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  • 14.04.2018 · 15:13

  • von Norman Fischer & Oleg Karpow

Sergei Sirotkin behauptet: Windhauch kostet Einzug in Q2

Williams ist trotz des erneuten Q1-Aus zufrieden mit seinen Fortschritten, doch Sergei Sirotkin hadert mit dem Wind, der genau die fehlende Q2-Zeit gekostet hat

(Motorsport-Total.com) - Der Wind, der Wind, das himmlische Kind. Im Märchen von Hänsel und Gretel klingt das noch poetisch, doch für Sergei Sirotkin war der heutige Wind beim Qualifying von Schanghai (Formel 1 2018 live im Ticker) alles andere als himmlisch. Im Gegenteil: Er hat ihn sogar den Einzug in Q2 gekostet, behauptet der Russe. "Auf meiner schnellen Runde hatte ich einen ziemlich starken Windhauch, der mich exakt 0,06 Sekunden gekostet hat", sagt er.

Sergei Sirotkin

Williams musste erneut einen frühen Feierabend hinnehmen Zoom

Angesichts von 0,049 Sekunden Rückstand auf Brendon Hartley würde die Behauptung rechnerisch aufgehen. Dass er die Wahrheit sage, könne man in den Daten sehen. Doch so musste sich Williams wieder einmal mit dem Doppelaus in Q1 begnügen - Rang 16 für Sirotkin, Rang 18 für Teamkollege Lance Stroll. Nach den Eindrücken vom dritten Training, in dem Sirotkin sogar Zehnter wurde, könnte das sogar eine Enttäuschung sein, doch dagegen wehrt sich der Russe.

"Wir waren ein bisschen zu stark", erklärt er den Aufschwung in FT3. Seine beiden Versuche dort seien ziemlich außergewöhnlich und besser als die der Konkurrenten gewesen. "Das hat wohl für höhere Erwartungen gesorgt, die aber nicht gerechtfertigt waren", sagt er. "Als alle dann ihren Job gemacht hatten (im Qualifying; Anm. d. Red.) sind wir dann wieder zurückgefallen - aber nicht weil wir etwas falsch gemacht hätten."

Trotz Ausscheiden in Q1 ist Sirotkin aber "sehr glücklich", wie er meint. Denn Williams habe seit dem vergangenen Rennen in Bahrain große Fortschritte gemacht und er selbst wieder einmal eine Menge gelernt. "Man kann die Arbeit sehen, die wir in, vor und nach Bahrain gemacht haben. Sie ist sehr positiv."

Auch Teamkollege Stroll stellt das heraus - zumindest teilweise. "Wir sind näher an den anderen dran als in Bahrain", sagt er, fügt aber an: "Nicht ich persönlich." Der Kanadier erlebte bislang ein schwieriges Wochenende und befand sich nach seinem Dreher im zweiten Training im Hintertreffen, wie er sagt. "Im dritten Training ging's darum, den Rückstand wieder wettzumachen. Im Qualifying musste ich dann verstehen, wo das Limit ist. Ich war drauf und dran, es zu entdecken, glaube ich", sagt er.

Von den Rängen 16 und 18 aus dürfte Williams in China aber eine schwierige Zeit haben. Stroll kämpft laut eigener Aussage beim Motor immer noch mit den Überhitzungserscheinungen aus Melbourne. Trotzdem geht er davon aus, dass mögliche wärmere Bedingungen seinem Team entgegenkommen sollten - vor allem weil der Longrun am Freitag positiv aussah. Und danach sollte es noch weiter aufwärts gehen.

Stroll tönt: "Wir haben allen Grund, daran zu glauben, dass wir bald locker in Q2 und auch in Q3 kommen werden."

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