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Toronto-Chaos: Conway hat den richtigen Riecher

Ein früher Boxenstopp und eine Portion Glück bringen Mike Conway im zweiten Toronto-Rennen auf die Siegerstraße - beinharter Penske-Zweikampf

(Motorsport-Total.com) - Trocken, Regen, dann wieder trocken. Unter solch schwierigen Bedingungen liegt es vor allem am Piloten, die richtige Strategie zu wählen und einen Reifenwechsel perfekt zu timen. Und wenn dann noch eine Portion Glück dazu kommt, dann springt meistens etwas Gutes dabei heraus. So auch im Fall von Mike Conway, der im zweiten Toronto-Rennen seinen Carpenter-Chevrolet zum frühest möglichen Zeitpunkt an die Box steuerte. Dies geschah in Runde 43 und nur einen Umlauf später kam eine Gelbe Flagge.

Mike Conway

Mike Conway bejubelt seinen zweiten Saisonsieg nach Long Beach Zoom

Dadurch wurde Conway weit nach vorne gespült und der Rest war quasi Formsache. Saisonsieg Nummer zwei für den 30-jährigen Briten, der 2014 alle Nicht-Ovale fährt und bereits in Long Beach triumphierte. Teambesitzer Ed Carpenter steuerte in Texas einen Oval-Erfolg bei und war nach dem Rennen voll des Lobes: "Das war alleine Mikes Entscheidung. Er sagte, dass die Strecke nun bereit für die Slicks sei." Während der Rest des Feldes beim Service weilte, kam Conway auf Rang zwei nach vorne. Der regenbereifte Justin Wilson (Coyne-Honda; 10.) auf P1 war später leichte Beute.

"Die Bedingungen waren schwierig", schilderte Conway. "Ich sah die trockene Ideallinie und bin sofort an die Box gefahren. Glücklicherweise haben die neuen Reifen dann sofort funktioniert. Das war genau das, was wir gebraucht haben." Sogar so gut, dass selbst Tony Kanaan in seinem starken Ganassi-Chevrolet in den letzten drei Runden unter Grün keine Chance hatte. Doch der Brasilianer war ebenfalls zufrieden, schließlich steckte er in Runde 1 (hier der Rennverlauf im Live-Ticker) als Erster von vielen IndyCar-Piloten in einem Reifenstapel von Toronto.

Beinharter Penske-Zweikampf

"Das war ganz alleine mein Fehler", gestand der IndyCar-Routinier. "Ich war etwas zu gierig und musste danach aufholen." Sein Glück: "Wir haben mit Regen gerechnet, also hatten wir ein Regensetup am Auto." Nach Rang drei im ersten Toronto-Rennen war Kanaan zudem der einzige Pilot im 23-köpfigen Feld, der am Sonntag zweimal auf dem Podium stand. "Wir kommen dem Sieg immer näher", lautete sein Kanada-Fazit. Kaum zu glauben, aber wahr: Das komplette Team Ganassi steht vier Rennen vor Saisonende immer noch ohne Sieg da.

Tony Kanaan

Tony Kanaan robbt sich an seinen ersten Saisonsieg heran Zoom

Rang drei ging an Will Power, der sich in seinem Penske-Chevrolet 53 von 53 Runden lang in Zweikämpfe verstrickt sah. Zunächst gegen seinen Teamkollegen Helio Castroneves, den er in Runde 41 kassierte, später dann vor allem gegen Kanaan. "Mensch, es gab einfach überall harte Fights", kommentierte Power. "TK war vor allem auf den gemischten Bedingungen sehr gut unterwegs." Nach einem harzigen ersten Rennen hat der Australier am Nachmittag einige Punkte gutmachen können: Derzeit fehlen ihm 13 Punkte auf Gesamtleader Castroneves.

Der fuhr sich beim letzten Restart einen Frontflügel kaputt und kam am Ende nur als Zwölfter in die Wertung. "Ich hatte keine Chance, da ging nichts mehr", sagte der "Spiderman". "Ich wurde im Getümmel eingezwickt, ich glaube es war die 16 (Luca Filippi; Anm. d. Red)." Zum beinharten Duell mit Teamkollege Power gab es keine bösen Worte: "Das war hartes Racing, aber ich würde es genauso machen." Castroneves wäre nicht Castroneves, wenn er nicht die positive Seite sehen würde: "Vor Toronto hatte ich neun Punkte Vorsprung, jetzt sind es 13. Das ist doch ein Plus."

Sato beendet Pechsträhne

Hinter Charlie Kimball (Ganassi-Chevrolet; 4.) setzte ein wie immer sehr kämpferisch agierender Takuma Sato (Foyt-Honda) mit Rang fünf ein Ende seiner hartnäckigen Pechsträhne. Zuvor war der Japaner sechsmal in Folge nicht ins Ziel gekommen. "Das wurde aber auch Zeit, jetzt ist diese Strähne endgültig beendet", ist sich Sato sicher. Bisher erlebt das Foyt-Team eine verkorkste Saison 2014: Kein Sato-Sieg, noch nicht einmal eine Podiumsplatzierung. Rang fünf bildet das bisher beste Resultat.


IndyCars in Toronto

Nach seinem Sieg am Vormittag musste Sebastien Bourdais (KV-Chevrolet) dieses Mal aus dem Mittelfeld heraus starten. Er befand sich unter denjenigen Zockern, die bei einsetzendem Regen auf Slicks zu spät an die Box fuhren. Das beraubte ihn aller Chancen und am Ende sprang hinter Jack Hawksworth (Herta-Honda; 6.), Scott Dixon (Ganassi-Chevrolet; 7.) und Marco Andretti (Andretti-Honda; 8.) lediglich Rang neun heraus.

Juan Pablo Montoya (Penske-Chevrolet) sorgte unfreiwillig für einen der großen Aufreger von Toronto 2: Nach einem Verbremser auf feuchter Strecke stand der Kolumbianer vor einem Reifenstapel, als ihn der rutschende Michail Aljoschin (Schmidt-Honda; 23.) torpedierte. Aljoschin vergrub sich unter dem Montoya-Auto, blieb jedoch unverletzt. Montoya verlor dabei vier Runden und trudelte als 19. ins Ziel. Die IndyCars machen am kommenden Wochenende eine Pause, dann geht es Anfang August auf die Rundstrecke von Mid-Ohio.

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