Startseite Menü

Indy-Quali: Werden die 370 km/h geknackt?

Ab jetzt gilt es: Mit dem "Fast Friday" wird in Indianapolis das Qualifikationswochenende eröffnet: Welche Speeds und wie sind die Regeln?

(Motorsport-Total.com) - 230 Meilen pro Stunde sind umgerechnet 370,15 Kilometer pro Stunde. In IndyCar-Kreisen ist dies eine kleine Schallmauer, denn zuletzt schaffte es Helio Castroneves mit seiner Pole-Position 2003, diese Grenze zu durchbrechen. Über vier fliegende Runden am Stück und natürlich auf dem 2,5 Meilen langen Indianapolis Motor Speedway wohlgemerkt. Also insgesamt zehn Qualifikationsmeilen oder 16,093 Kilometer. Im Mai 2003 fuhr der "Spiderman" einen Schnitt von 231.725 Meilen pro Stunde oder 372.925 Kilometer pro Stunde.

Helio Castroneves

Helio Castroneves ist bisher der schnellste Indy-Pilot 2014 Zoom

Den schnellsten Pole-Schnitt aller Zeiten erzielte übrigens NASCAR-Star Tony Stewart in der Saison 1996 (233.100 MpS/375.138 km/h). In den Indy-500-Jahrbüchern steht jedoch die Zeit von Arie Luyendyk vermerkt, der sich damals am zweiten Qualifikationstag mit 236.986 Meilen pro Stunde (oder 381.392 km/h) Startplatz 20 sicherte. Eine dieser vier Luyendyk-Runden hatte einen Schnitt von 237.498 Meilen pro Stunde (oder 382.216 km/h) und ist die bis dato schnellste gemessene Indy-Runde.

Vor dem Indy 500 des Jahres 1996 gab es eine neue Asphaltdecke, auf der 18 Jahre später immer noch gefahren wird. Allerdings nun mit V6-Twinturbo-Motoren, die um die 700 PS Leistung bringen. 2012 und 2013 wurde den Triebwerken ab dem "Fast Friday" statt 1,3 bar jeweils 1,4 bar Ladedruck spendiert, was rund 40 PS bringt und auch 2014 der Fall sein könnte. Damit stellt sich die Frage: Fällt am Wochenende die 230-Meilengrenze?

Zum Vergleich: Die Pole 2013 ging mit einem Schnitt von 228.762 Meilen pro Stunde (368,157 km/h) an Ed Carpenter. Am gestrigen Donnerstag drehte Helio Castroneves in seinem Penske-Chevy bei normaler Konfiguration mit 1,3 bar Ladedruck bereits eine Runde von 227.166 Meilen pro Stunde (oder 365.59 km/h). In der Indy-Garage gibt es nicht wenige, die für den Samstag oder Sonntag einen Schnitt jenseits der 230 Meilen erwarten.

Wie funktioniert das Indy-Quali?

Marco Andretti, Carlos Munoz, Ed Carpenter

Die erste Startreihe 2013: Marco Andretti, Carlos Munoz und Polesitter Ed Carpenter Zoom

Doch nicht nur die reine Zahlenspielerei steht in der anstehenden Qualifikation im Fokus. Es geht immerhin auch um maximal 42 Meisterschaftspunkte. In der ersten provisorischen Qualifikation am Samstag bekommt der Erste 33 Zähler, der 33. und Letzte immer noch einen Punkt. Das gleiche Spiel dann am Sonntag im Pole-Shootout der Top 9: Der endgültige Polesitter zum 98. Indy 500 bekommt noch einmal neun Zähler, der Neunte immerhin noch einen Punkt.

Und: Der Polesitter hat auch die Wahl des Boxenplatzes in der Boxengasse von Indianapolis, was im langen 500-Meilenrennen mit mehreren Boxenstopps natürlich mitentscheidend sein kann. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die 100.000 US-Dollar an Preisgeld für Startplatz eins plus das Prestige als Pole-Mann beim Indy 500. Startplatz zwei und Startplatz drei, also die weiteren Positionen in Reihe eins, bringen 30.000, beziehungsweise 25.000 US-Dollar.


