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IMSA Mosport: Erster Saisonsieg für Cameron/Curran

Action Express feiert bei der IMSA SportsCar Championship im Canadian Tire Motorsport Park den zweiten Sieg in sieben Tagen - Ford siegt auch unter neuer BoP

(Motorsport-Total.com) - Die IMSA SportsCar Championship enttäuschte die kanadischen Fans beim einzigen Lauf außerhalb der USA nicht: In einem spannenden Rennen feierte Action Express einen Doppelerfolg und den zweiten Sieg binnen einer Woche: Nach dem Sieg der Teamkollegen in Watkins Glen waren diesmal Dane Cameron und Eric Curran an der Reihe. In der GTLM-Kategorie holten Ryan Briscoe und Richard Westbrook trotz der jüngsten BoP-Anpassungen den dritten Sieg in Folge für Ganassi-Ford.

Eric Curran, Dane Cameron

Diesmal waren Cameron/Curran dran: Zweiter Sieg in Folge für Action Express Zoom

Das Rennen folgte einer "Business as usual"-Dramatik mit einem stark aufgelegten Mazda-Team, das sich dann in Problemen verrannte: Tristan Nunez fuhr im ersten Stint eine 25-Sekunden-Führung heraus, verlor dann aber bereits beim Boxenstopp viel Zeit, als sich das Fahrzeug nicht aufbocken ließ. Später schied der Mazda #55 mit einem Antriebswellenschaden hinten rechts aus. Der Shank-Ligier von Ozz Negri jun., Olivier Pla und John Pew fiel durch eine Kollision mit einem PC-Boliden zurück und fing sich später noch eine Strafe ein. Mit drei Runden Rückstand blieb nur Platz elf.

Mit den LMP2-Boliden aus dem Weg waren es wieder die Corvette DPs, die den Sieg unter sich ausmachten. Zunächst übernahmen die Taylor-Brüder Kommando, doch bald stellte sich heraus, dass Action Express die Oberhand gewinnen würde. Eine sehenswerte Szene spielte sich nach dem ersten Boxenstopp ab, als Dane Cameron auf einen Schlag sowohl den Mazda von Nunez als auch seinen Teamkollegen Joao Barbosa auf einen Schlag in Kurve eins überholte. Damit war der Weg frei für den Corvette DP #31.


Fotos: IMSA-Serie in Mosport


"Das war eine der anstrengendsten Outlaps meines Lebens", grinst Cameron nach dem Sieg. "Heute war eines dieser Rennen, in dem es im Verkehr einfach für uns gelaufen ist. Das Auto lag gut und das Team super in der Boxengasse. Dieser Sieg war wichtig für uns." Barbosa/Fittipaldi kamen auf Platz zwei, Taylor/Taylor komplettierten die Podiumsplätze.

Brillante Strategie sichert dritten Ford-Sieg in Folge

Trotz der BoP-Modifikationen, die Ford einbremsten und Corvette schneller machten, sicherten sich Ryan Briscoe und Richard Westbrook den dritten Sieg in Folge in der GTLM-Kategorie. Dieser Sieg ist jedoch nicht auf eine überlegene Performance zurückzuführen, sondern auf eine perfekte Strategie des Ganassi-Teams: Eine Gelbphase genau bei Hälfte des 160-Minuten-Rennens kam für die GT-Teams ungelegen, da eine Tankfüllung für nur etwa eine Stunde reicht.

Ryan Briscoe, Richard Westbrook

Dritter Erfolg in Serie für Briscoe/Westbrook und den Ford GT Zoom

Der Ford #67 wurde trotzdem zum Full Service reingeholt und nistete sich zunächst unauffällig auf Platz sechs ein, während die beiden Corvette C7.R an der Spitze scheinbar ihrem ersten Sieg entgegenfuhren. Doch die Strategie ging voll auf: Nachdem alle anderen Fahrzeuge mit ungefähr einer Stunde Restzeit für einen Full Service gestoppt hatten, kam Briscoe nur für einen Splash an die Box. Auf alten Reifen hielt er anschließend die Corvette von Oliver Gavin und Tommy Milner hinter sich; die Muscle Cars mussten sich mit den Plätzen zwei und drei (Garcia/Magnussen) zufriedengeben.

"Das war brillant vom Team!", jubelt Briscoe. "Wir haben sofort nach unserem Stopp die Reifen geschont. Als dann alle anderen reinkamen, haben wir unsere Chance gesehen. Tommy war am Ende etwas schneller, aber ich musste es nur noch nach Hause bringen." Überholen ist auf der nur 3,9 Kilometer langen Strecken mit ihren vielen schnellen Kurven nämlich so gut wie unmöglich. Teamkollege und Geburtstagskind Westbrook feierte den Australier: "Ryan hat einen unglaublichen Job im letzten Stint gemacht. Wir haben momentan einen Lauf."

Core Autosport feierte wie schon im Vorjahr den Sieg in der PC-Kategorie. Die Pole-Position konnte das Team nicht wahrnehmen, weil Jon Bennett statt Colin Braun als Startfahrer festgelegt wurde. Letzterer hatte die Pole erzielt und hätte daher Startfahrer sein müssen. So startete der Oreca FLM09 #54 vom letzten Platz. Doch die beiden Routiniers fuhren sich sukzessive nach vorn und holten sich ihren zweiten Saisonsieg. In der GTD-Klasse triumphierte erstmals der BMW M6 GT3 dank Bret Curtis und Jens Klingmann und Turner Motorsport. Zuvor hatte der favorisierte Alex-Job-Porsche #23 (Farnbacher/Riberas) die Führung durch Reifenverlust eingebüßt.

Die IMSA SportsCar Championship reist nun zurück in die Vereinigten Staaten, wo am 23. Juli das Rennen auf dem Lime Rock Park auf dem Programm steht. Dort haben die Prototypen Pause.