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Porsche gesteht: "Enttäuschung steht im Vordergrund"

Für Porsche war bei den 24 Stunden von Daytona 2018 nichts zu holen: Unfall in der GTLM bringt das Team aus dem Konzept - In GTD bestes Auto vor dem Start verloren

(Motorsport-Total.com) - Für Porsche war bei den 24 Stunden von Daytona nichts zu holen. In der mit nur neun Autos quantitativ am schwächsten besetzten Klasse, der GTLM-Klasse, schlossen die beiden 911 RSR auf den Plätzen sechs und acht ab.

Patrick Pilet, Nick Tandy

Bestplatzierter Porsche bei den 24h Daytona 2018: Der 911 mit der #911 Zoom

Porsches Rückstand auf die überlegen zum Doppelerfolg gerasten Ford GT betrug nach 24 Stunden neun beziehungsweise 30 Runden. Der 911er mit der Startnummer 911 von Vanthoor/Bamber/Bruni kam dabei deutlich problemloser über die Distanz als das Schwesterauto (#912 mit Pilet/Tandy/Makowiecki). Mit letzterem krachte Nick Tandy in der Schikane in die Reifenstapel. Die Reparatur kostete zwölf Runden.

"Das war schon ein enttäuschendes, schwieriges Rennen. Das muss man ganz offen sagen", betont Frank-Steffen Walliser, Leiter des Porsche-GT-Programms, im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und unterstreicht: "Die Enttäuschung steht im Vordergrund."

Unfall von Nick Tandy bringt Porsche aus Konzept

Walliser analysiert: "Vorbereitung, Qualifying und die ersten Rennstunden liefen gut. Dann hat uns aber der Unfall komplett aus dem Konzept geworfen. Wenn da mal zwölf Runden drauf sind und es dann noch die Besonderheit gibt, dass wir fast keine Gelbphasen hatten, ist das eigentlich vorstellbar."


Fotos: 24h Daytona


An der Balance of Performance (BoP) hat der Leiter des Porsche-GT-Programms nichts auszusetzen, gesteht aber: "Die Performance-Unterschiede zwischen unseren beiden Autos haben wir nicht so ganz verstanden. Da lagen zwei, drei Zehntelsekunden dazwischen. Mit hätte-wäre-wenn wäre vielleicht ein Podestplatz drin gewesen, aber ein Sieg niemals."

"Höchsten Respekt an Ford. Sie waren nicht nur schnell, sondern haben auch einen absolut fehlerfreien Job gemacht: keine Strafe, keine Taktik, kein Fehler. Respekt, das haben die gut gemacht. Das muss man schon sagen", so Walliser in Richtung der Ganassi-Truppe, die am Sonntag über alle Rennserien hinweg ihren 200. Rennsieg eingefahren hat.

Robert Renauer crasht vor dem Start

Patrick Long, Christina Nielsen, Robert Renauer

Der #58 Wright-Porsche aus der GTD musste zwei Stunden repariert werden Zoom

In der GTD-Klasse verlor Porsche "unser bestbesetztes Auto", wie Walliser den #58 Wright-Porsche von Long/Nielsen/Renauer/Jaminet bezeichnet, bereits vor dem Start. Grund war ein Crash von Robert Renauer in der Einführungsrunde, der dazu führte, dass das Auto zwecks Reparatur zwei Stunden lang in der Garage stand.

Da tröstet es wenig, dass Patrick Pilet am Samstagabend, als über dem Daytona International Speedway ein kurzer Regenschauer niederging, die GTLM-Klasse für kurze Zeit anführte. Grund dafür war die Tatsache, dass Pilet während der kurzen Regenphase als einer der wenigen im Feld nicht zum Wechsel auf Regenreifen an die Box kam. Stattdessen blieb der Franzose auf Slicks und übernahm auf der zügig wieder abtrocknenden Piste das Kommando. "Das war nicht ganz schlecht", lobt Walliser die Taktik und insbesondere die fahrerische Leistung.

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