqualifizierten ihn wegen unverantwortlichen Fahrens von der Teilnahme an Q2. Damit beendete der Südafrikaner die Session als Letzter und wird morgen von Platz 18 starten müssen.

ServusTV-Experte Stefan Bradl fand deutliche Worte für Binders Fahrweise: "Ganz ehrlich, was soll diese Aktion? Er fährt aus der Box raus und denkt, er kann direkt auf die Linie fahren. Da ist sehr viel Dummheit im Spiel gewesen. Sorry, wenn ich das so sage, aber das Moto3-Qualifying bereitet mir ein bisschen Sorgen."

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