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  • 19.01.2010 16:02

Interview: Ein Österreicher in der Formel 3

Rene Binder ist der nächste Österreicher, der es in die Formel 1 schaffen will - 2010 geht er für Motopark im Formel-3-Cup an den Start

(Motorsport-Total.com) - Auf dem Weg in die Königsklasse: Nach nur einem Aufbaujahr im Rennwagen gibt der junge Zillertaler Rene Binder sein Debüt im Formel-3-Cup. Sein Geheimrezept in Sachen Vorbereitung und seine persönlichen Erwartungen verrät er uns im Interview.

Rene Binder

Nachwuchstalent Rene Binder fuhr im Vorjahr noch im ADAC-Formel-Masters Zoom

Frage: "Rene, du hast am 1. Januar deinen 18. Geburtstag gefeiert. Ein schöneres Geschenk als den Aufstieg in den Formel-3-Cup hätte es für dich wohl nicht geben können, oder?"
Rene Binder: "Ich hatte zwar schon bei den Sichtungstests in Estoril ein gutes Gefühl, aber ganz sicher war ich mir bis zum Jahreswechsel nicht. Schließlich geht es hier nicht mehr nur um ein bisserl Rennfahren, sondern um den Einstieg in eine Topliga. Und ein Team wie Motopark Academy kann sich die Fahrer mehr oder weniger aussuchen."#w1#

Vorfreude auf das neue Team

Frage: "Du wirst dort beste Voraussetzungen vorfinden und natürlich wirst du ab sofort auch viel stärker unter Beobachtung stehen, weil das Team doch schon einige Rennprofis herausgebracht hat."
Binder: "Motopark ist wirklich eine echte Akademie, und wie sie mit ihren Fahren arbeiten, ist schon sehr beeindruckend. Man hat das ja auch in der Formel Renault gesehen, wo sie so ziemlich alles gewonnen haben, was es zu gewinnen gab. Das Team geht im Formel-3-Cup mit vier oder sogar fünf Autos an den Start, da muss schon alles perfekt organisiert sein. Und das Gute ist: Ich habe ein paar schnelle Teamkollegen und damit gute Vergleichswerte."

Frage: "Das Lineup ist ziemlich international. Wie sind ein Däne, ein Schwede, ein Brasilianer, ein Angolaner und ein Österreicher unter einen Hut zu bekommen?"
Binder: "Ich bin der einzige deutschsprachige Fahrer in einem deutschen Team (lacht; Anm. d. Red.), deshalb unterhalten wir uns über die wichtigen Dinge gleich von vornherein auf Englisch. In Portugal hat das alles bestens funktioniert und es zeigt halt auch, wie professionell der Rennsport inzwischen geworden ist."

Frage: "Die momentane Nummer eins im Team ist der Däne Kevin Magnussen, den du ja im Kartsport schon geschlagen hast..."
Binder: "Das stimmt schon, aber er hat mir im Formelauto doch noch ein Jahr voraus und kennt natürlich auch das Team schon länger. Er zählt sicher zum engsten Favoritenkreis, aber warten wir einmal ab, was passiert."

Frage: "Dein Teamchef Timo Rumpfkeil möchte dich schon in deiner Debütsaison in den Top 6 dieser hochkarätigen Meisterschaft etablieren. Aber was erwartest du selbst als Formel-3-Rookie?"
Binder: "Spekulieren bringt nichts. Es gibt vor dem Saisonstart Mitte April noch einige Testfahrten, da möchte ich mit meinen Ingenieuren möglichst gut zusammenarbeiten, meinen Fahrstil verfeinern und an das Auto anpassen. Ich hab mich im Formel 3 von Anfang wohl gefühlt und einfach gespürt, dass ich für den Aufstieg bereit bin. Die erste Saisonhälfte zähle ich noch zur Lernphase, aber dann möchte ich schon halbwegs vorne mitfahren."

Auf den Spuren von Nico Hülkenberg

Frage: "Der Letzte, der es aus dem Formel-3-Cup in die Königsklasse geschafft hat, war Williams-Neuzugang Nico Hülkenberg. Wie langfristig denkt ein Rene Binder?"
Binder: "Die nächsten zwei Jahre werden extrem wichtig für mich - da entscheidet sich, wohin wir uns orientieren dürfen. Im Moment kann ich nur mein Bestes geben und aus diesem tollen Umfeld bei Motopark das Beste herausholen."

Frage: "Bis es dann im Februar zu den ersten Tests geht, hast du schon wieder tausende Pistenkilometer am Tacho, und auch der Kartsport wird nicht zu kurz kommen. Ist das dein ganz persönliches Geheimrezept in Sachen Vorbereitung?"
Binder: "Das Skifahren ist sicher gut für die Koordination und für das Kurvengefühl - das ist für mich der perfekte Ausgleich zum Training am Ergometer. Und ohne mein Kart geht sowieso nichts. Es macht immer noch sehr viel Spaß, das Letzte aus dem Gerät herauszuquetschen."

Frage: "Dein neues Rennfahrzeug ist ein Dallara-F307-Volkswagen, der in weniger als drei Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt und in Sachen Kurvenspeed wirklich kaum zu übertreffen ist. Wie viel Selbstvertrauen braucht es, um damit schnell zu sein?"
Binder: "Es braucht schon eine Zeit, bis man kapiert, dass man damit in Hockenheim annähernd voll durch die erste Kurve fahren kann. Da muss man sich irgendwann einfach zwingen. Und weil der Grip, den die 'Dreier' aufbauen, so phänomenal ist, sind die besten Leute aus dieser Klasse eigentlich auf alles, was da noch auf sie zukommt, gut vorbereitet."

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