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Turvey: Erste GP2-Pole vor dem Formel-1-Test

Oliver Turvey holte in Abu Dhabi dominant seine erste GP2-Pole vor Dani Clos und dem künftigen Sauber-Piloten Sergio Perez - Ho-Pin Tung fährt statt Christian Vietoris

(Motorsport-Total.com) - Die Aussicht, dass er nächste Woche Formel-1-Tests sowohl für McLaren als auch für Pirelli bestreiten wird, scheint Oliver Turvey zusätzlich zu beflügeln. Der Brite holte beim Finale in Abu Dhabi seine erste Pole-Position in der GP2, und das dominant. iSport-Pilot Turvey legte am Schluss noch eine Zeit von 1:48.599 Minuten hin und war damit fast eine halbe Sekunde schneller als seine Rivalen.

Oliver Turvey

Oliver Turvey sicherte sich in Abu Dhabi seine erste Pole in der GP2 Zoom

Startplatz zwei sicherte sich Racing-Engineering-Pilot Dani Clos, Startplatz drei ging an den Sergio Perez (Addax), der seinen Formel-1-Vertrag bei Sauber bereits in der Tasche hat. Während Perez sicher in die Königsklasse aufsteigt, nutzen andere GP2-Piloten das Finale in Abu Dhabi, um sich noch einmal für Aufgaben in der Formel 1 zu empfehlen. Entsprechend umkämpft war auch das letzte Qualifying der Saison.

Gleich zu Beginn der Session lieferten sich Perez, Turvey und der künftige Ferrari-Testfahrer Jules Bianchi (ART) einen heißen Fight um die Bestzeit. Turvey lag zunächst um wenige Tausendstelsekunden vorn, dann setzte sich Bianchi an die Spitze. Allerdings begannen die Temperaturen zu sinken und die große Frage war, wie schnell die Piloten mit ihrem zweiten Reifensatz sein würden.

Jules Bianchi

Jules Bianchi rutschte am Ende noch auf den sechsten Platz zurück Zoom

Die Top-Positionen wechselten weiter, und wenige Minuten vor Schluss setzte sich Perez an die Spitze, nur um kurz darauf von Clos verdrängt zu werden. Doch dann setzte Turvey zu seiner Fabelrunde an, die von niemandem mehr geschlagen werden konnte. Fabio Leimer (ORT) sicherte sich Platz vier in der morgigen Startaufstellung, gefolgt von Davide Valsecchi (iSport), Bianchi fiel noch auf den sechsten Platz zurück vor Luiz Razia (Rapax).

Mit Spannung wird auch verfolgt, wie sich die beiden Bewerber um das vakante Marussia-Virgin-Cockpit neben Timo Glock schlagen. Am heutigen Freitag hatte Giedo van der Garde noch die Nase vorn. Der Niederländer holte im Freien Training die Bestzeit, im Qualifying fuhr er auf den achten Platz. Virgin-Testfahrer Jérôme D'Ambrosio, sein Rivale im Kampf um den Formel-1-Platz, belegte dagegen nur den 21. Rang. Pastor Maldonado, der um einen Platz bei Williams buhlt und kommende Woche für HRT testen wird, kam auf Startplatz 15.

Romain Grosjean (DAMS) und Sam Bird (ART), der nächste Woche für Mercedes testen darf, komplettierten hinter van der Garde die Top 10. Interessant: Grosjean fährt bei DAMS wieder für den Chinesen Ho-Pin Tung. Dieser musste seit Anfang August pausieren, nachdem er sich auf dem Hungaroring einen Lendenwirbel angebrochen hatte. Er ist zwar schon seit Wochen wieder fit, doch die Ärzte gingen auf Nummer sicher und untersagten ihm den Start in Abu Dhabi.

Nun ist Renault-Ersatzfahrer Tung aber doch dabei: Er fährt bei Racing Engineering statt Christian Vietoris, der sich kurz vor dem Rennwochenende einer Blinddarm-Operation unterziehen musste. Allerdings kam er nur auf den 23. Platz.

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