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  • 13.09.2021 · 13:57

"Es ist zum Kotzen": Schrötter steckt hinter Ogura - Kritik von Jürgen Lingg

Marcel Schrötter findet in Aragon im Duell um Platz sieben keinen Weg an Ai Ogura vorbei - In der letzten Runde wird er von hinten überrumpelt und überholt

(Motorsport-Total.com) - Marcel Schrötter erlebte ein turbulentes Moto2-Rennen im MotorLand Aragon (Spanien), das letztendlich enttäuschend endete. Der Deutsche kam als Zehnter ins Ziel, erhielt aber eine 3-Sekunden-Strafe, weil er die Tracklimits zu oft überschritten hat. Somit wurde er als Elfter gewertet.

Marcel Schrötter

Marcel Schrötter war nach dem Aragon-Rennen verärgert Zoom

Rennentscheidend war ein enges Duell zwischen Ai Ogura und Schrötter um Platz sieben. Er biss sich an dem Japaner die Zähne aus. "Im letzten Drittel konnte ich die Lücke von gut und gerne drei Sekunden auf Ogura zufahren und habe mir dabei auch ein Polster nach hinten geschaffen."

"Als ich an ihn dran war, wollte ich ihn mir zurechtlegen. Aber ich war in fast jeder Kurve auf der Bremse am absoluten Limit", schildert Schrötter. "Ich war oft in einer Situation, wo die Front knapp davor war, wegzuschmieren. Ogura hingegen hatte in diesem Bereich die besseren Reserven."

"Es war daher unglaublich mühsam, eine Stelle zu finden, wo ich ihn sicher überholen könnte. Es begann also ein anstrengendes und zugleich lästiges Spielchen mit gegenseitigem überholen, weil er oft eine Möglichkeit gefunden hat, umgehend zurückzuschlagen oder einfach dagegenzuhalten."

Ai Ogura

Moto2-Rookie Ai Ogura machte Marcel Schrötter das Leben schwer Zoom

"Als ich einmal schon ein paar Meter vor ihm war, ist mir in der Corkscrew das Vorderrad eingeklappt. In diesem Moment habe ich gedacht, okay das war es. Aber irgendwie habe ich es geschafft, einen Sturz abzufangen und ich denke, ich konnte meine Position gerade noch behalten."

"Wenig später hat mich Ogura aber wieder geschnappt. Kurz vor Schluss habe ich ihn an einer Stelle überholt, wo ich in jede Runde schneller war als er. Dort habe ich auch sofort die Linie komplett zugemacht."

"Trotzdem ist er umgehend an einer Stelle innen reingestochen, wo eigentlich gar kein Platz mehr war. In diesem Moment wäre ich fast vor Wut zerplatzt, weil ich die Pace hatte, und es auch mein Plan war, di Giannantonio noch einzuholen."

Lingg: "Er hätte energischer vorgehen müssen"

"Aber weil wir uns so blöd bekämpft haben, ging der Schuss sogar nach hinten los. Im nächsten Augenblick waren die Leute von hinten da, die zuvor noch über zwei Sekunden zurücklagen. Ich konnte gar nicht so schnell schauen, bis ich vom ersten Fahrer überrumpelt worden bin."

Das war Fermin Aldeguer. In der letzten Runde gab es dann noch ein Duell mit IntactGP-Teamkollege Tony Arbolino. "Als ich in der letzten Runde noch einmal richtig Schwung holen wollte, war plötzlich Tony neben mir und hat mich auf den Grünstreifen gedrückt."

Marcel Schrötter, Tony Arbolino

In der letzten Runde wurde Schrötter auch von Tony Arbolino überholt Zoom

"Das mag wohl der negative Höhepunkt des frustrierenden Ausgangs gewesen sein", ärgert sich Schrötter. "Es war kein wahnsinnig großartiges Rennen, was wir gezeigt haben." Wenn er an Ogura vorbeigekommen wäre, dann wäre ein Ergebnis in den Top 6 möglich gewesen.

"Vielleicht hätte er da direkt energischer vorgehen müssen und nicht so lange fackeln", merkt Teamchef Jürgen Lingg an. "Denn dann wäre er gleich vorbei und wäre gar nicht mehr in den Tumult involviert gewesen. Mit den Rundenzeiten, die er gefahren ist, hätte er sich locker absetzen können."

"Es ist es extrem schade, dass wir einen möglichen sechsten Platz nicht nach Hause bringen konnten", sagt Schrötter. "Es tut unheimlich weh, eigentlich ist mir zum Kotzen. Es bleibt uns aber nichts anderes übrig, als das Positive mitzunehmen, auch wenn die Enttäuschung über das Endergebnis überwiegt."

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