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ADAC GT Masters Nürburgring 2021: SSR-Sieg, Toksport-Strafe, Land-Titel

SSR Performance gewinnt das Finale des ADAC GT Masters 2021, der Titel geht aber an Land-Motorsport - Strafe bringt Engel/Stolz um Titel

(Motorsport-Total.com) - Drama pur beim Saisonfinale des ADAC GT Masters! Das nach dem Startcrash mit einer halben Stunde Verspätung und auf 43 Minuten gekürzte Rennen ging mit einem Sieg für SSR Performance zu Ende. Den Titel holten sich aber Ricardo Feller und Christopher Mies mit einem zehnten Platz. (Ergebnisse ADAC GT Masters 2021)

Christopher Mies und Ricardo Feller sind Meister des ADAC GT Masters 2021

Christopher Mies und Ricardo Feller sind Meister des ADAC GT Masters 2021 Zoom

Mathieu Jaminet und Michael Ammermüller taten, was sie konnten: Beim Boxenstopp, der schon wenige Minuten nach dem Restart über die Bühne ging, überholte der grüngelbe Porsche den bis dato führenden Herberth-Porsche #7 (Bachler/de Silvestro; 2.).

Dann wurde es ganz munter. Ein Paket, angeführt von Simona de Silvestro auf Platz zwei, zog sich bis ans Ende der Punkteränge. Mittendrin: Ricardo Feller, der zwischenzeitlich bis auf Platz zwölf zurückgefallen war. Platz 13 brauchte er. Am Ende packte er es und brachte den Land-Audi #29 eher in einer Zitterpartie als Triumphfahrt auf Platz zehn ins Ziel - genug für den Titel.

Nürburgring: Chaos schon am Start

Das Rennen begann im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Knall: Nach einem Startcrash wurde der Lauf für rund eine halbe Stunde unterbrochen. Jannes Fittje im Joos-Porsche #91 (Fittje/Jahn) und Pierre Kaffer im Rutronik-Audi #11 (Erhart/Kaffer) mussten für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus transferiert werden.


ADAC GT Masters Nürburgring: Highlights Rennen 2

Die Highlights vom Sonntagsrennen beim Finale des ADAC GT Masters 2021 auf dem Nürburgring

Der erste Start machte auch schon die Titelhoffnungen des Toksport-WRT-Mercedes #22 (Engel/Stolz) zunichte. Maro Engel versuchte es in Kurve 3 innen gegen Thomas Preining im Bernhard-Porsche #75 (Engelhart/Preining), doch der machte die Tür zu. Es kam zur Kollision, in die auch noch Dries Vanthoor im WRT-Audi #32 (Vanthoor/Weerts) involviert wurde.

Als das Rennen wieder neu gestartet wurde, verkündete die Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe gegen Engel. In Kenntnis der Strafe überließen ihm Klaus Bachler im Herberth-Porsche #7 (Bachler/de Silvestro) und Michael Ammermüller im SSR-Porsche #92 die Führungsarbeit.

Engel fühlte sich von der Rennleitung benachteiligt und wartete mit der Strafe, bis von den Kommissaren eine erneute Aufforderung kam. Um einer Schwarzen Flagge zu entgehen, saß Engel die Strafe letztlich doch ab. Der Mercedes-AMG GT3 #22 landete letztlich auf der 20. Position.

Muntere Kämpfe im Mittelfeld

An der Spitze wechselten beim Stopp die Positionen. Mathieu Jaminet übernahm per Undercut die Führung vor Simona de Silvestro. Der Franzose setzte sich im weiteren Rennverlauf immer mehr von den Verfolgern ab und hatte im Ziel fünf Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Das war am Ende Joel Eriksson im Bernhard-Porsche #74 (Eriksson/Holzer). Er und Rolf Ineichen im Grasser-Lamborghini #19 (Perera/Ineichen) gingen rund 18 Minuten vor Schluss an de Silvestro vorbei. Der Lamborghini-Pilot wurde Dritter, während seine Schweizer Landsfrau De Silvestro noch bis auf Rang sieben zurückfiel.

Der Kampf um Platz vier entschied sich erst in der absoluten Schlussphase. Die Oberhand behielt hier Mirko Bortolotti im Grasser-Lamborghini #63 (Bortolotti/Mapelli), der sich von außerhalb der Top 10 nach vorne kämpfte. Fünfter wurde Jusuf Owega im Phoenix-Audi #4 (Niederhauser/J. Owega) vor Igor Walilko im Zakspeed-Mercedes #13 (Walilko/Gounon).

Die beste Ausgangslage in diesem Kampf hatte zunächst Raffaele Marciello im Landgraf-Mercedes #70 (Buhk/Marciello). Doch der Italiener fuhr in seinem Stint Owega ins Heck und beschädigte sich den AMG nachhaltig. In den Schlussminuten löste sich der vordere Splitter, die Folge waren heftige Vibrationen, Funkenflug und schließlich Abtriebsverlust. Er wurde 19.

Mies/Feller retten Platz zehn

Und die neuen Champions Mies/Feller? Die mussten stärker zittern, als ihnen lieb war. Zwischenzeitlich fiel Ricardo Feller im dicht gedrängten Mittelfeld des ADAC GT Masters bis auf den zwölften Rang zurück. Nur eine weitere Position hätte er für den Titelgewinn noch einbüßen dürfen.

Doch die Zwischenfälle in der Gruppe vor ihnen kamen dem Audi-Duo entgegen. Feller ging in seinem Abschnitt an Jeffrey Schmidt im Callaway-Corvette #77 (Schmidt/Kirchhöfer) vorbei und hielt in der Schlussrunde Sven Müller im Herberth-Porsche #99 (Renauer/Müller) und Kim-Luis Schramm im Rutronik-Audi #33 (Marschall/Schramm) in Schach.

Letztlich reichte dem Land-Duo der zehnte Platz für den Titelgewinn, während der Finalsieg für SSR Performance nicht genug war. Am Ende steht es nach Punkten 199:195 für Christopher Mies und Ricardo Feller.

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