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Sebastian Vettel über Respekt vor Hamilton: "Lewis sticht heraus"

Sebastian Vettel spricht über seine besondere Beziehung zu Lewis Hamilton - Der Ferrari-Pilot plädiert zudem dafür, dass Leistungen wieder mehr gewürdigt werden

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton und Sebastian Vettel sind mit fünf respektive vier WM-Titeln die beiden erfolgreichsten Piloten im aktuellen Fahrerfeld der Formel 1. Doch obwohl zwischen den beiden auf der Strecke eine große Rivalität herrscht, haben sie in der Vergangenheit immer wieder klargestellt, dass sie sich gegenseitig extrem respektieren. Dabei sind es eigentlich zwei ganz unterschiedliche Typen.

Lewis Hamilton, Sebastian Vettel

Lewis Hamilton und Sebastian Vettel respektieren sich gegenseitig Zoom

Während Vettel sein Privatleben für sich behält, teilt Hamilton es mit Millionen von Followern auf Instagram und Co. "Klar sind wir privat sehr unterschiedlich, aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun", erklärt Vettel im Interview mit dem 'Spiegel' und ergänzt: "Wir sind mittlerweile auf einer Ebene, wo jeder von sich weiß: Ich mache meinen Job zwar gut und probiere, ihn immer besser zu machen. Aber der andere kann das auch echt gut."

Durch diese Rivalität auf der Strecke hat sich im Laufe der Jahre eine besondere Beziehung zwischen Vettel und Hamilton entwickelt. "Es ist ja nicht so, dass ich die anderen Formel-1-Fahrer nicht achte, aber Lewis sticht schon heraus", verrät Vettel und erklärt: "Man spürt auch, wenn es auf Gegenseitigkeit beruht. Ich glaube, es ist wichtig, das für sich selber wahrzunehmen und zu verstehen."

Sebastian Vettel, Lewis Hamilton

2009 standen die beiden erstmals gemeinsam auf einem Formel-1-Podest Zoom

"Das heißt nicht, dass ich froh bin, wenn ich hinter ihm ins Ziel fahre", ergänzt der Ferrari-Pilot. Er stellt aber klar: "Ich erkenne Leistung an. Und wenn der Moment des Sieges nicht mir gehört, aus welchem Grund auch immer, dann gehört er jemand anderem, auch das sollte man respektieren. Wir verbringen ohnehin zu viel Zeit mit Beschwerden und Hadern und wenig Zeit mit Komplimenten."

"Heutzutage fehlt mir zu oft das Innehalten, das Bewundern für das Geleistete", verrät Vettel und erklärt: "Das gilt nicht nur für Formel-1-Sieger. Die Geschwindigkeit unseres Lebens lässt Nachdenken und Bewunderung nicht zu. Es wird sehr schnell vergessen, sofort wird die nächste Geschichte geschrieben." Er selbst gratuliere einem anderen Fahrer zum Sieg, "wenn er es verdient hat."

Mit 31 beziehungsweise 34 Jahren zählen Vettel und Hamilton mittlerweile zu den erfahrensten Piloten im Feld. Auf die Frage, ob er mit Hamilton anders umgehe, als mit einem der jungen Nachwuchsfahrer, antwortet Vettel: "Bewusst nicht, aber unterbewusst vielleicht schon. Dabei haben alle in der Formel 1 ihren Platz verdient. Zu uns kommt kein Nasenbohrer."

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