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Indy 500: Ed Carpenter auf Pole vor Penske-Trio

Zum dritten Mal startet Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet) von der Pole-Position ins Indy 500 - Danica Patrick schneller als Helio Castroneves und Scott Dixon

(Motorsport-Total.com) - Trotz äußerst durchwachsener Vorhersage spielte das Wetter am Sonntag in Indianapolis mit und der "Pole Day" für die 102. Auflage des Indy 500 konnte planmäßig über die Bühne gebracht werden. Gefahren wurde in zwei Gruppen in umgekehrter Reihenfolge des Samstagsergebnisses. In Gruppe 1 wurden von den Fahrern auf den Positionen 33 bis 10 des "Bump Day" zunächst die Startplätze 10 bis 33 ausgefahren. Anschließend fuhren in Gruppe 2 die Top 9 des Samstags die Startplätze in den ersten drei Reihen inklusive der Pole-Position aus. Die Startaufstellung für das Rennen am kommenden Sonntag (27. Mai) steht somit fest.

Ed Carpenter

Ed Carpenter: Nach 2013 und 2014 auch 2018 der Indy-500-Polesitter Zoom

Die prestigeträchtige Pole-Position geht an Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet). Mit einem im Top-9-Shootout gefahrenen Vier-Runden-Schnitt von 229,618 Meilen pro Stunde hielt Carpenter seine acht direkten Konkurrenten hinter sich. Nach dem dramatischen "Bump Day" am Samstag war Carpenter noch auf Rang zwei notiert worden. Am "Pole Day" aber holte er sich zum dritten Mal in seiner IndyCar-Karriere nach 2013 und 2014 die begehrteste Pole-Position der Saison.

"Ich muss mich einfach nur bei meinem Team bedanken, denn die erste Runde hat mich regelrecht umgehauen", so Fahrer und Teambesitzer Carpenter in Anspielung darauf, dass er in dieser ersten seiner vier Runden als einziger Fahrer überhaupt am gesamten "Pole Day" einen Rundenschnitt von mehr als 230 Meilen pro Stunde realisiert hat. Danach ging es bei ihm nur unwesentlich langsamer zu und er holte sich überlegen die Pole-Position.


Fotostrecke: Indy 500: Die Startaufstellung in Bildern

Hinter Polesitter Ed Carpenter gehen drei Penske-Piloten von den Startplätzen zwei bis vier ins Rennen. Helio Castroneves, der Schnellste des Samstags, gehört aber nicht dazu. Der "Spiderman" ging am Sonntag als Letzter auf die Strecke und schaffte nur Startplatz acht. Neben Polesitter Carpenter aus der ersten Reihe starten stattdessen Simon Pagenaud (2.) und Will Power (3.).

Der amtierende IndyCar-Champion und aktuelle Tabellenführer Josef Newgarden verbesserte sich mit seinem #1 Penske-Chevrolet am Sonntag um drei Positionen gegenüber Samstag und geht vom vierten Startplatz ins Rennen. Mehr noch: Dank der sechs Bonuspunkte für diesen vierten Startplatz beim Indy 500 hat Newgarden seine Tabellenführung schon eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt um sechs Punkte ausgebaut. Für Polesitter Carpenter fallen die neun Bonuspunkte für die Pole indes kaum ins Gewicht, weil er ohnehin nur die Ovalrennen fährt.

Sebastien Bourdais (Coyne-Honda) erlebte ein Jahr nach seiner Horrorerfahrung (Beckenbruch bei schwerem Crash am ersten Qualifying-Tag 2017) ein starkes Qualifying. Der Franzose geht von Startplatz fünf ins Rennen am kommenden Sonntag. Auf Startplatz sechs der zweite von drei Piloten aus dem Team von Ed Carpenter: Spencer Pigot.

Danica Patrick schneller als Castroneves und Dixon

Danica Patrick, die einmalig ebenfalls für Ed Carpenter Racing fährt und ihre aktive Rennfahrerkarriere mit dem Indy 500 am 27. Mai beendet, startet von Position sieben und somit aus der dritten Reihe in ihre Abschiedsvorstellung.

Gegenüber dem Samstag hat Patrick am Sonntag noch den Schnellsten des Samstags - den dreimaligen Indy-500-Sieger Helio Castroneves (8.) - sowie den Vorjahres-Polesitter und Indy-500-Sieger von 2008 - Scott Dixon (Ganassi-Honda; 9.) - hinter sich gelassen. Am Samstag hatte sich Patrick gerade so in den Top 9 behauptet, nachdem der letzte Versuch von Alexander Rossi, sie noch zu verdrängen, knapp gescheitert war.

