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IndyCar will Hersteller für 2018er-Aero noch 2016 vorstellen

Der Hersteller für die IndyCar-Einheitsaerodynamik ab 2018 soll noch im Dezember bekannt gegeben werden - Bleibt der Dallara DW12 noch bis 2022 im Einsatz?

(Motorsport-Total.com) - IndyCar hat es bei der Verkündung des Herstellers der neuen Einheitsaerodynamik eilig: Noch in diesem Jahr soll feststehen, wer den Zuschlag für das ab 2018 universelle Aerokit erhält. IndyCar macht ein großes Geheimnis daraus, wer sich am Rennen um die neue Aerodynamik beteiligt. Öffentliches Interesse haben bislang ARC, Red Bull Technologies, Wirth Research und Dallara selbst bekundet. Das neue Kit soll mit einer spektakulären Optik im Champ-Car-Stil daherkommen.

J.R. Hildebrand, Aerokit

Erste Komponenten des neuen Aerokits wurden bereits Mitte 2016 getestet Zoom

Geplant ist zunächst, das Kit bis mindestens 2020 einzusetzen. Doch IndyCar-Sportchef Jay Frye stellt nun in Aussicht, das Paket noch bis 2022 im Umlauf zu halten: "Das neue Universalkit kommt 2018 und wird eine Lebensspanne von drei bis fünf Jahren haben, die noch genau bestimmt werden muss." Das bedeutet, dass der Dallara DW12 womöglich noch seinen zehnten Geburtstag im aktiven Dienst erleben wird. Das würde eine längere Lebensdauer bedeuten als für das Vorgängerchassis von Dallara aus der IRL, das von 2003 bis 2011 im Einsatz war.

Die Arbeit am neuen Aerokit hat bereits im April begonnen, wie Frye gegenüber 'Racer' beschreibt: "Der erste große Bereich, den wir angegangen sind, war die Optik des Fahrzeugs. Dann kamen andere Kriterien, die ebenso wichtig sind, wie Sicherheits- und Performanceziele. Wir hoffen, dass wir alle Barrieren bis Ende des Jahres aus dem Weg geräumt haben und bald ein paar gute Nachrichten verkünden können."

Was gegen eine mehr als drei Jahre dauernde Verwendung des derzeitigen Dallara-Chassis spricht, ist die Tatsache, dass IndyCar bei der gewünschten Optik Kompromisse schließen muss. "Das Universal-Kit wird kein Entwurf vom weißen Papier aus, weil wir mit dem DW12-Chassis arbeiten", so der frühere Besitzer des Red-Bull-NASCAR-Teams. "Aber wir haben viel Arbeit investiert, um es so neu aussehen zu lassen wie möglich." Frye, der erst seit einem Jahr im Amt ist, will mit der Entfernung der Airbox auch optisch jede Erinnerung an die IRL-Zeit ausradieren.

Der nächste Schritt ist dann eine Liberalisierung in diversen Bereichen des Fahrzeugs, um die Zuliefererindustrie wiederzubeleben, die zu CART-Zeiten boomte. 2017 erfolgt ein erster Schritt bei den Bremsen, allerdings nur von einem Einheitshersteller zum anderen: Die IndyCar-Serie wechselt vom stark kritisierten Brembo-Material auf Teile der Performance Friction Corporation. In der Saison 2017 wird ein Hybrid bei der Bremse zum Einsatz kommen: Brembo-Bremssättel und PFC-Technik. Ab 2018 wird dann auch der Bremssattel von PFC geliefert.

Dieser Wechsel von einem auf einen anderen Einheitslieferanten kommt überraschend, da die Bremsanlage eigentlich ein perfektes Feld für eine Liberalisierung des Marktes gewesen wäre. Bis mindestens Ende 2018 wird es auf diesem Gebiet nun beim Einheitslieferanten bleiben. Frye hatte aber bereits klargestellt, dass die Liberalisierung schrittweise vorgenommen wird. Ein Fahrplan, welche Komponenten wann für den Markt geöffnet werden, wird ebenfalls zeitnah erwartet - möglicherweise in Kombination mit der Bekanntgabe des neuen Aerokit-Lieferanten.

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