Formel E Jakarta 2023: Befreiungsschlag für Wehrlein und Porsche!

Pascal Wehrlein holt den Sieg beim Jakarta E-Prix und meldet sich im WM-Kampf zurück - Maximilian Günther sorgt für zwei Deutsche auf dem Podest - Punkte für Abt

(Motorsport-Total.com) - Es muss eine zentnerschwere Last gewesen sein, die Pascal Wehrlein von den Schultern fiel: Der Porsche-Pilot gewann das erste Rennen des Jakarta E-Prix 2023 und meldet sich damit im Kampf um die Weltmeisterschaft zurück, weil sein Rivale Nick Cassidy (Envision) nur Siebter wurde. (Ergebnis Jakarta, Rennen 1)

Titel-Bild zur News: Pascal Wehrlein meldet sich mit dem Sieg in Jakarta im WM-Kampf zurück

Pascal Wehrlein meldet sich mit dem Sieg in Jakarta im WM-Kampf zurück Zoom

Wehrlein überholte Polesetter Maximilian Günther (Maserati; 3.) eingangs der vierten Runde in Kurve 1 und gab die Führung danach nur durch Attack Modes ab. Mit dem Sieg rückt er in der Weltmeisterschaft bis auf zwei Punkte an Cassidy heran.

"Ein großes Dankeschön an das Team. Wir hatten nicht damit gerechnet, so weit zurück zu liegen. Jetzt war erst einmal Pause. Wir haben genau analysiert, warum das so war. Unser großes Problem war das Qualifying. Heute habe ich mit Platz drei meinen besten Startplatz der Saison geholt", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot. (WM-Stand Formel E 2023)

Dennis verärgert über Wehrleins Fahrweise

Sein großer Gegner im Rennen war Jake Dennis (Andretti; Platz 2). Der Kampf war hart und in Runde 24 kam es zum Showdown, der das Rennen mehr oder weniger entschied. Dennis hatte sich seinen zweiten Attack Mode aufgespart und war bereits an Günther vorbeigezogen.

In Kurve 1 wagte er einen Angriff auf Wehrlein, doch der blockte ab. Das brachte Dennis auf die Palme: "Ich bin ziemlich sauer. Es war schwierig, hinter Wehrlein zu fahren, weil er zu früh gebremst hat. Das ist gefährlich, ich weiß nicht, warum er nicht bestraft wird. Und ich darf mich nicht beschweren, weil wir ein Porsche-Kundenteam sind. Das ist doch lächerlich!" (Völlig irre! Dennis tobt nach Wehrlein-Block)

Wehrlein sieht es naturgemäß gelassener: "Es war nicht einfach. Ich wusste, dass die anderen mehr Energie haben, weil sie im Windschatten fuhren. Einmal musste ich hart verteidigen. Da habe ich mich mega breit gemacht und versucht, spät zu bremsen."

Dennis wurde durch den missglückten Angriff aufgehalten und wieder in ein Scharmützel mit Günther verwickelt. Dadurch konnte sich Wehrlein um eine Sekunde absetzen. Dennis und Günther kamen zwar noch einmal heran, doch Wehrlein war von der Spitze nicht mehr zu verdrängen.

Dennis gibt zu, das Rennen am Start verloren zu haben, als er von Startplatz zwei auf P4 hinter Stoffel Vandoorne (DS-Penske; 4.) zurückfiel. "Ich hatte beim Start zu viel Wheelspin." Das galt generell für alle, die von den geraden Startpositionen losfuhren, denn neben der Ideallinie lag jede Menge Sand.

Günther konnte nicht viel mehr tun, als sich das Duell an der Spitze von P3 aus der Loge anzuschauen. "Die Balance war nicht optimal. Hätten wir das hinbekommen, hätten wir gewinnen können", sagte der Polesetter.

"Am Start hatte ich ein Problem, fast einen Stall, und hatte Glück, dass ich vorne geblieben bin. Die anderen waren einen Tick zu schnell. Aber die Punkte für Platz drei nehme ich gerne mit." Es ist sein zweiter dritter Platz in dieser Saison nach dem spannenden Finale beim ersten Rennen in Berlin.

Jaguars schießen sich wieder ab!

Die beiden DS-Penske belegten die Plätze vier und fünf - das Maximum, das für Vandoorne und Jean-Eric Vergne (5.) drin war. Vandoorne fuhr eine asymmetrische Attack-Mode-Strategie, die Dennis noch mehr Zeit kostete. Doch auch damit konnte der Belgier nicht wirklich in den Kampf um die Podestplätze eingreifen.

Vor Cassidy, der bei einem missglückten Angriff auf Vergne Glück hatte, überhaupt die Zielflagge zu sehen, sah mit Edoardo Mortara (6.) der zweite Maserati die Zielflagge, Antonio Felix da Costa (Porsche) wurde Achter. Er profitierte von einer Reihe von Zwischenfällen, unter anderem einem erneuten Desaster für Jaguar.

Zum zweiten Mal nach Hyderabad räumte Sam Bird (21.) seinen Teamkollegen Mitch Evans (DNF) ab. Beide lagen zu diesem Zeitpunkt in den Punkterängen. Bird fiel aus den Punkten, Evans schied aus - ein Debakel für das Jaguar-Team, das schon im Qualifying nicht geglänzt hatte und sich mühsam nach vorne kämpfen musste. Für Evans fährt der WM-Zug langsam ab.

Auch Rene Rast (McLaren; 12.) fiel nach einem Dreher ohne Fremdeinwirkung aus den Punkterängen. So sammelte Robin Frijns (9.) zwei Punkte für Abt-Cupra, den letzten Zähler holte Jake Hughes (McLaren; 10.), der damit Schadensbegrenzung an einem schwierigen Tag betrieb.

Debütant David Beckmann (Andretti; 17.) fuhr ein fehlerfreies Rennen, verfehlte aber sein selbst gestecktes Ziel, in die Punkte zu fahren. Bereits in der Startphase geriet er mit Sebastien Buemi (Envision; 20.) aneinander, der sich dabei einen Reifenschaden zuzog.

Neben Jaguar blieben auch Nissan, Nio und Mahindra ohne Punkte. Am Sonntag bietet sich im zweiten Teil des "Double-Headers" in Jakarta die Chance zur Wiedergutmachung. (Alle Infos zum Jakarta E-Prix 2023)

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