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  • 13.11.2011 · 12:16

Podium für Audi beim ILMC-Finale in China

Timo Bernhard/Marcel Fässler fahren in Zhuhai auf Platz drei, Allan McNish/Tom Kristensen vorzeitig ausgeschieden - Doppelerfolg für den Audi R8 LMS

(Motorsport-Total.com) - Zum Abschluss des Intercontinental-Le-Mans-Cup (ILMC) erzielte Audi beim Saisonfinale in China mit dem in Le Mans siegreichen Audi R18 TDI ein weiteres Podiumsergebnis. Timo Bernhard und Marcel Fässler beendeten das Sechs-Stunden-Rennen in Zhuhai auf Rang drei. Allan McNish und Tom Kristensen mussten mit dem Schwesterauto in Folge einer unverschuldeten Kollision vorzeitig aufgeben.

Audi hatte auch in China Pech: Nur ein R18 in Zhuhai auf dem Podium


Fotos: ILMC in Zhuhai


Wie schon so oft in diesem Jahr fehlte dem Joest in Zhuhai das nötige Quäntchen Glück, denn zu Beginn des Rennens bestimmten die beiden Audi R18 TDI das Tempo. Schon in der ersten Runde konnten Allan McNish und Timo Bernhard einen der beiden Peugeot überholen und die Plätze zwei und drei übernehmen. In Runde 18 gingen beide Audi-Piloten auch am bis dahin führenden Peugeot von Sebastien Bourdais vorbei.

Doch über die Doppelspitze konnte sich die Audi-Mannschaft nicht lange freuen: Allan McNish verlor schon frühzeitig eine Runde, als beim ersten Tankstopp in Folge einer unverschuldeten Berührung mit einem GT-Fahrzeug das Heckteil des Audi R18 TDI gewechselt werden musste. Folgenschwerer war der Fehler eines Konkurrenten aus der LMP1-Kategorie, der sich vor Kurve eins verbremste und in das Heck des vor ihm fahrenden Audi rutschte. Dabei wurde ein Kabelbaum durchtrennt. Der dadurch ausgelöste Kurzschluss verursachte irreparable Schäden an der Bordelektrik des R18 TDI. Nach mehreren außerplanmäßigen Boxenstopps zog Audi das Fahrzeug nach drei Stunden und 46 Minuten zurück.

"Das eigentliche Problem entstand erst, nachdem ich von einem Prototyp am Heck getroffen wurde. Das hat den Kabelbaum durchtrennt und einen Kurzschluss im Auto verursacht, der nicht behoben werden konnte. Ich bin ein bisschen traurig, denn ich war zuversichtlich, dass wir hier einen Sieg hätten erzielen können - und mit dieser Meinung war ich im Team nicht alleine. Audi Sport wird in der Zukunft gestärkt zurückkehren, das ist sicher."

Ralf Jüttner (Technischer Direktor Joest): "Das Saisonfinale der ILMC war wie die Saisonrennen zuvor: Es begann wirklich gut und wir hatten zu Anfang den Eindruck, dass wir schneller als unsere Konkurrenten waren. Das hat sich allerdings nach etwa zwei Stunden geändert. Wir haben am Ende des zweiten Stints viel Zeit verloren und doch hat sich unsere Strategie bis dorthin gelohnt. Den Peugeot kam jedoch anscheinend der zunehmende Gummiabrieb auf der Strecke zugute. Sie hatten bei diesen Bedingungen nicht mit derart abbauenden Reifen zu kämpfen, wie es bei uns der Fall war."

"Auch für das zweite Auto mit der Starnummer 2 war das Rennen hier in Zhuhai wie ein Spiegelbild der Saison. Den Schaden an der Heckpartie nach dem Kontakt mit dem GT-Fahrzeug hat Allan nicht einmal bemerkt und auch beim zweiten Kontakt mit dem LMP-Fahrzeug konnte er nichts ausrichten. Danach war das Rennen wegen eines in der Folge aufgetretenen Elektrikproblems für Allan und Tom gelaufen. Einen großen Dank an die Mannschaft, die mit großer Moral angetreten ist. Uns bleibt nur, positiv in die Zukunft zu blicken."

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