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Moto3 in Katar (1): Knapper Sieg für Masia - Kofler mit erstem WM-Punkt

KTM-Pilot Jaume Masia gewinnt den Windschatten-Krimi der Moto3 in Katar - Rookie Acosta und Polesetter Binder auf dem Podest - Erster WM-Punkt für Kofler als 15.

(Motorsport-Total.com) - Auftakt nach Maß für Aki Ajo und KTM: Beim Grand Prix von Katar hat sich Jaume Masia knapp gegen Teamkollege und Moto3-Rookie Pedro Acosta durchgesetzt, um sich den ersten Sieg der Saison zu sichern. In einem engen Rennen mit ständigen Führungswechseln verwiesen sie Honda-Konkurrent Darryn Binder auf Platz drei.

Jaume Masia

Jaume Masia (5) hat das erste Moto3-Rennen der Saison 2021 für sich entschieden Zoom

"Das war irre!", fasst der Sieger das Rennen zusammen. "Wir haben schon beim Test gut gearbeitet, aber es war nicht einfach, sich das Rennen richtig einzuteilen. Der Wind blies sehr stark, was es für mich vor allem dann schwierig machte, wenn ich ganz vorne lag. Die letzte Runde lief perfekt. So können wir weitermachen."

Acosta, der es bei seinem WM-Debüt gleich mal aufs Podest schaffte, schwämrt: "Das ist ein unglaubliches Gefühl und der Lohn für die harte Arbeit von Red Bull und Repsol. Ich muss mich bei Aki bedanken für die Chance, dass ich hier fahren darf."

Teamchef Aki Ajo konnte sein Glück kaum fassen. "Das ist unglaublich! Diese Moto3-Rennen sind verrückt! Für mich sind sie eigentlich schon zu aufregend", so der Finne.

Binder musste sich am Ende mit Platz drei begnügen. "In Kurve 12 der letzten Runde blies der Wind sehr stark ich musste weit gehen", erklärt er. "Anschließend habe ich alles gegeben, aber auf der Linie hat es nicht ganz gereicht. Trotzdem war es ein richtig gutes erstes Rennen für mich auf einer Honda mit Pole-Position und einem Podestplatz."

Der Rennstart: Binder führt, aber nicht lange...

Von der Pole führte Binder das Feld am Start zunächst in die erste Kurve und verteidigte seine Führung in der Auftaktrunde. Hinter ihm reihten sich Izan Guevara, John McPhee, Gabriel Rodrigo, Acosta und Niccolo Antonelli ein. Für Dennis Foggia und Deniz Öncü war das Rennen früh vorbei. Sie stürzten im Verlauf der ersten Runde.

Zu einem weiteren Zwischenfall kam es in Runde drei. Xavier Artigas verschätzte sich in Kurve 6 auf der Bremse und fegte mit McPhee, Andrea Migno und Jeremy Alcoba gleich drei Fahrer von der Strecke. In der jetzt 14 Mann starken Spitzengruppe kam es immer wieder zu Windschattenduellen, die Positionen wechselten ständig.

Neben Binder sammelten auch Acosta, Rodrigo, Masia und Kaito Toba Führungskilometer. Doch lange konnte sich niemand konstant an der Spitze halten, spätestens auf der Start-Ziel-Geraden mischte sich das Feld immer wieder durcheinander.

Große Spitzengruppe, ständige Positionswechsel

Zur Rennmitte eilte das Ajo-Team mit Acosta und Masia dem Feld voraus. Doch die Verfolger in Form von Binder, Ayumu Sasaki, Rodrigo, Sergio Garcia und Guevara ließen sich nicht abschütteln. Maximilian Kofler, der sich lange am Ende der Spitzengruppe befand, musste zu diesem Zeitpunkt abreißen lassen, hielt sich aber noch in den Punkten.

Mit Anbruch der letzten fünf Runden übernahm Sasaki das Kommando. Binder, Acosta, Garcia und Masia reihten sich direkt dahinter ein. Noch immer lagen 13 Fahrer innerhalb von nur zwei Sekunden, darunter mit Acosta und Guevara auch zwei Rookies, die in ihrem ersten WM-Rennen bereits Podestluft schnupperten.

Wer die drei Topplätze ergattert, sollte sich aber erst im letzten Umlauf entscheiden. Dieser begann mit einem Sturz von Sasaki in Kurve 2, in dessen Folge eine kleine Lücke zwischen der Top 3 mit Masia, Acosta, Binder und dem Rest des Feldes aufriss.

Kofler sammelt ersten WM-Punkt für Österreich

Auf der Start-Ziel-Geraden konnte Masia seine Führung schließlich ins Ziel retten. Acosta und Binder blieben trotz Windschatten hinter ihm. Gerade einmal 0,094 Sekunden trennten die Drei im Ziel. Garcia hatte als Vierter 0,435 Sekunden Rückstand.

Rodrigo beendete das Rennen als Fünfter, gefolgt von Antonelli, Guevara, Toba, Tatsuki Suzuki und Jason Dupasquier. In die Punkteränge schafften es auch Carlos Tatay, Romano Fenati (und das trotz einer Long Lap Penalty), Filip Salac, Ryusai Yamanaka und Kofler. Wegen Track-Limits-Strafen verloren Toba und Tatay jedoch je eine Position.

Maximilian Kofler

Maximilian Kofler sammelte als 15. beim Saisonauftakt seinen ersten WM-Punkt Zoom

Für Kofler ist der 15. Platz die bisher beste Platzierung in seiner WM-Karriere und der erste Punkt. Damit beerbt er Michael Ranseder, der mit einem 14. Platz beim Moto2-Rennen in Sepang 2010 als letzter Österreicher in die Punkteränge vordringen konnte.

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