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  • 04.07.2016 · 08:01

  • von Roman Wittemeier

IMSA-Serie: Erster Saisonsieg für Fittipaldi/Barbosa

Corvette-Doppelerfolg in der Prototypenklasse: Barbosa/Fittipaldi siegen in Watkins Glen vor Teamkollegen Curran/Cameron - Ford bestimmt die GTLM-Szene

(Motorsport-Total.com) - Corvette bleibt die bestimmende Marke im Wettbewerb der Prototypen in der nordamerikanischen IMSA-Serie. Beim sechsten Saisonlauf 2016 in Watkins Glen sicherten sich die Action-Express-Piloten Joao Barbosa und Christian Fittipaldi den Sieg vor den Teamkollegen Eric Curran und Dane Cameron. Beim ersten Saisonerfolg der amtierenden Champions betrug der Vorsprung im Ziel nur 0,709 Sekunden. Weitere 0,339 Sekunden später überquerten Pla/Pew/Negri (MSR) die Linie mit dem besten LMP2-Fahrzeug.

Barbosa Fittipaldi

Joao Barbosa und Christian Fittipaldi: Mit erstem Saisonsieg an die Spitze der IMSA Zoom

"Es war wohl eines der schnellsten und intensivsten Rennen seit langer Zeit", berichtet Barbosa nach dem Sieg in Watkins Glen. "Wir konnten das Tempo die ganze Zeit extrem hoch halten. Nach dem Qualifying gab es bei uns Anpassungen am Setup - ein Volltreffer", sagt er. Barbosa/Fittipaldi haben sich durch ihren Erfolg an die Spitze des Gesamtklassements schieben können. Der Vorsprung auf Taylor/Taylor (4./WTR) und die Teamkollegen von Action Express beträgt nun sieben Zähler.

Der Schlüssel zum ersten Sieg in der IMSA-Saison 2016 war eine fehlerfreie und konstant schnelle Fahrt. Der Corvette-DP mit der Startnummer 5 hielt sich über die gesamten sechs Stunden Rennzeit stets im Spitzenfeld. Die Entscheidung fiel im hausinternen Zweikampf beim letzten Stopp, als man vor Cameron/Curran zurück auf die Bahn kam. "Schade", sagt Cameron. "Sie waren wegen des Stopps an uns vorbei und wir mussten uns bis ins Ziel mit allen Mitteln das Shank-Auto vom Leib halten."


Fotos: IMSA-Serie in Watkins Glen


Pech hatte die Mannschaft von ESM. Pipo Derani, der gemeinsam mit Johannes van Overbeek und Scott Sharp die Klassiker in Daytona und Sebring hatte gewinnen können, sammelte zur Halbzeit fünf Punkte für die zwischenzeitliche Führung, aber eine Stunde vor dem Ende musste man den Ligier-Honda mit technischen Problemen abstellen. "Bitter, denn unser Auto wäre auf jeden Fall für den Sieg gut gewesen", meint Derani. Die LMPC-Klasse gewannen Renger van der Zande und Alex Popow (Starworks).

Ford hat den Schwung nach dem Le-Mans-Klassensieg in die USA mitnehmen können. In Watkins Glen gab es einen weiteren Doppelerfolg. Ryan Briscoe und Richard Westbrook setzten sich gegen die Le-Mans-Champions Joey Hand und Dirk Müller durch, auf Rang drei konnten sich Werner/Auberlen (BMW) die Corvette von Milner/Gavin vom Leib halten. Auf den Rängen fünf und sechs platzierten sich die Teams Scuderia Corsa und Risi mit den beiden Ferrari 488 GTE. Porsche war chancenlos. Die GTD-Klasse gewannen Nielsen/Balzan/Segal im Ferrari.