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Scott Dixon: Aeroscreen ist das, wo Halo hinkommen muss

IndyCar-Pilot Scott Dixon ist vom Cockpitschutz Aeroscreen überzeugt und findet ihn sicherer als den Schutzbügel Halo: Großes Lob für die Entwicklung von Red Bull

(Motorsport-Total.com) - 2020 bekommen die Autos die IndyCar-Serie einen Cockpit-Schutz. Im Gegensatz zum Schutzbügel Halo, wie er in der Formel 1 und anderen FIA-Serien zum Einsatz kommt, setzt die IndyCar-Serie auf den sogenannten Aeroscreen. Diese von Red-Bull-Advanced-Technology, einem Tochterunternehmen des Formel-1-Teams entwickelte Lösung ergänzt einen Schutzbügel, der an Halo erinnert, um eine Windschutzscheibe.

Aeroscreen

Aeroscreen ist für Scott Dixon besser als Halo Zoom

Für Ganassi-Pilot Scott Dixon ist das die optimale Lösung und ein Vorbild auch für die Formel 1. "Ich denke, damit ist ein größeres Fenster abgedeckt, was gut ist. Das ist vielleicht das, wo Halo hinkommen muss", sagt Dixon im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Was die Ästhetik angeht, wird jeder seine eigenen Meinung haben. Aber in Fragen der Sicherheit ist das ein großes Fortschritt."

Der Aeroscreen erinnert an eine Kombination aus einer Schutzscheibe, wie sie von Red Bull in der Formel 1 und der IndyCar-Serie unabhängig voneinander getestet wurde, und einem T-förmigen Bügel wie beim Halo. Dieser schränkt die Sicht bei Ovalrennen laut Dixon nicht ein.

Halo auf Ovalen kein Sichthindernis

"Zu Beginn hielt sich der Mythos, dass Halo auf Ovalen nicht funktionieren würde. Aber dann haben sich einige von uns gefragt: Hat das überhaupt mal jemand ausprobiert?", so der Neuseeländer. Die Antwort darauf lautete Nein. "Also haben wir es ausprobiert und festgestellt, dass es keinerlei Problem war."


Warum IndyCar 2020 auf den Aeroscreen setzt

Warum eine Abwandlung des in der Formel 1 abgelehnten Cockpitschutzes Aeroscreen ab 2020 in der IndyCar-Serie zum Einsatz kommt! Weitere Formelsport-Videos

Allerdings ließ sich das in der Formel 1 verwendete Halo nicht so einfach an ein IndyCar schrauben. "Es gab ein Problem mit der Anbringung am bestehenden Auto. Es wären viele Anpassungen notwendig gewesen, vielleicht hätten wir sogar ein neues Chassis gebraucht." Doch das war aus Kostengründen während des laufenden Homologations-Zeitraums kein Thema.

Also erinnerten sich die IndyCar-Verantwortlichen an die von Red Bull getestete Schutzscheibe, und Red-Bull-Advanced-Technology war bereit, diese Lösung für den Einsatz an den IndyCars weiterzuentwickeln.

Dixon: Halo wurde überhastet eingeführt

"Red-Bull-Technology hat mehrere Anforderungen erfüllt. Ich war daran ein wenig beteiligt", sagt Dixon. "Es war faszinierend zu sehen, wie ein Formel-1-Team arbeitet. Sie haben alle von IndyCar geforderten Verbesserungen umgesetzt. Es ist toll, dass Red Bull dafür Kapazitäten aufwendet, obwohl sie selbst unmittelbar nichts davon haben. Sie hatten aber diese Vision und wollten es umsetzen, weil sie überzeugt waren, dass es sicherer ist."

Die IndyCar-Serie ist 2020 eine der letzten großen Formelserien, die einen Cockpitschutz einführt, was mit Blick auf Unfälle wie den von Justin Wilson ein wenig verwundert. Dixon meint jedoch: "Wenn es richtig gut sein soll, muss man es ordentlich machen. Halo wurde meiner Ansicht nach ziemlich schnell eingeführt, davon wird man sicherlich bald eine überarbeitete Version sehen."

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