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24h Daytona 2021: Action Express sichert sich Pole-Position

Felipe Nasr und Luis Felipe Derani holen im Action-Express-Cadillac den Sieg im Qualifikationsrennen - Deutscher Sieg in neu geschaffener LMP3-Klasse

(Motorsport-Total.com) - Die Startpositionen für die 59. Ausgabe der 24 Stunden von Daytona sind bezogen: Im erstmals ausgetragenen 100-minütigen Qualifikationsrennen (offizielle Bezeichnung: Pole Award 100) setzte sich der Action-Express-Cadillac #31 (Derani/Nasr/Conway/Elliott) durch. Das Rennen begann auf nasser Strecke, im Laufe des Rennens trocknete es aber ab.

Chase Elliott, Felipe Nasr, Luis Felipe Derani, Mike Conway

Cadillac sicherte sich mit dem Sieg im Qualirennen die Pole für die 24h Daytona Zoom

Luis Felipe "Pipo" Derani und Felipe Nasr sicherten damit der #31 die Pole-Position für das 24-Stunden-Rennen am kommenden Wochenende. Der Cadillac war nach der Pole-Position wegen Untergewichts ans Ende des DPi-Feldes versetzt worden, ließ sich den Sieg aber nicht nehmen. (Ergebnis Qualifikationsrennen 24h Daytona 2021)

Vorentscheidenden Charakter hatte die zweite der beiden Gelbphasen nach einer halben Stunde. Mehrere Fahrzeuge nutzten sie, um von Regenreifen auf Slicks zu wechseln. Das entpuppte sich als richtige Entscheidung. Nasr arbeitete sich am JDC-Miller-Cadillac #5 (Bourdais/Duval/Vautier; 3.) vorbei und fuhr den Sieg nach Hause.

Die falsche Entscheidung traf der Ganassi-Cadillac #01 (Magnussen/van der Zande/Dixon/Ericsson; 7.). Nach einem hervorragenden Auftaktstint von Ex-Formel-1-Fahrer Kevin Magnussen lag der Cadillac zunächst an der Spitze des Feldes. Den Wechsel auf Slicks bis zur Rennhälfte hinauszuzögern und mit dem Fahrerwechsel zu kombinieren, erwies sich jedoch als Fehler.

Den zweiten Platz holte sich der Mazda #55 (Bomarito/Tincknell/Jarvis), der die Pole-Position für das Qualirennen geerbt hatte. Rückstand im Ziel: 3,6 Sekunden. Die in diesem Jahr von neuen Teams eingesetzten Acura ARX-05 kamen auf die Positionen vier und fünf.

Corvette besetzt erste Reihe in der GTLM

Die GTLM-Kategorie sieht bei den 24 Stunden von Daytona ihr größtes Feld der Saison. Corvette Racing fuhr einen überlegenen Doppelsieg hinaus. Die Corvette #4 (Tandy/Milner/Sims; 1.) ging schon in der Anfangsphase an die Spitze. Unterschiedliche Boxenstrategien wirbelten aber auch hier das Bild lange Zeit durcheinander.

Der Risi-Ferrari #62 (Calado/Pier Guidi/Gounon/Rigon; 4.) blieb in der zweiten Gelbphase draußen. Ob die Strategie aufgegangen wäre, lässt sich nur schwer sagen. Denn Alessandro Pier Guidi legte nach dem Stopp einen peinlichen Dreher am Boxenausgang hin, der viel Zeit kostete.

So erbte der WeatherTech-Porsche #79 (MacNeil/Lietz/Estre/Bruni) den dritten Platz. Cooper MacNeil und Kevin Estre sorgten damit für einen starken Auftritt beim ersten Renneinsatz des Porsche 911 RSR-19 in privaten Händen. Für BMW lief gar nichts zusammen - die BMW M8 GTE wurden sogar überrundet.

Kurioser Dreifachdreher in Kurve 1

Den LMP2-Sieg holte sich der PR1-Mathiasen-Oreca #52 (Lapierre/Huffaker/Keating/Jensen). Einen Traumsonntag erwischte das ehemalige Nordschleifen-Ass Moritz Kranz mit seinem ebenfalls deutschen Teamkollegen Laurents Hörr: Erst gewannen sie das LMP3-Rahmenrennen der IMSA Prototype Challenge, dann holten sie den LMP3-Sieg im Qualifikationsrennen und damit die Pole für den Mühlner-Duqueine #6 (Kranz/Hörr/Koch).

Zwei LMP2- und ein LMP3-Bolide sorgten für eine kuriose Szene zu Beginn des Rennens: Die drei Fahrzeuge drehten sich unabhängig voneinander in Kurve 1 weg und lösten damit die erste Gelbphase aus. Der Grund für die Dreherorgie war nicht auszumachen - Kühlflüssigkeit kommt am ehesten in Frage.

Die zweite Gelbphase wurde nur wenige Minuten nach dem Restart ausgerufen: Christina Nielsen war im EBM-Porsche #88 (Ferriol/Bamber/Legge/C. Nielsen; 14.) in der Bus-Stop-Schikane abgeflogen, nachdem sie auf einen Lamborghini aufgefahren war. Die GTD gewann der Turner-BMW #96 (Auberlen/Foley/Herta/Read).

Ein Fahrzeug fällt Coronavirus zum Opfer

Nur 49 Fahrzeuge konnten das Rennen aufnehmen. Der Black-Swan-Porsche #540 (Pilet/Pappas/ten Voorde/Lindsey) wird auch nicht am Hauptevent teilnehmen, weil sich Tim Pappas bei den 24 Stunden von Dubai mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte.

Der Porsche des Teams kam dennoch im Qualifikationsrennen zum Einsatz, weil der Wright-Porsche #16 (Long/Hardwick/Bachler/Heylen; 9.) nach einem Unfall im Nachttraining ein neues Chassis benötigte.

Da für das Pole Award 100 bereits erste Meisterschaftspunkte vergeben werden, sind die fünf Klassensieger auch die ersten Tabellenführer der IMSA SportsCar Championship 2021. Das Hauptevent startet am kommenden Samstag um 21:40 Uhr MEZ.

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