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Aus dem Nichts: Franchitti holt die Milwaukee-Pole

Dario Franchitti wusste nach der Milwaukee-Qualifikation selbst nicht so recht, wie er auf die Pole-Position kam - Rubens Barrichello mit bestem Indy-Qualifying

(Motorsport-Total.com) - Er ist schon so etwas wie der Zauberer der IndyCars. Dario Franchitti war am Freitag nirgendwo und kam in den beiden Freien Trainings (11./18.) zum Milwaukee IndyFest nicht einmal in die Top 10. Doch als es in der Qualifikation um die sprichwörtliche Wurst ging, war der Schotte urplötzlich wieder da. Und wie! In 43.310 Sekunden prügelte er seinen blauen Ganassi-Honda mit der Startnummer 10 um die traditionelle Milwaukee-Mile und holte sich tatsächlich die Pole-Position.

Dario Franchitti

Dario Franchitti zauberte in Milwaukee wieder einmal eine Pole aus dem Hut Zoom

Da konnte er sich ein ungläubiges Lachen nicht verkneifen. "Die beiden Trainings waren einfach nur schlimm", schilderte der IndyCar-Titelverteidiger, der selbst offen zugab, dass er von dieser Pole "extrem überrascht war. Aber wir haben unsere Köpfe zusammengesteckt und etwas gefunden, was uns letztendlich den Turnaround beschert hat." Trotzdem: Mit seiner insgesamt 27. IndyCar-Pole hatte er "im Leben nicht gerechnet."


Fotos: IndyCars in Milwaukee


Deutet nun alles auf eine Wiederholung der Vorjahresereignisse hin? 2011 stand Franchitti ebenfalls auf der Milwaukee-Pole, führte im Rennen 166 der 225 Runden und gewann souverän. "Ich weiß nicht recht", gab sich der 39-Jährige eher zurückhaltend. "Es ist heiß und das bedeutet, dass es morgen sehr rutschig werden wird. Es wird ein sehr schwieriges Rennen."

Rang zwei ging an seinen britischen Landsmann Justin Wilson, der nach seinem Texas-Sieg einen kleinen Lauf zu haben scheint. Allerdings nutzte dem Dale-Coyne-Piloten seine Zeit von 43.426 Sekunden nichts. Wie sechs weitere Kollegen muss Wilson am Samstagabend um zehn Startplätze nach hinten rücken. Gleiches gilt für Tabellenführer Will Power (Penske-Chevrolet), der in 43.666 Sekunden Vierter wurde.

Starker Barrichello

Rubens Barrichello

Stark: Rubens Barrichello wurde Fünfter und startet als Dritter Zoom

Rang drei - und damit ein Startplatz in Reihe eins - ging an Ryan Hunter-Reay (43.523) im besten Andretti-Chevrolet. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen wird", kommentierte der Texaner seinen Lauf. "Daher kam ich in beiden Runden jeweils in den Limiter." Seine beiden Teamkollegen James Hinchcliffe (13.) und Marco Andretti (15.) fuhren nicht in die Top 10.

Durch die Strafen von Wilson und Power starten die Plätze fünf und sechs aus Reihe zwei. Diese zweite Startreihe ist rein brasilianisch besetzt, denn Rubens Barrichello (KV-Chevrolet; 5.) und Helio Castroneves (Penske-Chevrolet; 6.) fuhren sich auf ihren beiden fliegenden Runden im Einzelzeitfahren weit nach vorne. Vor allem für IndyCar-Rookie Barrichello bedeutete dies sein mit Abstand bestes Qualifying-Resultat.

"Ich liebe diese Strecke", freute sich der 39-jährige Formel-1-Veteran, der auf der traditionellen Milwaukee-Mile "schon einige Male als Zuschauer" weilte. Zu seinem aktiven Debüt meinte Barrichello nur: "Es geht sehr gut, ich bin rundum zufrieden." Castroneves wiederum verlor einen besseren Startplatz, als ihm auf seiner zweiten Runde in Turn 4 das Auto leicht kam: "Ich hatte einen massiven Push, der mich sicherlich ein paar Zehntel gekostet hat."

Neben Wilson und Power müssen auch Rookie Josef Newgarden (Fisher-Honda; 7.), Ryan Briscoe (Penske-Chevrolet; 9.), Scott Dixon (Ganassi-Honda; 11.) und Takuma Sato (Rahal-Honda; 15.) um jeweils zehn Startpositionen nach hinten. Mike Conway (Foyt-Honda), der ebenfalls wegen eines unerlaubten Motorenwechsels bestraft wurde, qualifizierte sich als 25. und Letzter. Von all diesen Strafen wird das KV-Duo Ernesto Viso (8.) und Tony Kanaan (10.) profitieren, die in der Startaufstellung entsprechend nach vorne rutschen werden.

Simona de Silvestro konnte mit ihrem HVM-Lotus immerhin Conway schlagen und landete so auf Rang 24. Ein Lichtblick für das einzig verbliebende Lotus-Team? "Es sieht so aus, als wären wir auf dieser Strecke nicht ganz abgeschlagen", meinte die 23-jährige Schweizerin. Aufklärung kommt bereits am Samstagabend ab 19:30 Uhr MESZ, wenn die Startflagge zum diesjährigen Milwaukee IndyFest fällt.

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