Apropos Alexander Rossi. Weil der Indy-500-Sieger von 2016 am "Bump Day" den Einzug in die Top 9 knapp verpasst hat, musste er am "Pole Day" bereits in Gruppe 1 ran. Dort verbockte der in der IndyCar-Gesamtwertung an zweiter Stelle liegende Kalifornier seinen Vier-Runden-Lauf komplett. Unterm Strich war am "Pole Day" nur Conor Daly (Coyne-Honda) langsamer als Rossi, der beinahe gecrasht wäre. Statt von maximal Startplatz 10 wird Rossi nur von Startplatz 32 und somit aus der letzten Reihe ins Rennen gehen.

Tony Kanaan ist "Best of the Rest"

Bevor die Top 9 des Samstags-Qualifyings am Sonntag im Top-9-Shootout auf die Strecke gingen, wurden in Quali-Gruppe 1 die Startplätze 10 bis 33 ermittelt. Dabei setzte sich Tony Kanaan (Foyt-Chevrolet) durch. Nachdem er im Samstagsergebnis an elfter Stelle gelegen hatte und somit am Sonntag in seiner Gruppe nur noch Rossi nach ihm auf die Piste ging, stellte sich Kanaans Vier-Runden-Schnitt von 227,664 Meilen pro Stunde als der schnellste in dieser 24-köpfigen Gruppe 1 heraus.

Mehr noch: Kanaans Vier-Runden-Schnitt war der achtschnellste des gesamten Tages. Reglementbedingt war für trotzdem kein Vordringen in die Top 9 mehr möglich. "Gestern war mein höchster Gang etwas zu lang übersetzt. Deshalb habe ich den Einzug in die Top 9 knapp verpasst. Heute haben wir unser Optimum abgerufen", so Kanaan, seines Zeichens der Indy-500-Sieger von 2013.


Fotos: IndyCar 2018: Indy 500


Ryan Hunter-Reay und Takuma Sato - neben Castroneves, Dixon, Rossi und Kanaan die weiteren ehemaligen Indy-500-Sieger im diesjährigen Starterfeld - fahren von den Positionen 14 (Hunter-Reay)
und 16 (Sato) los.

Matheus Leist bester Rookie

Bestplatzierter Rookie in der Startaufstellung ist Matheus Leist (Foyt-Chevrolet) auf Startplatz 11. Der junge Brasilianer hielt den zweitschnellsten Rookie - Pietro Fittipaldis Ersatzmann Zachary Claman de Melo (Coyne-Honda; 13.) - knapp hinter sich.

"Ich war natürlich schon ein bisschen nervös, aber mit einem Startplatz in der fünften Reihe bin ich natürlich sehr glücklich", so Leist. Die beiden anderen Indy-Rookies im Feld starten gemeinsam aus der sechsten Reihe: Kyle Kaiser (Juncos-Chevrolet; 17.) und Robert Wickens (Schmidt-Honda; 18.).


Indy 500: Pole-Day, Highlights

Die Höhepunkte vom zweiten Qualifying-Tag, dem Pole-Day, zu den 500 Meilen von Indianapolis 2018. Weitere Formelsport-Videos

Stefan Wilson, der jüngere Bruder des in Pocono 2015 tödlich verunglückten Justin Wilson, geht mit seinem #25 Andretti-Honda von Startplatz 23 in sein zweites Indy 500, nachdem er bei Andretti Autosport im Vorfeld des 2017er Indy 500 für Fernando Alonso hatte weichen müssen.

James Davison verbessert sich von 33 auf 19

Überraschung: James Davison, der sich mit seinem Byrd/Foyt-Chevrolet am "Bump Day" als 33. gerade so für das Rennen qualifiziert hatte, nachdem er am "Fast Friday" gecrasht war, schaffte es am "Pole Day" noch bis auf den 19. Startplatz nach vorn. Schlusslicht in der Startaufstellung ist Conor Daly, der mit seinem #17 Coyne-Honda in Gruppe 1 als einziger Fahrer langsamer war als Alexander Rossi.

Damit steht die Startaufstellung für das 102. Indy 500 fest. Das erste von noch zwei ausstehenden Freien Trainings geht am Montag von 12:30 Uhr bis 16:00 Uhr Ortszeit (18:30 Uhr bis 22:00 Uhr MESZ) über die Bühne. Anschließend folgt nur noch das 60-minütige Abschlusstraining am Freitag, dem "Carb Day".

Der Start zum Rennen über die Distanz von 200 Runden erfolgt am kommenden Sonntag kurz nach 12:00 Uhr Ortszeit (18:00 Uhr MESZ).

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