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  • 11.02.2014 · 16:57

  • von Roman Wittemeier

FIA lässt die Formel-3-Säulen wanken

Der FIA macht den nationalen Formel-3-Serien das Leben schwer: Streit um Namen, Chassis und Motoren - Deutscher Formel-3-Cup hofft auf Übergangslösung

(Motorsport-Total.com) - Eine Entscheidung der FIA-Formelsport-Kommission unter Vorsitz von Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger hat ein regelrechtes Beben in den nationalen Formel-3-Serien ausgelöst. Am Rande der Sitzung des Motorsport-Weltrates im Dezember wurde offenbar entschieden, dass ab sofort nur noch jene Serien den Begriff "Formel 3" im Titel tragen dürfen, die nach dem aktuellen FIA-Formel-3-Reglement fahren. Dies trifft allerdings weder auf die deutsche noch auf die britische und spanische Serie zu.

Marvin Kirchhöfer

Der deutsche Formel-3-Cup wird vom Automobil-Weltverband FIA ausgebremst Zoom

Der deutsche Formel-3-Cup wird womöglich bald nur noch ATS-Formel-Cup heißen, eine lange Tradition würde somit zu Ende gehen. Die Serie hat in den vergangenen Jahren hauptsächlich dadurch überleben können, dass Teams auch auf veraltetes Material zurückgreifen konnten. Dem will die FIA nun einen Riegel vorschieben - und zwar auf recht brachiale Art. In einer E-Mail der Formel-3-Cup-Verantwortlichen an die Teams, die 'Motorsport-Total.com' vorliegt, ist von einer "sehr schlechten Nachricht" die Rede.

Am Abend des 14. Dezember wurden die Macher der deutschen Serie von den Entwicklungen in Kenntnis gesetzt - nicht offiziell von der FIA (bis heute keine offizielle Kommunikation!), sondern von DMSB-Generalsekretär Christian Schacht, der die Folgen dieser Entscheidung sofort absah. Der neue Weg von Gerhard Berger und der FIA bringt die Nachwuchsklasse in Nöte. Eine kurzfristige Umstellung auf aktuelles Material ist auf Grundlage der Budgets der deutschen Formel-3-Teams nicht machbar.

Übergangsphase 2014/2015 angestrebt

Man sucht derzeit nach einem Ausweg. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' wird aktuell eine Übergangslösung angestrebt. Der deutsche Formel-3-Cup würde als nationale Rennserie angemeldet, mit nur einem Auslandsrennen 2014 auf dem Red-Bull-Ring in Österreich. Die Macher um Bertram Schäfer erhalten zwar intensive Unterstützung vom ADAC und vom DMSB, aber dennoch beißt man sich bislang an Berger und Kollegen die Zähne aus. Der Österreicher will seine Linie durchziehen.

Für die deutsche Formel-3-Szene - und ebenso für die britische - wäre eine Übergangsphase von zwei Jahren enorm wichtig. 2016 tritt ohnehin ein verändertes Formel-3-Reglement in Kraft. Bis dorthin soll die FIA ein Auge zudrücken und den beiden nationalen Serien den Stempel "Formel 3" lassen. Wichtig aus Sicht der Serienverantwortlichen ist in dieser Phase des Jahres nur eines: Planungssicherheit. Auf der aktuellen Grundlage lässt sich kaum eine Saisonplanung abschließen.

Sollte die deutsche Serie den Titel "Formel 3" weiterhin verwenden dürfen, dann zeichnet sich eine solide Teilnehmerzahl 2014 ab. Es soll bislang Interesse von zahlreichen Teams geben, die insgesamt rund 20 Fahrzeuge in die Rennen schicken möchten. Niemand weiß, wie viele Teams das Interesse verlieren würden, wenn man den Titel "Formel 3" nicht mehr tragen darf. Ein Abwandern von renommierten Teams in andere Formelserien kann auch nicht im Interesse von Berger sein.

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