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Renault-Erfolge setzten Nissan in der Formel E unter Druck

Nissan übernimmt in der nächsten Formel-E-Saison die Rolle der Konzernschwester Renault, doch deren Erfolge sind für die Japaner keine Garantie für künftige Siege

(Motorsport-Total.com) - In der Formel-E-Saison 2018/19 kommt es im Zuge der Einführung des neuen Autos auch zu einer Rochade zweier Hersteller. Renault übergibt an die Konzernschwester Nissan und konzentriert sich künftig auf die Formel 1. Die Japaner arbeiten ab sofort als Hersteller mit e.dams zusammen, die mit Renault 15 Rennsiege gefeiert und 2015/16 mit Sebastien Buemi den Fahrermeister gestellt hatten.

Nissan

Nissan ist ab der nächsten Saison in der Formel E am Start Zoom

Dass sich diese Erfolgsgeschichte mit Nissan nahtlos fortsetzt, ist für Nissan-Motorsportchef Michael Carcomo nicht zwangsläufig. Er sieht die Bilanz der Konzernschwester Renault auch ein Stück weit als Bürde. "Das setzt uns gehörig unter Druck, das kann ich Ihnen sagen", sagt er.

Auf der anderen Seite gebe es aber auch die Gewissheit, mit einem Einsatzteam zu arbeiten, das weiß, wie man in der Formel E Rennen und Meisterschaften gewinnt. "Wir wissen, wozu das Team in der Lage ist. e.dams ist ein solides Team, das uns eine gute Basis gibt", sagt Carcomo. "Ich bin aber nicht so naiv zu denken, dass uns eine solche Ausgangslage automatisch gute Ergebnisse beschert."

Denn durch die Einführung des neuen Autos werden die Karten seiner Meinung nach in der kommenden Saison ohnehin neu gemischt. "Es wird viele neue Dinge geben und unerwartete Wendungen, aber ich hoffe, dass wir uns gut vorbereiten und mit einer soliden Basis nach Riad fahren", sagt Carcomo.

Auf die Frage, welche Ziele sich Nissan in seiner ersten Saison in der Formel E setzt, weicht der Motorsportchef aus. "Eigentlich möchte ich mich nicht darauf festlegen, was wir erreichen wollen. Wenn wir die Zuversicht haben, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen und Fortschritte machen, werden die Resultate von alleine kommen", meint Carcomo.

"Man kann sich perfekt vorbereiten und trotzdem im Rennen Pech haben. Es müssen eine Menge Dinge zusammenkommen, einfach wird es nicht. Aber früher oder später werden wir es schaffen", ist er überzeugt.

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