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Mallya: Platz fünf vor allem psychologisch wichtig

Vijay Mallya ist davon überzeugt, dass Force India McLaren in den letzten beiden Saisonrennen noch von Platz fünf der Konstrukteurswertung verdrängen kann

(Motorsport-Total.com) - Im Kampf um Platz fünf der Konstrukteurswertung der Formel 1 ist das Pendel beim Großen Preis der USA in Austin weiter in Richtung McLaren ausgeschlagen, nachdem Force India nach dem Unfall von Sergio Perez und dem technisch bedingten Ausfall von Nico Hülkenberg mit leeren Händen aus Texas abreiste. Vor den letzten beiden Saisonrennen in Sao Paulo und Abu Dhabi hat McLaren nun 24 Punkte Vorsprung auf Force India.

Vijay Mallya

Vijay Mallya gibt dem Kampf um Platz fünf noch nicht auf Zoom

Teamchef Vijay Mallya ist jedoch fest davon überzeugt, dass sein Team diesen Rückstand noch aufholen kann. "Beim letzten Rennen werden doppelte Punkte vergeben, wodurch sich das Blatt wenden kann", sagt der Inder im Interview mit 'Formula1.com'. "Wir werden bis zum Ende weiterkämpfen."

Allerdings hätte sich der Teamchef für diesen Kampf nach dem Rennen in Austin eine etwas bessere Ausgangsposition erhofft. "Unsere Autos waren konkurrenzfähig, daher hätte ich mir gewünscht, dass wir vor Brasilien den Rückstand etwas verkürzt hätten, anstatt vier weitere Punkte zurückzufallen."

Mallya sieht keinen Trend gegen Force India

Obwohl McLaren bei den Rennen in Japan, Russland und den USA jeweils mehr Punkte als Force India gewann, will Mallya keinen Trend gegen sein Team erkennen. "Unsere Autos sind konkurrenzfähig und die Fahrer gleich gut. Es muss also alles zusammenkommen", so der Inder. "Das war bei uns bei früheren Rennen der Fall und bei McLaren in Sotschi. Ich wüsste also nicht, warum das Pendel beim nächsten Rennen nicht wieder in die andere Richtung ausschlagen sollte - und dann geht es nach Abu Dhabi."


Force-India-Piloten sprechen über Sao Paulo

Nico Hülkenberg und Sergio Perez stellen sich vor dem Brasilien-Grand-Prix einigen Teamfragen Weitere Formel-1-Videos

Auffällig ist in dieser Saison, dass den Force-India-Piloten nach oftmals schwachem Qualifying im Rennen meist eine deutliche Steigerung gelingt. Auf die Frage, warum dies so sei, antwortet Mallya: "Es gibt nun einmal einen Unterschied zwischen dem Tempo auf eine Runde und dem Renntempo. Das liegt in der Natur der Formel 1, und soweit ich weiß, bekommt man im Rennen die Punkte (lacht; Anm. d. Red.)." Daher sei es besser ein Auto mit einer guten Renn-Pace zu haben, das gut mit den Reifen umgehe, als eines, das im Qualifying unheimlich schnell sei, aber im Rennen dann zurückfalle.

Ideal sei, so Mallya, wenn das Auto in beiden Disziplinen gut sei, doch manchmal müsse man Einbußen in einem Teilbereich in Kauf nehmen. Ein Vorbild sei in dieser Hinsicht Williams. "Zu Beginn der Saison waren wir vor ihnen, und jetzt sind sie vor Ferrari. Das inspiriert uns, das Gleiche zu tun. Es ist alles eine Frage der Optimierung."

Finanziell kaum ein Unterschied zwischen Position fünf und sechs

Mallya stellt jedoch klar, dass er nicht um jeden Preis um Platz fünf bei den Konstrukteuren kämpfen wird, denn aus wirtschaftlicher Sich sei es relativ unbedeutend, ob Force India vor oder hinter McLaren landet. "Finanziell ist der Unterschied zwischen Position fünf und sechs nicht sonderlich groß. Wenn man also zusätzliches Geld ausgeben würde, um Platz fünf zu erreichen, wäre der Nutzen sehr gering - dann wäre ich dumm", sagt er.

Es gehe in diesem Kampf mehr um den psychologischen Effekt. "Fünfter zu werden würde unsere Fortschritte dokumentieren. Wir haben vor sieben Jahren mit null Punkten angefangen und kämpfen nun mit McLaren", verweist Mallya auf die Fortschritte seines Teams.

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