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"Sehr gute Entscheidung": McLaren bestätigt geplanten Fabrikverkauf

McLaren möchte seine Fabrik in Woking verkaufen - Zak Brown erklärt, warum das für das Team Sinn ergibt und was mit dem dadurch gewonnen Geld passieren soll

(Motorsport-Total.com) - In der vergangenen Woche hat 'Sky News' darüber berichtet, dass McLaren seine Fabrik in Woking verkaufen möchte, um an frisches Kapital zu gelangen. Inzwischen hat Zak Brown bestätigt, dass dieser Schritt in der Tat geplant ist. "Ich denke, die meisten Firmen auf dieser Welt besitzen ihre Immobilien gar nicht selbst sondern sind Pächter", so der McLaren-Boss.

Woking

McLaren möchte auch in Zukunft in Woking bleiben - dann allerdings zur Miete Zoom

Hintergrund: Es handelt sich bei dem geplanten Verkauf um ein sogenanntes "Sale-and-lease-back"-Geschäft. Das bedeutet, dass McLaren nach dem Verkauf in den Räumlichkeiten bleibt - dann allerdings zur Miete. Laut Brown steckt "eine Menge Geld" in den Gebäuden. "Das ist keine sehr produktive Verwendung von Geldmitteln, wenn man in sein Business investieren möchte", so Brown.

"Deshalb werden wir es an jemanden verkaufen, und dann werden wir einen extrem langen Pachtvertrag abschließen. Dieses Geld werden wir dann in unser Business investieren, damit es wächst", erklärt er und erinnert: "Wir sind kein Immobilienunternehmen, wir sind ein Rennteam und eine Automotivefirma." Deshalb sei der geplante Verkauf eine "sehr gute Entscheidung".

McLaren-Bilanz soll aufgebessert werden

Zwar müsste McLaren damit in Zukunft eine Pacht zahlen. Allerdings hofft man, dass man das durch den Verkauf eingenommene Geld so gut investieren kann, dass die Einnahmen daraus die Pachtkosten deutlich übersteigen. Bis zu 220 Millionen Euro soll das Geschäft einbringen. Brown betont aber gleichzeitig, dass McLaren keine Geldsorgen habe.


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"Aus Sicht des Cash-Flow geht es uns finanziell gut", stellt er klar. Zwar sei die Coronakrise in diesem Jahr ein Rückschlag gewesen. "Das hat unmittelbar eine Menge Cash aufgebraucht", gesteht Brown. Gleichzeitig könne Paul Walsh aber nun anfangen, die McLaren-Gruppe finanziell zu sanieren. Er wurde im März als neuer Vorstandsvorsitzender installiert.

"Er hatte keine Chance, das direkt anzugehen, weil er sich mit COVID herumschlagen musste", erinnert Brown. Erst jetzt könne Walsh mit seiner richtigen Arbeit beginnen. Dazu zählt auch der geplante Fabrikverkauf. "Wir haben einige Schulden, und jetzt gibt Paul eine Richtung vor und trifft Entscheidungen, um unsere Bilanz zu verbessern", so Brown.

Auswirkungen von Corona auch 2021 spürbar

Man wolle in Zukunft "in die richtigen Bereiche zu investieren, damit unsere Firmen wachsen und wir ein viel stärkeres Unternehmen werden." Gleichzeitig stellt Brown auch klar, dass das Rennteam dabei unabhängig von den anderen Unternehmensteilen operiere. "Jedes Business hat seinen eigenen Gewinn und Verlust, seine eigene Führung, seine eigenen finanziellen Ressourcen", so Brown.


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"Was bei Racing passiert, das hat also keinen Einfluss auf Automotive - und umgekehrt", stellt er klar. Brown verrät zudem, dass es "für alle eine große Sorge" sei, dass Corona auch das Jahr 2021 noch einmal auf den Kopf stellen könnte. Das betreffe nicht nur die Formel 1 und McLaren. "Ich erwarte, dass COVID auch 2021 noch einige Auswirkungen haben wird", verrät Brown.

Er hoffe allerdings, dass es nicht so schlimm wie in diesem Jahr werde, als die Formel 1 zwischenzeitlich gar nicht mehr fahren konnte. Darauf sei McLaren "gut vorbereitet", und man könne darauf reagieren. Zudem hofft er auf Zusammenhalt unter den Teams. "Denn was ein Formel-1-Team betrifft, das betrifft letztendlich alle zehn Formel-1-Teams", erklärt Brown.

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