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Comeback: Nervöser Allmendinger im Blickpunkt

Nach über sechs Jahren NASCAR wird A.J. Allmendinger am Wochenende sein IndyCar-Comeback geben: Welche Erwartungen hat der Kalifornier?

(Motorsport-Total.com) - Lang ist es her. Am 22. Oktober 2006 bestritt A.J. Allmendinger im australischen Queensland sein bislang letztes IndyCar-Rennen, anschließend wechselte der Kalifornier zu Team Red Bull in die NASCAR. Sechseinhalb Jahre später werden sehr viele Augen auf den 31-Jährigen gerichtet sein, der am Wochenende im Barber Motorsports Park sein Comeback geben wird. "Ich werde ziemlich nervös sein", weiß Allmendinger bereits jetzt, der bisher nur dreimal (Sebring, Barber und Texas) in seinem Penske-Chevrolet mit der Startnummer zwei testen konnte.

A.J. Allmendinger

Comeback-Wochenende: A.J. Allmendinger im Penske-Chevrolet Zoom

"Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass wir schon auf der Höhe sind", gesteht er. "Dazu hatten wir - ganz einfach gesagt - nicht die Zeit und ich suche noch nach dem Gefühl, als alles so natürlich war. Das Ganze ist ja fast sieben Jahre her." 40 Rennen in der damaligen ChampCar-Serie bestritt Allmendinger zwischen 2004 und 2006, fünf davon gewann er. Im Sprint-Cup der NASCAR kommt er in der Zwischenzeit auf 176 Punkterennen - ohne einen einzigen Erfolg.

Nach einem ziemlich unglücklichen Amphetamin-Vorfall verlor er im Sommer 2012 sein Penske-Cockpit und erarbeitet sich in der NASCAR gerade eine grundsolide Reputation im kleinen Phoenix-Team von James Finch, dessen Chevrolet er zuletzt dreimal unter die Top 20 brachte. Was bei seinem IndyCar-Comeback möglich ist, kann er nur schwer einschätzen: "Natürlich habe ich große Erwartungen und will keinesfalls die Zeit und das Geld von Roger Penske verschwenden."

"Am Liebsten wäre es mir, wenn ich von Beginn an vorne mitfahren könnte und gewinnen würde. Nur muss man realistisch bleiben, soviele Runden wie möglich fahren und im Verlauf des Wochenendes immer besser werden. Wenn ich dann am Sonntag wirklich mithalten kann, dann bin ich zufrieden - egal, was dann für eine Position herausspringen wird." Insgesamt haben 26 IndyCar-Teams für das zweite Saisonrennen 2013 gemeldet.

AJ Allmendinger

Was ist möglich? A.J. Allmendinger dämpft die Erwartungen Zoom

NASCAR-Pilot Allmendinger sticht da heraus, darüber macht er sich gar keine Illusionen. "Ich weiß genau, dass die Leute mich beobachten werden und ich finde es auch cool, wenn viele NASCAR-Fans zusehen und damit auf die IndyCars aufmerksam werden. Ich will, dass die IndyCars eine starke Serie sind, sie haben in den USA ihren Platz verdient. Man muss nur auf sie aufmerksam werden."

Nach dem Barber-Comeback sitzt Allmendinger bereits am 11. April wieder in seinem Penske-Chevrolet, wenn die offiziellen Rookie-Tests auf dem Indianapolis Motor Speedway abgehalten werden. Dort wird der Kalifornier den Monat Mai verbringen. Wie es danach weitergeht, ist noch völlig offen. Nur soviel: "Ich habe Roger schon gesagt, dass ich soviele Rennen wie möglich fahren möchte."

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