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  • 14.07.2014 · 14:18

Rosberg und Vettel: Inspiriert von den Fußballern

Inspiriert von den deutschen Kickern reisen Sebastian Vettel und Nico Rosberg nach Hockenheim. Die Vorzeichen für die beiden könnten kaum unterschiedlicher sein.

(Motorsport-Total.com/SID) - Im Moment des großen Triumphs in Brasilien war Nico Rosberg einfach nur Fan. Einer von 80 Millionen. Mit der Siegerfaust lichtete sich der Mercedes-Pilot im elterlichen Wohnzimmer ab und schickte das Foto kurz vor Mitternacht via Twitter aus Monaco um die Welt. "Was für eine tolle Mannschaft, was für ein toller Teamgeist. Danke für die schönen Momente. Gratulation!!!!", schrieb der Fußball-Fan.

Nico Rosberg

Heimvorteil in Hockenheim? Kann Nico Rosberg daheim gewinnen? Zoom

"Wir haben gefeiert ohne Ende", sagte Rosberg nach einer langen Nacht am Montag: "Das war eine Inspiration für den Rest meiner Formel-1-Saison. Ich freue mich jetzt sehr auf meinen Heim-Grand-Prix mit Mercedes. Dort werden wir bestimmt nur gut gelaunte Schwarzrotgold-Fans sehen - dank der Nationalmannschaft."

In Hockenheim will sich der 29-Jährige um seinen eigenen Weltmeistertitel kümmern - und er reitet auf einer Welle zum Großen Preis von Deutschland: Das WM-Klassement führt der gebürtige Wiesbadener weiterhin an, in der vergangenen Woche heiratete er seine Vivian, und der Silberpfeil ist weiterhin das überlegene Auto im Feld.

Mercedes ist wieder Favorit

Ganz anders sehen die sportlichen Vorzeichen für Titelverteidiger Sebastian Vettel aus. Der Red-Bull-Pilot kann und will seinen Fans auf heimischem Boden nichts versprechen, sein erster Sieg in Hockenheim scheint kaum möglich. "Du weißt, dass die Fans auf den Tribünen dich unterstützen, egal was kommt", sagt der 27-Jährige, "und natürlich willst du ihnen so viel wie möglich zurückgeben. Aber manchmal liegt das nicht in deiner Hand."

Denn Mercedes ist hoch überlegen. Der Sieg wird auch in der Kurpfalz nur über Rosberg und seinen Stallrivalen Lewis Hamilton vergeben, mit nur vier Punkten Rückstand Zweiter im WM-Klassement. Zudem wird Red-Bull-Mann Vettel in diesem Jahr von technischen Ausfällen geplagt. Und auch wenn er ins Ziel kommt, gibt es selten etwas zu feiern.

Stets stand der Hesse hinter seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo, wenn beide das Rennen beendeten. Der Australier kommt bislang einfach besser mit dem RB10 zurecht, zudem hatte der 25-Jährige bei den Rennstrategien bislang ein besseres Händchen und das nötige Glück. "Trotzdem werden wir am Wochenende attackieren und alles geben", sagt Vettel. Ziel sei das Podium, und zumindest das scheint durchaus realistisch für Red Bull.

Rosberg zählt auf seine Fans

Ganz andere Ambitionen darf Rosberg hegen. Bleiben technische Probleme aus, dürfte es um Rang eins oder zwei gehen. Und nach Hamiltons Sieg bei dessen Heimspiel in Silverstone will der Sohn des finnischen Ex-Weltmeisters Keke Rosberg seinen Vorsprung im WM-Klassement wieder ausbauen.

Dabei hofft er auch auf die Euphorie der Fans, nachdem die englischen Zuschauer Hamilton zuletzt einen denkwürdigen Empfang im eigenen Land bereitet hatten. "Ich wünsche mir natürlich eine ähnliche Unterstützung in Deutschland", sagt Rosberg, der auf die jüngsten Sticheleien Hamiltons gelassen reagiert.

Rosberg sei ja eigentlich gar kein Deutscher, hatte Hamilton im Spaß mit Bezug auf dessen Jugend in Monaco gesagt, also sei Hockenheim auch kein echtes Heimrennen. Ganz ernst hatte Hamilton seine Aussagen nicht gemeint, das stellte er noch im selben Gespräch klar. Dennoch unterstrich Rosberg wenige Tage später noch einmal: "Ich sehe mich selbst zu 100 Prozent als Deutschen." Das zeigte er auch in der Nacht des WM-Triumphs.

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