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Mercedes-Ausstieg: Einsatzmannschaft will in der Formel E weitermachen

Das aktuelle Mercedes-Werksteam will auch nach dem Rückzug der Herstellers weiter an der Formel E teilnehmen - Umzug in die F1-Fabrik findet statt

(Motorsport-Total.com) - Das aktuelle Werksteam von Mercedes in der Formel E hat seine Absicht bekräftig, auch nach dem Ausstieg des deutschen Autobauers nach 2022 weiter in der Elektrorennserie anzutreten. "Ehrlich gesagt, haben wir eine Menge verschiedener Szenarien, die wir uns im Moment anschauen", sagt Teamchef Ian James der englischsprachige Ausgabe von 'Motorsport.com'.

Stoffel Vandoorne beim Rennen der Formel E 2021 in Berlin

Mercedes-Fahrer Stoffel Vandoorne beim Rennen der Formel E 2021 in Berlin Zoom

"Das reicht von einem vollwertigen Werksteam, wie wir es heute sind, bis zu einem Kundenteam. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es verschiedene Varianten", skizziert James verschiedene Optionen.

Mercedes hatte im August an Rande des Saisonfinales in Berlin-Tempelhof verkündet, sich als Hersteller nach der Saison 2022 und damit gerade einmal nach drei Jahren aus der Formel E zurückzuziehen. Gleichzeitig hatte Mercedes aber erklärt, dass die aktuelle Teamführung an einem Fortbestand der Mannschaft und einer weiteren Teilnahme in der nach 2022 beginnenden Gen-3-Ära arbeiten werde.

Daraufhin kamen Spekulationen auf, Teamchef James und Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff könnten das Team im Zuge eines sogenannten Management-buy-out übernehmen und in Eigenregie fortführen. Ein Vorbild dafür wäre der Rückzug des Honda-Werksteams aus der Formel 1 im Jahre 2008, nachdem der Rennstall von Teamchef Ross Brawn in der nächsten Saison als Privatteam weitergeführt wurde.


In einem turbulenten Saisonfinale sichert sich Nyck de Vries den ersten Weltmeistertitel in der Formel E-Geschichte. Trotz des Ausscheidens vieler Meisterkonkurrenten riskierte de Vries bis zum Ende alles.

Helfen könnte bei diesen Bestreben das Reglement der Formel E, das Hersteller eines Antriebsstrang verpflichtet, interessierten Kunden zu beliefern. "So wie die Serie strukturiert ist, ist das möglich", sagt James. "Das ist positiv, denn es gibt den beteiligten Unternehmen so viel Flexibilität wie möglich."

Ungeachtet des Rückzugs von Mercedes wird weiterhin an den Plänen festgehalten, das aktuell auf verschiedene Standorte verteilte Team am Sitz des Formel-1-Rennstalls zu konzentrieren. "Die Absicht war immer, den Großteil der Aktivitäten nach Brackley zu verlagern. Die wichtigsten Zentren werden in Brackley und Brixworth liegen. Das wird alles passieren."

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