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Formel E Marrakesch 2022: Mortara siegt und übernimmt WM-Führung

Edoardo Mortara feiert in Marrakesch Saisonsieg Nummer drei in der Formel E: DS-Techeetah verzettelt sich bei Teamorder - Enttäuschung für die deutschen Piloten

(Motorsport-Total.com) - Edoardo Mortara hat am Samstag das zehnte Saisonrennen der Formel-E-Weltmeisterschaft 2022 auf dem Circuit Moulay El Hassan in Marrakesch gewonnen. Der Schweizer hielt dem Schlussspurt von Polesetter Antonio Felix da Costa (DS-Techeetah) in Schach und siegte nach 34 Runden mit einem Vorsprung von 2,297 Sekunden.

Edoardo Mortara

Edoardo Mortara feierte in Marrakesch Saisonsieg Nummer drei Zoom

Dritter wurde Mitch Evans (Jaguar), der in der letzten Runde Jean-Eric Vergne (DS-Techeetah) vom letzten Podiumsrang verdrängt. Auf den Positionen fünf bis sieben kamen Lucas di Grassi (Venturi), Nyck de Vries (Mercedes) und Jake Dennis (Andretti) ins Ziel. Durch den dritten Saisonsieg übernahm Mortara die Führung in der Gesamtwertung und liegt mit 139 Punkten nur elf Zähler vor Vergne.

Achter wurde der bisherige Meisterschaftsführende Stoffel Vandoorne (Mercedes), der nach einem enttäuschenden Qualifying von Startplatz 20 aus eine starke Aufholjagd zeigte und Schadensbegrenzung betrieb. Sam Bird (Jaguar) und Oliver Rowland (Mahindra) komplettierten die Top 10.

Nullnummer für Porsche und Günther

Für die deutschen Piloten gab es in Marrakesch nichts zu holen. Pascal Wehrlein (Porsche), der von Startposition vier ins Rennen gegangen war, konnte das Tempo der Spitze zu keinem Zeitpunkt haltenm, fiel Position um Position zurück und kam als Zwölfter ins Ziel.

Teamkollege Andre Lotterer fuhr nach seiner Disqualifikation im Qualifying vom letzten Startplatz aus auf Rang 15. Geburtstagskind Maximilian Günther (Nissan-e.dams), der heute 25 Jahre alt wird, war nie in Reichweite der Punkteränge und stellte sein Auto zwei Runden vor dem Rennenende ab.

Bei heißen Temperaturen von 33 Grad Celsius entwickelte sich ein für die Formel E ungewöhnliches Rennen, bei dem die Fahrer sehr früh den Attack-Mode aktivierten. Nach 20 Minuten waren die zweimal drei Minuten Zusatzleistung von fast allen Piloten bereits verbraucht.

Attack-Mode wird früh aktiviert

In dieser Phase ging Mortara an Felix da Costa vorbei, nachdem der Polesetter das Rennen zunächst angeführt hatte. Wie schwierig die Aktivierung des Attack-Mode sein kann, musste Nick Cassidy (Envision) in Runde 6 erfahren. Beim Versuch, die Aktivierungszone zu durchfahren, drehte sich der Neuseeländer.

Für Vergne wurde das Rennen gegen Halbzeit turbulent. Innerhalb von zwei Runden fiel der zweifache Meister von Position drei auf sechs zurück, arbeitete sich in der Folge aber wieder nach vorne. Dabei fuhr er in Runde 15 auf das Auto von Rowland auf, wobei die Fahrzeugnase und der Frontflügel seines Autos beschädigt wurden.

Das bremste Vergne aber zunächst nicht ein, er verbesserte sich wieder auf Rang drei und lag dann hinter seinem Teamkollegen Felix da Costa, der im Gegensatz zu Vergne nicht mehr um die Meisterschaft kämpft. Die beiden DS-Techeetah-Piloten hatten nun gute Karten, denn sie hatten etwas weniger Energie als der Führende Mortara verbraucht.

Teamorder von DS-Techeetah schlägt fehl

Dann griff der Kommandostand von DS-Techeetah ins Rennen ein. Und verzettelte sich dabei. In Runde 25 bekam Vergne per Funk die Anweisung: "Geh in Kurve 7 an ihm [Felix da Costa] vorbei." Und auch Felix da Costa hatte offenbar eine entsprechende Anweisung erhalten und ließ seinen Teamkollegen an besagter Stelle ohne Gegenwehr passieren.

Jean-Eric Vergne

Statt des Sieges holte Jean-Eric Vergne letztlich nur Rang vier Zoom

Vergne war anschließend aber nicht in der Lage, seinen Meisterschaftsrivalen Mortara anzugreifen. Immer stärker wirkte sich der Frontschaden auf die Performance seines Boliden aus. Das erkannte in Runde 29 auch Felix da Costa. "Ich kann Mortara packen", funkte der Portugiese an die Box.

Kurz darauf ließ Vergne ihn vorbei, die Teamorder von DS-Techeetah war gescheitert. Und das gleich doppelt, denn Felix da Costas Schlussspurt gegen Mortara kam zu spät, während Verne immer langsamer wurde und in der letzten Runde Evans nach einem entschlossenen Angriff passieren lassen musste.

In der Fahrerwertung der Formel E führt sechs Rennen vor dem Saisonende wie bereits erwähnt nun Mortara mit 139 Punkte vor Vergne (128), Vandoorne (125) und Evans (124). Bei den Teams übernahm Venturi mit 205 Punkten die Führung, allerdings nur knapp vor DS-Techeetah (203) und Mercedes (198).

Weiter geht es mit der Formel E schon in zwei Wochen. Am 16. und 17. Juli steigt ein sogenannter Double-Header mit zwei Rennen in der US-Metropole New York City.

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