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Beckmann und Zendeli: Zwei Deutsche in der Formel 3 in den Top 10

In den ersten Formel-3-Rennen konnten zwei Deutsche im Spitzenfeld mitmischen - Sowohl David Beckmann als auch Lirim Zendeli haben keinen einfachen Background

(Motorsport-Total.com) - Mit Sophia Flörsch, David Schumacher, David Beckmann und Lirim Zendeli sind vier deutsche Nachwuchsfahrer in der Formel-3-Saison 2020 am Start. Zwei von ihnen sind nach den ersten drei Rennwochenenden in Spielberg und Budapest in den Top 10 der Gesamtwertung, die vom Australier Oscar Piastri angeführt wird.

David Beckmann

David Beckmann wäre in diesem Jahr eigentlich gar nicht Formel 3 gefahren Zoom

Beckmann konnte zuletzt auf dem Hungaroring seinen ersten Sieg feiern. Zudem stand er in Österreich zweimal auf dem Podest. Damit fuhr sich der 20-Jährige aus Iserlohn ins Rampenlicht, denn nach der Saison 2019 stand er praktisch vor dem Aus.

2018 konnte Beckmann mit Trident noch drei GP3-Siege feiern. Bei ART blieben 2019 die Erfolge aus und er fand kein Cockpit für dieses Jahr. "Ich muss zugeben, dass ich in meinen Augen etwas zu früh in die Formel 3 gekommen bin", sagt Beckmann bei 'Sky'.

Prägendes Jahr 2019

"Die meiste Erfahrung habe ich aber definitiv aus dem letzten Jahr gezogen, weil es ein sehr schlechtes Jahr war." Im vergangenen Jahr hatte Beckmanns Vater zudem einen schweren Autounfall. Deshalb musste er sich auch familiär stärker engagieren.

David Beckmann

Mit etwas Glück klappte es in Budapest mit dem Rennsieg Zoom

Beckmann übernahm auch die Windkraftradfirma seines Vaters. Dann kam Corona, doch für seine Rennfahrerkarriere war das kein unpassender Zeitpunkt. "Weil sich die ganze Saison verschoben hat. Dadurch hatte ich Zeit, mich auf die Firma zu konzentrieren."

"Als es in Spielberg losgegangen ist, hatte ich die meisten Projekte schon erledigt und sehr viel geschafft. Wenn man so etwas erlebt, dann geht einem das sehr nahe und wirkt sich auch auf den Sport aus. Ich denke, ich bin sehr stark gereift."

Aktuell fährt Beckmann wieder für den italienischen Trident-Rennstall, für den er 2018 Rennen gewonnen hat. "Ungefähr vier Wochen vor dem Auftakt in Spielberg habe ich von Trident einen Anruf erhalten, dass noch ein Platz frei ist, weil ein Fahrer abgesprungen ist."

Somit konnte Beckmann doch noch seine Formel-3-Karriere fortsetzen. "Die ersten drei Rennwochenenden sind sehr gut gelaufen. Ich bin Vierter in der Meisterschaft und habe in Budapest den ersten Sieg eingefahren." Sein erklärtes Ziel lautet, es in die Formel 1 zu schaffen.

Auch Zendeli will in die Formel 1

Diesen Traum verfolgt auch Zendeli, der vor Silverstone auf dem siebten Platz der Meisterschaft zu finden ist. Er ist so wie Beckmann 20 Jahre alt und wurde in Bochum geboren. Seine Eltern stammen aus Albanien von Nordmazedonien und kamen 1997 als Flüchtlinge nach Deutschland.

Lirim Zendeli, David Beckmann

Lirim Zendeli vor seinem Trident-Teamkollegen David Beckmann Zoom

Dass er es im Motorsport überhaupt so weit gebracht hat, spricht für sein Talent. "Das ist verdammt schwierig, wenn man nicht aus Familienverhältnissen stammt, wo die Millionen spielen. Da ist es schon schwer, über den Kartsport hinauszuwachsen", sagt Zendeli bei 'Sky'.

Er fährt seine zweite Formel-3-Saison. 2019 war er im Sauber-Juniorteam Charouz am Start, doch Zendeli fuhr nur bei zwei Rennen in die Punkteränge. 2019 erfolgte der Wechsel zu Trident, womit er nun Teamkollege von Beckmann ist.

Der Teamwechsel zahlte sich bisher aus. "Ich möchte wieder in die Top 3 der Meisterschaft. Jetzt kommen Strecken, wo man fahrerisch was abrufen muss. Silverstone ist eine Strecke, auf der jede Kurve passen muss, sonst ist man weit hinten", weiß Zendeli. Insgesamt vier Formel-3-Rennen stehen in Silverstone auf dem Programm.

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