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  • 12.11.2017 · 23:25

  • von Norman Fischer & Oleg Karpow

Pierre Gasly: Bisher bestes Rennen endet mit Motorschaden

Wie bei Teamkollege Brendon Hartley wurde die gute Leistung von Pierre Gasly mit einem Motorschaden belohnt: Der kam erst wenige Meter vor dem Zielstrich

(Motorsport-Total.com) - Pierre Gasly hatte bereits angekündigt, dass es für Toro Rosso eine harte Aufgabe sein würde, mit den Renault-Motoren ins Ziel zu kommen - und das bewahrheitete sich in Brasilien auch. Beide Toro Rosso mussten ihre Boliden mit technischen Defekten abstellen. Zwar kam Pierre Gasly als 13. ins Ziel, doch auch sein Antrieb gab den Geist noch vor dem Zielstrich auf.

Pierre Gasly

Pierre Gasly zeigte in Brasilien eine couragierte Leistung Zoom

"200 Meter vor dem Ziel habe ich die Power komplett verloren", erzählt der Franzose. "Ich bin mit 60 km/h über die Ziellinie gefahren." Was genau das Problem war, kann der Toro-Rosso-Pilot nicht sagen, doch sein Team wies ihn an, das Auto nach Überqueren des Zielstrichs sofort abzustellen. Damit droht dem Team beim letzten Saisonrennen in Abu Dhabi die nächste Strafe.

Abgesehen von dem unschönen Ende war Gasly mit seinem Lauf in Sao Paulo aber sehr zufrieden. Er spricht von seinem bislang "besten Formel-1-Rennen", bei dem er von Startplatz 19 gleich viele Plätze gutmachen konnte: "Wir wussten, dass es von Rang 19 aus schwierig werden würde, aber wir wussten auch, dass der Start der Schlüssel zu einem ordentlichen Rennen sein würde", sagt er.


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Er schildert: "Ich bin in Kurve 1 außen gefahren, was sehr gut funktioniert hat. Ich habe vielleicht drei Autos in Kurve 1 überholt und ein weiteres in Kurve 2." Dem Startgetümmel um Stoffel Vandoorne, Kevin Magnussen und Daniel Ricciardo konnte er dann geschickt ausweichen und lag dadurch in der Safety-Car-Phase bereits auf Rang zehn. "Das war ein guter Start", findet er.

Anschließend konnte Gasly einigermaßen mit dem Renault von Carlos Sainz mithalten, bevor sein Toro Rosso etwas unter dem Reifenabbau zu leiden hatte und er etwas zurückfiel. "Aber ich denke nicht, dass wir viel besser hätten sein können", so der Franzose. "Es war definitiv unser bestes Rennen und unsere beste Performance." Nur das Ende hätte er wohl nicht in der Form gebraucht ...