Fotostrecke: Indy 500: Die 33 Fahrzeuge

Hier noch einmal das Prozedere für das anstehende Indy-Wochenende: Am heutigen Fast Friday gibt es eine ganz normale sechsstündige Trainingseinheit, allerdings bereits mit der höheren PS-Zahl, die für das gesamte Wochenende gilt. Dann können die vier fliegenden Runden also unter Wettkampfbedingungen trainiert werden. Am Samstag wird ein provisorisches 33-köpfiges Starterfeld ausgefahren, wobei die Top 30 sicher im Indy 500 stehen. Am Sonntag stehen dann drei unabhängige Sessions an, die über die endgültigen Startpositionen entscheiden.

Es beginnt mit der Frage nach den Startplätzen 10 bis 30 (Gruppe 1). Danach gibt es quasi die letzte Chance für die Hinterbänkler, wenn die elfte und letzte Startreihe (Startplätze 31 bis 33) im Indy 500 ausgefahren wird. Aber: Wenn es so bleibt, dass nur 33 Teams gemeldet sind, dann entfällt diese zweite Gruppe und in Gruppe 1 werden gleich die Startplätze 10 bis 33 ausgefahren. Im Anschluss folgt dann das Pole-Shootout der Top 9 vom Samstag.

Der Zeitplan zum Indy-Wochenende (in MESZ):

Freitag, 17. Mai:
18:00 Uhr - 24:00 Uhr: Fast Friday (Sechstes Freies Training)

Samstag, 18 Mai:
17:00 Uhr - 24:00 Uhr: Provisorisches Qualifying (Top 30 sicher im Feld)

Sonntag, 19. Mai:
18:15 Uhr - 20:15 Uhr: Startpositionen 10 - 30 (Gruppe 1)
20:45 Uhr - 21:30 Uhr: Startpositionen 31 -33 (Gruppe 2)
22:00 Uhr - 22:45 Uhr: Startpositionen 1 - 9 (Top-9-Shootout)

Anzeige

Motorsport bei Sport1

Sport1
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott
11.01. 20:00
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott
25.01. 21:15

Aktuelle Bildergalerien

Fahrzeugpräsentation FIA Formel 3 2019
Fahrzeugpräsentation FIA Formel 3 2019

Reaktionen auf den Horrorcrash von Sophia Flörsch
Reaktionen auf den Horrorcrash von Sophia Flörsch

Horrorcrash von Sophia Flörsch in Macau
Horrorcrash von Sophia Flörsch in Macau

Formel-3-Weltcup 2018 in Macau
Formel-3-Weltcup 2018 in Macau

Roborace präsentiert neues Auto
Roborace präsentiert neues Auto

Die Schumachers in der Formel 3
Die Schumachers in der Formel 3

Folgen Sie uns!

Formelsport-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen täglichen und/oder wöchentlichen Formelsport-Newsletter von Motorsport-Total.com!

Das neueste von Motor1.com

BMW M3 von Vilner: Schottenkaro und E36-Motor
BMW M3 von Vilner: Schottenkaro und E36-Motor

C-Max und Grand C-Max: Ford gibt Vans auf
C-Max und Grand C-Max: Ford gibt Vans auf

Schwelgen Sie in unseren exklusiven Bildern des New Stratos
Schwelgen Sie in unseren exklusiven Bildern des New Stratos

Byton M-Byte: Das wissen wir über das neue Elektro-SUV
Byton M-Byte: Das wissen wir über das neue Elektro-SUV

BMW i4 startet 2021 als neuer Tesla-Rivale
BMW i4 startet 2021 als neuer Tesla-Rivale

Angetestet: Alfa Romeo Giulia und Stelvio (2019)
Angetestet: Alfa Romeo Giulia und Stelvio (2019)