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BoP 24h Daytona 2020: IMSA bremst Acura ein

Die BoP-Keule vor dem 24-Stunden-Rennen von Daytona trifft in diesem Jahr Acura in gleich zwei Klassen - Porsche und Ferrari müssen Einbremsungen hinnehmen

(Motorsport-Total.com) - Eine Woche vor dem 24-Stunden-Rennen von Daytona hat die IMSA die Balace of Performance (BoP) für das Rennwochenende bekannt gegeben. In der DPi-Klasse wird dabei der Acura ARX-05 eingebremst, während Cadillac erleichtert wird. In der GTLM bekommt Corvette ein Bonbon, Ferrari und Porsche müssen mit Einbremsungen fertig werden.

Alexander Rossi, Helio Castroneves

Acura muss bei den 24 Stunden von Daytona mit sieben PS weniger auskommen Zoom

Beim Vortest "Roar before the 24" waren die Acuras des Teams Penske zweite Kraft hinter dem Mazda RT24-P, dessen Einstufung unverändert bleibt. Die IMSA hat zuvor tiefe Einblicke in die Daten der Prototypen genommen.

Insgesamt verliert der V6-Turbomotor im oberen Drehzahlbereich zwischen 6.000 und dem Drehzahlbegrenzer von 7.050 Umdrehungen pro Minute knapp sieben PS. Das wird über eine Verringerung des Ladedrucks um 21 Millibar erzielt.

Der Saugmotor des Cadillac DPi-V.R bleibt unverändert. Stattdessen darf der Caddy zehn Kilogramm ausladen. Mit 940 Kilogramm ist er aber nach wie vor der schwerste der drei DPi-Boliden. Alle drei DPis haben außerdem einen größeren Tank erhalten: Mazda und Cadillac dürfen zwei, Acura einen Liter mehr E20-Kraftstoff an Bord nehmen.

Einstufungen Daytona Prototype international (DPi)

In Klammern die Veränderungen zu den Testfahrten "Roar before the 24"

Acura ARX-05
Mindestgewicht: 930 Kilogramm
Ladedruck: 1,467-1,787 bar (-0,021 zwischen 6.000 und 7.050 U/min)
Drehzahlbegrenzer: 7.050 U/min
Tank: 79 Liter (+1)

Cadillac DPi-V.R
Mindestgewicht: 940 Kilogramm (-10)
Luftmengenbegrenzer: 2x32,2 Millimeter
Drehzahlbegrenzer: 7.600 U/min
Tank: 75 Liter (+2)

Mazda RT24-P
Mindestgewicht: 910 Kilogramm
Ladedruck: 2,040-2,581 bar
Drehzahlbegrenzer: 9.300 U/min
Tank: 82 Liter (+2)

Überraschender Break für Corvette

Die neue Corvette C8.R bekommt trotz starker Performance beim Vortest in der GTLM zusätzliche Leistung zugestanden: Vier PS gibt es über einen größeren Luftmengenbegrenzer (Air Restrictor).

Oliver Gavin, Tommy Milner

Die brandneue Corvette C8.R bekommt gleich ein BoP-Bonbon Zoom

Ferrari und Porsche, die beim Vortest fast zeitgleich an der Spitze lagen, werden eingebremst: Zehn Kilogramm für den Porsche 911 RSR, fünf PS weniger für den Ferrari 488 GTE. Ferrari muss zudem den Heckflügel steiler stellen. Das ist auf dem langen Vollgasstück im Oval nachteilig, wenn auch mit leichten Vorteilen in den Kurven.

Keine Anpassungen gegenüber dem "Roar"-Test erfährt der BMW M8 GTE.

Einstufungen Gran Turismo Le Mans (GTLM)

BMW M8 GTE
Mindestgewicht: 1.220 Kilogramm
Ladedruck: 1,230-2,240 bar
Drehzahlbegrenzer: 7.000 U/min
Tank: 90 Liter

Corvette C8.R
Mindestgewicht: 1.260 Kilogramm
Luftmengenbegrenzer: 1x44,3 Millimeter (+0,3)
Drehzahlbegrenzer: 7.400 U/min
Tank: 94 Liter (+5)

Ferrari 488 GTE
Mindestgewicht: 1.270 Kilogramm
Ladedruck: 1,473-1,784 bar (-0,017 über das gesamte Drehzahlband)
Drehzahlbegrenzer: 7.000 U/min
Tank: 87 Liter (-1)

Porsche 911 RSR
Mindestgewicht: 1.280 Kilogramm (+10)
Luftmengenbegrenzer: 2x31,5 Millimeter
Drehzahlbegrenzer: 9.400 U/min
Tank: 93 Liter (+7)

Sechs Autos in der GTD angepasst

In der GT Daytona wurden Anpassungen an sechs der neun GT3-Boliden vorgenommen: Der Acura NSX GT3 bekam die ganz dicke Keule und muss 25 Kilogramm zuladen, dazu werden 7,5 PS gestrichen. Audi darf beim R8 LMS zehn Kilogramm ausladen - die einzige "positive" Veränderung der BoP.

Der BMW M6 GT3 muss mit einer gewaltigen Einbremsung von minus 13 PS fertig werden, der überarbeitete Ferrari 488 GT3 bekommt vier PS gestrichen. Lamborghini muss den Heckflügel am Huracan GT3 steiler stellen.

Die anderen Boliden bleiben in ihrer Performance unangetastet, lediglich beim Aston Martin Vantage AMR GT3 gibt es eine Anpassung bei der Tankgröße.

Die Balance of Performance für die 24 Stunden von Daytona ist einzigartig in der IMSA SportsCar Championship und kommt bei keinem weiteren Rennen zum Einsatz. Vergleichbares gibt es in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) bei den 24 Stunden von Le Mans.

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