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  • 08.10.2018 · 15:28

HWA Racelab: Neue Werkshalle für das Formel-E-Projekt

Auf 630 Quadratmetern wächst bei HWA in Affalterbach gerade jenes Formel-E-Projekt heran, das in einem Jahr das Mercedes-Werksteam werden soll

(Motorsport-Total.com) - Das HWA-Team (offiziell: HWA Racelab) hat heute am Firmensitz in Affalterbach den optischen Auftritt und den ersten Fahrer (Gary Paffett) für die Debütsaison 2018/19 in der Formel E präsentiert. Als Fahrzeug kommt das neue Generation-2-Car VFE-05 von Venturi zum Einsatz. Das Design mit schwarzer Karbonoptik und Akzenten in der Farbe "Technical Blue" kann dabei am ehesten als futuristisch beschrieben werden und weist zumindest im Ansatz Ähnlichkeiten mit jenem des Mercedes-Formel-1-Teams auf.

Mercedes wird 2019/20 werksseitig in die Formel E einsteigen und auf HWA Racelab aufsetzen. Momentan - und darauf legt man in der Kommunikation nach außen größten Wert - handelt es sich aber um kein Mercedes-Projekt. Auch wenn natürlich alle Weichen für die Zukunft in enger Absprache mit der Marke mit dem Stern gestellt werden.

"Wir freuen uns auf die neuen Herausforderungen, die mit der Formel E verbunden sind", sagt Teamchef Ulrich Fritz. "In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir sehr hart gearbeitet, um ein gutes Fundament für den Einstieg in diese hart umkämpfte Serie zu legen. Dabei haben wir sehr von der Erfahrung in der Zusammenarbeit mit dem Venturi-Team profitiert, die wir in der vergangenen Saison als technischer Partner unterstützt haben."

"Nun sind wir mit unserem eigenen Team gut aufgestellt, um nun unter eigener Flagge anzugreifen. Wir gehen diese Aufgabe mit einer gesunden Mischung aus Selbstbewusstsein und Respekt an. Die vor uns liegende Saison wird ein Lernjahr für HWA Racelab, aber ich bin überzeugt, dass wir uns sehr schnell in der Serie etablieren und wettbewerbsfähig sein können."

Dreh- und Angelpunkt von HWA Racelab ist eine neue Zentrale in Affalterbach. Auf dem HWA-Gelände operiert das Team von einer neuen, 630 Quadratmeter großen Werkshalle aus, die ausschließlich für die Formel-E-Einsätze konzipiert wurde. Neben dem Aufbau der Rennfahrzeuge erfolgt am Standort auch die Fertigung von Komponenten sowie das Testen und die Rennvorbereitung per Simulator.

Als Teamchef trägt Ulrich Fritz die Gesamtverantwortung für das neue Formel-E-Engagement. Dem Vorstand der HWA AG und langjährigen DTM-Teamchef zur Seite stehen wird Franco Chiocchetti als Einsatzleiter. Der Südafrikaner kam im März vom Abt-Audi-Team zu HWA und besitzt langjährige Erfahrung in der Formel E als technischer Einsatzleiter und Renningenieur.

Komplettiert wird der Führungskreis durch den Einsatzleiter an der Rennstrecke, Martin Marx, der in dieser Funktion schon entscheidend zu den zahlreichen Erfolgen von HWA in der DTM beitragen konnte.

Präsentation HWA Racelab

Das "Technical Blue" weist Ähnlichkeiten mit dem Formel-1-Mercedes auf Zoom

"Seitdem ich für HWA das Projekt übernommen habe, konnten wir schon viele wichtige Weichen stellen", sagt Chiocchetti. "Ich kenne das besondere Anforderungsprofil der Formel E sehr gut. Es unterscheidet sich stark von traditionellen Rennserien. Dies gilt sowohl für die Events selber, die nicht auf permanenten Rennstrecken stattfinden, sondern auf den Straßen von großen Städten, als auch für die ganze technische Seite. Die Ingenieure und Mechaniker müssen im Umgang mit der innovativen Elektrotechnik vollkommen neue Dinge beachten."

Marx ergänzt: "Ich freue mich, dass die Saison 2018/19 nun immer näher rückt. Vor dem Start in Riad stehen noch einige wichtige Punkte auf unserem Programm. Nächste Woche finden in Valencia die offiziellen Testfahrten aller Teams statt. Das wird die Feuertaufe für unsere beiden Rennfahrzeuge. Eine erste wirkliche Standortbestimmung werden wir aber erst beim Saisonauftakt erleben. Die Vorbereitungen dafür laufen auf jeden Fall auf Hochtouren."

Mit zehn Fahrertiteln und über 180 Siegen als Einsatzteam von Mercedes in der DTM gehört HWA zu den erfolgreichsten Playern im internationalen Motorsport. Darüber hinaus schöpft HWA Racelab aus weiteren Kernkompetenzen des Unternehmens, etwa in der Entwicklung, Fertigung und Betreuung von GT-Fahrzeugen für den Kundensport oder dem Bau von Formel-3-Rennmotoren.

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