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Vergne mit siebtem Sinn: Er fragte für Techeetah bei da Costa an!

Jean-Eric Vergne hat bei Antonio Felix da Costa angefragt, weil das Gefühl hatte, dass Andre Lotterer Techeetah für Porsche verlassen wird

(Motorsport-Total.com) - Jean-Eric Vergne hat auf sein Bauchgefühl vertraut, als er ahnte, dass Andre Lotterer Techeetah verlassen wird, um bei Porsche in der Formel E anzuheuern. Deshalb hat Vergne auch gleich bei Antonio Felix da Costa angefragt, ob er sich vorstellen könne, in der Saison 2019/20 für Techeetah zu fahren.

Antonio Felix da Costa, Jean-Eric Vergne

Da Costa und Vergne fahren 2019/20 für Techeetah Zoom

Genau zu diesem Deal ist es letztlich auch gekommen: Da Costa wird in der kommenden Saison der Elektroserie Seite an Seite mit Vergne auf Punktejagd gehen. Lotterer wechselt hingegen zu Porsche, wo er schon in der Langstrecken-WM (WEC) seine Heimat hatte.

Zwischen Vergne und Lotterer hat sich in ihrer gemeinsamen Zeit bei Techeetah eine starke Freundschaft entwickelt. Der Franzose hat bereits während der 24h von Le Mans mit da Costa Kontakt aufgenommen, da er gespürt hat, dass es Lotterer zurück nach Porsche zieht. Damals hatte der Deutsche eigentlich noch ein Jahr Vertrag bei Techeetah.

"Ich habe das selbst eingefädelt", sagt Vergne. "Ich kenne Andre sehr gut und jeder wusste, dass er noch ein Jahr Vertrag hat. Auf der Seite des Teams war alles in Ordnung. Es war Andre, der weiterziehen wollte. Ich habe viel mit ihm gesprochen und dem Team gesagt: 'Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass André uns verlassen wird.'"

Laut Vergne hat das Team dem Rat des erfahrenen Franzosen erst keine Beachtung geschenkt. Jedoch hat der Techeetah-Pilot darauf bestanden, eine Alternative in der Hinterhand zu haben, sollte Lotterer gehen. "Ich hatte das Gefühl schon in Le Mans, aber das Team hat mir nicht geglaubt", erklärt Vergne.

Dann hat er auf eigene Faust Kontakt mit da Costa aufgenommen, um diesen die Möglichkeit eines Wechsels näherzubringen. "Ich habe gesagt, dass er mit seinem Anwalt überprüfen soll, ob es überhaupt machbar ist", so Vergne. "Das Team war glücklich darüber, mit Antonio eine Option zu haben, denn sonst wäre es womöglich zu spät gewesen."

Da Costa habe die Idee sehr positiv aufgenommen, da er immer einen starken Teamkollegen an seiner Seite haben wolle, sagt Vergne. Die beiden hoffen, sich gegenseitig ans Limit zu pushen, um in der Saison 2019/20 Erfolge in der Formel E zu feiern. Vergne freut sich, dass sein Coup geklappt hat: "Es wäre kein ander Formel-E-Fahrer mit dieser Erfahrung verfügbar gewesen", ist er sich sicher.

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