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  • 04.05.2015 · 03:03

  • von Pete Fink

Indy 500: Montoya toppt den Aerokit-Test

Die neuen Aerokits haben ihre Feuerprobe hinter sich und präsentieren sich superschnell: Juan Pablo Montoya holt die erste Oval-Bestzeit der Saison

(Motorsport-Total.com) - Der erste große Testtag im Vorfeld des 99. Indy 500 ist absolviert. Chevrolet und Honda präsentierten in dieser Woche ihre neuen Aerokits für die Speedways und am Sonntag wurde der Ernstfall geprobt. Das kurze Fazit: Superschnelle Zeiten und eine gewöhnungsbedürftige Optik. 28 Fahrzeuge drehten insgesamt 1.845 Runden auf dem 2,5-Meilen langen Indianapolis Motor Speedway - und an der Spitze der Zeitenlisten stand wieder einmal Team Penske.

Juan Pablo Montoya

Indy-500-Auftakt: Juan Pablo Montoya dreht die schnellste Runde Zoom

Juan Pablo Montoya war am Abend mit einem Schnitt von 226,772 Meilen pro Stunde der schnellste IndyCar-Pilot. Umgerechnet bedeutet dieser Schnitt einen Speed von 364,95 km/h. Zum Vergleich: Am Opening-Day 2014 drehte Will Power eine Runde mit 223,057 Meilen pro Stunde. Die neuen Aerokits haben damit auf Anhieb bewiesen, dass sie den Dallara DW12 um einiges schneller machen werden. Doch es war erst der Auftakt für den "Month of May", weshalb Montoya die Zeit nicht überbewerten wollte.

"Das ist gut für Chevy, die Sponsoren und alle, die es sonst noch interessiert", sagte der Kolumbianer. "Aber in Wirklichkeit sind die Zeitenlisten bis zum Qualifying und bis zum Rennen irrelevant." Umgerechnet in Sekunden war Montoyas Zeit eine 39,687. 0,053 Sekunden dahinter kam sein Penske-Teamkollege Helio Castroneves auf Rang zwei. Neuzugang Simon Pagenaud und IndyCar-Champion Will Power belegten die Plätze fünf und 14.

Bester Honda-Pilot war Marco Andretti (39,776 Sekunden) als Dritter. Das Andretti-Team bringt 2015 gleich fünf Autos an den Start: Simona de Silvestro - in orange - wurde gute Siebte, Ryan Hunter-Reay landete auf Rang neun. "Das Auto ist ohne Zweifel schneller", gab der amtierende Indy-500-Champion zu Protokoll. "Aber die große Frage ist nun die Balance im Verkehr und das Auslesen der Infos mit den neuen Reifen am neuen Auto." Justin Wilson landete in seinem ersten Andretti-Outing auf Rang 15.

Altstar Davey Hamilton dreht Shakedown-Runden

Simona de Silvestro

Simona de Silvestro zeigt in Indianapolis eine orange Lackierung Zoom

Scott Dixon hielt als Vierter die Ganassi-Fahne hoch, Youngster Sage Karam wurde Achter, Routinier Tony Kanaan erzielte die zwölftbeste Zeit. Mit Takuma Sato (Foyt-Honda; 6.) und Rückkehrer Ed Carpenter (CFH-Chevrolet; 8.) rundeten zwei IndyCar-Routiniers die Top 10 ab. Zum Auftakt der diesjährigen Indy-500-Saison gab es bei optimalen äußeren Bedingungen glücklicherweise keinerlei Abflüge oder sonstige Defekte.

Ganz nebenbei wurden auch noch die nötigen Rookie- und Refresher-Tests erledigt. Gabby Chaves (Herta-Honda) absolvierte alle drei nötigen Phasen. Stefano Coletti (KV-Chevrolet) wird erst am 11. Mai ins Ovalgeschehen eingreifen. De Silvestro, Wilson, Karam, sowie Bryan Clauson (Byrd-Chevrolet), Oriol Servia (Rahal-Honda), Pippa Mann (Dale-Coyne-Honda), James Jakes und Conor Daly (beide Schmidt-Honda) hatten allesamt keine Probleme bei ihren Refresher-Tests.


IndyCar: Aero-Kit-Test in Indianapolis

Weil Townsend Bell durch einen Sportwagen-Einsatz verhindert war, kam ein waschechter IRL-Altstar zu einem Gasteinsatz: Der mittlerweile 52-jährige Davey Hamilton unternahm den Shakedown der Startnummer 24 von Dreyer/Reinbold Racing. Hamilton ist der Boss von DRR-Partner Kingdom Racing und drehte immerhin 19 Runden, die ihn am Ende auf Rang 26 brachten. "Ich habe den leichten Teil der Arbeit, Townsend hat die schwierigen Dinge vor sich", kommentierte Hamilton seinen Indy-Tag.

Das war es zunächst, denn am kommenden Wochenende steht in Indianapolis erst das zweite Rundstreckenrennen der Indy-Historie an, bevor es direkt danach in die große Trainingswoche im Vorfeld des 99. Indy 500 geht. Mit den neuen Aerokits steht den Teams dabei eine ganze Menge Arbeit ins Haus. "Wir haben eine riesige Liste an Themen, die wir ausprobieren wollen", weiß Marco Andretti wohl stellvertretend für das gesamte IndyCar-Feld. "Glücklicherweise haben wir genügend Zeit dafür."

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