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"Weniger Ablenkung": McLaren-Verlust sogar ein Vorteil für Renault?

Nach aktuellem Stand wird Renault ab 2021 nur noch das eigene Werksteam mit Motoren ausrüsten - Laut Teamchef Cyril Abiteboul muss das aber kein Nachteil sein

(Motorsport-Total.com) - 2021 verliert Renault sein aktuell einziges Kundenteam. McLaren wird dann wieder zum alten Motorenpartner Mercedes zurückkehren. Momenten sieht es danach aus, dass die Franzosen damit in der übernächsten Saison nur noch das eigene Werksteam mit Antrieben ausrüsten werden. Laut Teamchef Cyril Abiteboul muss das für Renault aber kein Nachteil sein - im Gegenteil.

Cyril Abiteboul

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"Für das kommende Jahr wird es keine Auswirkung haben, weil der Motor für das kommende Jahr bereits fertig ist. Er läuft bereits auf dem Prüfstand", verrät er und verweist auf die lange Vorlaufzeit bei der Entwicklung der Power-Unit. "Daher wird nichts einen Einfluss auf 2020 haben", stellt er klar, räumt allerdings ein: "Es könnte eine Auswirkung auf 2021 haben."

Das meint er aber keinesfalls negativ. "Wenn man mehrere Kunden hat, [...] dann versuchen wir immer, alle zufriedenzustellen und alle Kommentare im Hinblick auf die Installation und so weiter zu berücksichtigen", verrät er und erklärt: "Das wird also eine Ablenkung weniger sein. Wir können uns nur auf uns selbst konzentrieren." Könnte das Werksteam letztendlich also sogar davon profitieren?


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Abiteboul gesteht, dass es einerseits schade sei, McLaren als Kunden zu verlieren. "Aber im Hinblick auf das, was wir für Renault erreichen und abliefern müssen, hat es absolut keinen Einfluss", ist er sich sicher. Das betreffe übrigens auch die finanzielle Seite, denn ein Kunde weniger bedeutet logischerweise auch weniger Einnahmen. "Aus wirtschaftlicher Perspektive gibt es absolut keine Auswirkung", versichert er jedoch.

Denn Renault verkaufe seine Motoren unterm Strich fast ohne Gewinn und könne mit den Einnahmen lediglich die dadurch entstandenen Kosten decken. Was Abiteboul nicht anspricht: Ein Kundenteam bringt grundsätzlich auch Vorteile mit sich. So erleichtert es zum Beispiel das Sammeln von Daten, wenn der Renault-Motor in vier und nicht nur in zwei Formel-1-Autos steckt.

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