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Südkorea aus dem Formel-1-Kalender gestrichen

Der Grand Prix in Yeongam wird laut dem offiziellen FIA-Kalender wie erwartet nicht stattfinden - Die Absage kommt nicht überraschend, die Gründe sind aber unklar

(Motorsport-Total.com) - Der Südkorea-Grand-Prix ist am Dienstagabend wie erwartet aus dem Formel-1-Rennkalender für die Saison 2015 gestrichen worden. Das bestätigt ein neuer Terminkalender auf der Webseite des Automobilweltverbandes FIA, der das für den 3. Mai geplante Rennen in Yeongam nicht weiter vorsieht. Eine offizielle Stellungnahme zu den Gründen für den Rückzug gibt es nicht. Allerdings ist seit einiger Zeit bekannt, dass es sich um einen Trick bezüglich des Reglements gehandelt haben könnte.

Flagge von Südkorea

Die Flagge von Südkorea wird 2015 nicht im Formel-1-Wind wehen Zoom

Im Verdacht stand Bernie Ecclestone, der auf den Termin bestanden haben soll, um mit 21 Rennen Renault und Ferrari unter die Arme zu greifen. Laut Reglement sind nicht vier, sondern fünf Antriebseinheiten pro Saison erlaubt, "wenn die Anzahl der Rennen in der Meisterschaft nach ursprünglicher Planung 20 übersteigt". Das heißt: Auch wenn das von Anfang an mit Fußnote zur ausstehenden Bestätigung versehene Südkorea jetzt gestrichen ist, greift der entsprechende Passus im Regelwerk.

Zuletzt brachte Ecclestone - nach einer Welle der Entrüstung wegen des Bauerntricks - eine zweite Theorie in Umlauf: "Wir mussten sie in den Kalender aufnehmen. Wenn wir es nicht getan hätten, hätten sie uns verklagen können", ließ der Brite vor rund einem Monat wissen. Ein gültiger Vertrag mit den Verantwortlichen wurde offenbar ebenfalls unterzeichnet.


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"Sie waren ein Jahr draußen und es gab die Vereinbarung, dass sie wieder zurückkommen würden", so Ecclestone weiter. Der 2015er Termin nur eine Woche vor dem Europa-Auftakt in Barcelona war jedoch ein eindeutiges Zeichen, dass die Sache nie ernsthaft in Erwägung gezogen wurde. Schließlich ist die entsprechen Logistik für die Teams kaum zu bewältigen.

Der Grand Prix war nach vier Austragungen auf dem Korean International Circuit zwischen 2010 und 2013 aus dem Kalender gestrichen worden. Das Zuschauerinteresse an der Strecke war niedrig, die Hotelsituation katastrophal und das Rennen mit einem Verlust von etwa 170 Millionen Euro defizitär. Immer wieder mussten öffentliche Gelder in die Hand genommen werden, um die teuere Veranstaltung überhaupt zu ermöglichen. Auch die Begeisterung im Formel-1-Tross hielt sich stark in Grenzen.

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