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Formel E New York 2019: Buemi siegt - Titelentscheidung vertagt

Sebastien Buemi gewinnt das Samstagsrennen beim Formel-E-Finale 2018/19 in New York, während Tabellenführer Jean-Eric Vergne eine Nullnummer schreibt

(Motorsport-Total.com) - Sebastien Buemi (Nissan e.dams) hat das Samstagsrennen zum ePrix von New York auf dem Stadtkurs in New Yorker Stadtteil Brooklyn gewonnen und mit seinem ersten Saisonsieg seine Chancen auf den Gewinn des Fahrertitels in der Formel E 2018/19 gewahrt (Fotos: ePrix von New York, Rennen 1).

Sebastien Buemi

Mit seinem ersten Saisonsieg hat Sebastien Buemi seine Titelchance gewahrt Zoom

Im Gegenzug kam der als Tabellenführer angereiste Titelverteidiger Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) nur auf Platz 14 ins Ziel und hat damit einiges von seinem Punktevorsprung eingebüßt. Die Chance auf die vorzeitige Titelverteidigung hat der Franzose klar verpasst.

Einen Rennen vor Schluss der Saison gibt es neben Vergne und Buemi noch zwei weitere Fahrer, die für den diesjährigen Titelgewinn in Frage kommen: Audi-Pilot Lucas di Grassi, der das Samstagsrennen auf P5 beendet hat und Jaguar-Pilot Mitch Evans, der hinter Sieger Buemi als Zweiter ins Ziel gekommen ist.

"Das ist ein ziemlich emotionaler Moment für mich, denn es ist fast zwei Jahre her, dass ich zuletzt gewonnen habe", so Sieger Buemi in Anspielung auf seinen bislang letzten Sieg, der in Berlin in der Saison 2016/17 zustande gekommen war. Sein erster Saisonsieg 2018/19 gelang dem Schweizer am Samstag in souveräner Manier in Form eines Start-Ziel-Sieges.

Start: Buemi führt - Vergne mit frühen Problemen

Zu Beginn des Wochenendes hatten noch acht Piloten rechnerische Chancen auf den Gewinn des Formel-E-Titels 2018/19. Daniel Abt (Audi) allerdings fiel nach dem Qualifying aus diesem Achterkreis heraus, weil er schon die drei Bonuspunkte für die Pole-Position verpasst hat. Diese ging mit neuem Streckenrekord überlegen an Buemi. Damit hielt der Schweizer seine ganz geringen Titelchancen am Leben. Im Rennen sollte es für ihn noch besser kommen.

Beim Start des auf 45 Minuten und eine Runde angesetzten Rennens münzte Buemi den Vorteil der Pole-Position souverän in die Führung um. Er bog vor Alex Lynn (Jaguar) in die erste Kurve ein. Indes rieb sich Tabellenführer und Titelfavorit Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) im Mittelfeld auf. Vom zehnten Startplatz losgefahren, fiel der Franzose im Verlauf der ersten Runde auf P13 zurück.

In der zweiten Runde fing sich Vergne im dichten Getümmel einen Reifenschaden ein. Auslöser war eine Berührung ausgerechnet mit DS-Techeetah-Teamkollege Andre Lotterer. So musste der Titelverteidiger schon am Ende des zweiten Umlaufs außerplanmäßig die Box ansteuern. Dabei fiel er im 22-köpfigen Feld bis auf P21 zurück und hatte von da an einen Haufen Arbeit vor sich.

Vergnes Glück: Sein schärfster Verfolger in der Gesamtwertung - Audi-Pilot Lucas di Grassi - fuhr vom 14. Startplatz gekommen selber noch außerhalb der Top 10. An der Spitze führt derweil weiter Buemi, geriet aber unter starken Druck von Lynn.

Lynn wiederum hatte Alexander Sims (BMW) direkt im Nacken sitzen. Und auch Daniel Abt lag nicht weit zurück. Hinter den Top 4 klaffte eine Lücke zum Fünftplatzierten Pascal Wehrlein. Der Mahindra-Pilot war aus der ersten Reihe gestartet, aber früh zurückgefallen.

Buemi-Verfolger Lynn fällt aus - Evans wahrt Titelchance

Kurz nach Halbzeit des Rennens war Feierabend für Lynn. An zweiter Stelle liegend rollte der Jaguar mit der Startnummer 3 aus. Sims und Abt rückten auf die Podestplätze vor. Wehrlein folgte mit Respektabstand kurzzeitig als Vierter, bevor er weitere Positionen verlor.

20 Minuten vor Schluss gab es einen Safety-Car-Phase, um den liegengebliebenen Jaguar-Boliden von Lynn abschleppen zu können. Beim Restart verteidigte Buemi die Spitze souverän gegen Sims. Dahinter aber schob sich Lynns Jaguar-Teamkollege Mitch Evans an die dritte Stelle nach vorn und hielt damit seinerseits seine Titelchancen am Leben.

Mehr noch: Zehn Minuten vor Schluss fand Evans am Ende der Gegengerade einen Weg an Sims vorbei und übernahm damit die zweite Position hinter Spitzenreiter Buemi. Auch Sims' BMW-Teamkollege Antonio Felix da Costa kam am Briten vorbei. Dem Portugiesen reichte dies allerdings nicht, um im Titelrennen zu bleiben.

Vergne verliert Chance auf Punkte in letzter Runde

Buemi fuhr seinen ersten Saisonsieg schließlich souverän nach Hause, gefolgt von Evans und Felix da Costa. Die Top 5 rundeten Sims und di Grassi ab. Abt und Wehrlein führten auf P6 und P7 die zweite Hälfte der Top 10 an. Komplettiert wurden diese von Sam Bird (Virgin; 8.), Jerome D'Ambrosio (Mahindra; 9.) und Oliver Turvey (NIO; 10.).

In der letzten Runde verpasste Tabellenführer Vergne, der inzwischen wieder an zehnter Stelle lag, endgültig die Chance auf Punkte am Samstag.

Der Franzose wurde in eine Kollision verwickelt, an der neben ihm selbst auch Teamkollege Lotterer sowie Stoffel Vandoorne (HWA) und Fleipe Massa (Ventrui) beteiligt waren. Mit beschädigter linker Vorderradaufhängung schleppte sich Vergne auf P14 - außerhalb der Punkteränge - ins Ziel.

Vor dem Finale am Sonntag: Noch vier Piloten mit Titelchancen

Neben Vergne und Rennsieger Buemi sind Lucas di Grassi (P5) und Mitch Evans (P2) die zwei die einzigen weiteren im Spiel verbliebene Kandidaten auf den Gewinn des Fahrertitels in der fünften Saison der Formel-E-Geschichte.

Di Grassi hat als Tabellenzweiter nun 22 Punkte Rückstand auf Vergne. Evans fehlen 25 Punkte, Buemi fehlen 26 Punkte. Maximal 29 Punkte sind am Sonntag noch zu holen.


Formel E: Dramatische Titelentscheidungen

Vor dem Saisonfinale der Formel E in New York blicken wir auf die dramatischsten Titelentscheidungen der Elektro-Rennserie zurück. Weitere Formelsport-Videos

Im Gegenzug ist der Titelzug für Antonio Felix da Costa (P3), Andre Lotterer (P17) und Robin Frijns (Ausfall) endgültig abgefahren, nachdem dies für Daniel Abt (P6) bereits nach dem Qualifying der Fall gewesen war.

Mit dem zweiten Rennen des ePrix von New York geht die Formel-E-Saison 2018/19 am Sonntag zu Ende.

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