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IMSA Lime Rock: Corvette feiert 100. Sportwagensieg

Corvette feierte mit dem Klassensieg in der GTLM-Klasse beim IMSA-Rennen in Lime Rock einen historischen Meilenstein: Gesamtsieg für van der Zande/Popow

(Motorsport-Total.com) - In Abwesenheit der Prototypen-Klasse rückte beim achten Saisonlauf der IMSA-Serie in Lime Rock am vergangenen Wochenende vor allem die hart umkämpfte GTLM-Klasse in den Mittelpunkt. Hier feierte Corvette einen Doppelerfolg. Oliver Gavin/Tommy Millner gewannen vor ihren Teamkollegen Jan Magnussen und Antonio Garcia und bescherten Corvette damit den 100. Sportwagensieg in der Geschichte des Herstellers. Den Gesamtsieg des Rennens errangen Renger van der Zande/Alex Popow aus der PC-Klasse.

Oliver Gavin, Tommy Milner

Oliver Gavin und Tommy Milner bescherten Corvette Sieg Nummer 100 Zoom

Das Starworks-Duo war nur von Platz fünf ins Rennen gestartet, war aber über weite Strecke das schnellste Auto und fuhr vor allem dank eines straken Schlussstints von van der Zande zum Sieg. In der Endphase des Rennens wurde es allerdings noch einmal eng, da sowohl van der Zande als auch sein Verfolger Tom Kimber-Smith auf der nur 2,4 Kilometer langen Strecke immer wieder beim Überrunden im Verkehr der GT-Fahrzeuge hängen blieben. Der Niederländer rettete aber einen Vorsprung von 0,815 Sekunden auf Kimber-Smith ins Ziel, der sich das Auto mit Robert Alon geteilt hatte.

Im Kampf um den Sieg in der GTLM spielten in Lime Rock alle fünf Hersteller eine Rolle, doch letztlich lief es auf einen Dreikampf zwischen Ferrari, Ford und Corvette hinaus. Lange sah es nach einem Triumph des Risi-Ferrari von Giancarlo Fisichella und Toni Villander aus. Dann kam Fisichella jedoch in der berüchtigten "Big Bend" (Kurve 1+2) von der Strecke ab, wodurch zunächst Gavin am Ferrari des Italieners vorbei ging.


Fotos: IMSA-Serie in Lime Rock


Vier Runden später rodelte Fisichella an der gleichen Stelle erneut durch die Wiese. Diesmal schlüpften Ryan Briscoe (Ford) und Garcia vorbei. 20 Minuten vor Rennende überholte der Spanier seine australischen Rivalen und komplettierte damit den Corvette-Doppelerfolg. Briscoe und Richard Westbrook mussten mit Rang drei vorliebnehmen, Fisichella/Villander verpassten als Vierte das Podium.

Nichts zu holen gab es in Lime Rock trotz starker Leistungen für die deutschen Hersteller. Beide BMW wurden vom Porsche mit der Startnummer 912 abgeräumt und schieden aus. Erst drängte Frederic Makowiecki in der Bergab-Kurve eingangs von Start und Ziel John Edwards von der Strecke, später kollidierte an gleicher Stelle Earl Bamber mit dem zweiten BMW von Dirk Werner. Beide Autos flogen dabei heftig in die Reifenstapel. In der GTD-Klasse ging der Sieg an Potter/Lally im Audi R8 LMS von Magnus Racing.