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  • 03.07.2015 20:39

  • von Roman Wittemeier

Lotus: Palmer, Maldonado und "Putzhilfe" Grosjean

Technische Probleme am Auto von Pastor Maldonado, ein Abflug von Romain Grosjean: Lotus-Testpilot Joylon Palmer kommt am Freitag in Silverstone am besten voran

(Motorsport-Total.com) - Lotus hat keinen optimalen Auftakt in das Formel-1-Wochenende in Silverstone erwischt. In den beiden Trainingssessions vor dem Grand Prix von Großbritannien 2015 hatte das Team gleich drei größere Probleme zu beklagen: zu wenig Grip, ein Kupplungsschaden am Auto von Pastor Maldonado und einen Austritt von Romain Grosjean am Nachmittag. Am Morgen hatte Testpilot Joylon Palmer den E23 von Grosjean bewegen dürfen.

Titel-Bild zur News: Jolyon Palmer

Joylon Palmer durfte vor heimischen Fans das erste Freie Training bestreiten Zoom

"Ich hatte eigentlich nicht gedacht, dass ich während des Trainings mein Auto reinigen müsste", sagt Romain Grosjean (14./1:36.728 Minuten), der seinen Wagen nur wenige Minuten nach dem Start der zweiten Session im Kiesbett versenkte. Sofort packte der Franzose mit an, holte mit den Händen den Kies aus den Seitenkästen und putzte sein Gefährt. "Als das Auto wieder in der Box war, wollte ich dem Team helfen, damit wir schnell wieder auf die Strecke gehen können."

"Es war kein einfacher Nachmittag, denn wir hatten Probleme, die Reifen vernünftig auf allen Streckenabschnitten zum Arbeiten zu bekommen. Ich habe mir die heutigen Daten noch nicht angeschaut, aber wir werden alles daran setzen, dass wir zum morgigen Qualifying besser aufgestellt sind", verspricht Grosjean. Auch andere Teams und Fahrer klagten über Probleme mit mangelnder Balance und Haftung. Viele machten aber die teils starken Seitenwinde verantwortlich.

Romain Grosjean

Der "Tatortreiniger": Romain Grosjean packte beim Putzen mit an Zoom

"Es war irgendwie rutschig auf der Strecke. Das Auto zeigte gutes Potenzial, aber wir müssen noch an der Balance in den schnellen Kurven arbeiten", fasst Maldonado (11./1:36.164) seine Eindrücke nach 40 Runden zusammen. "Wir können noch mehr machen, um das Beste aus den Reifen herauszuholen. Die harte Mischung ist schwierig, das war schon die ganze Saison so. Weil sich die Strecke aber immer weiter verbessert, wird bald auch mehr Grip vorhanden sein."

"Es war toll, vor den heimischen Fans fahren zu dürfen", sagt Palmer nach 26 Runden (14./1:37.262) am Morgen. "Es war wunderbar, bei sonnigen Bedingungen ein Formel-1-Auto in Silverstone zu bewegen. Der erste Versuch lief gut und sauber. Dann haben wir etwas mit dem Setup probiert, das nicht funktioniert hat. Das Auto war danach kaum zu bändigen. So gesehen war es ein mittelmäßiger Tag für das Team. Wir haben aber noch Potenzial für Verbesserungen."

"Wir müssen einfach mehr Haftung finden", sagt Einsatzleiter Nick Chester. "Für Pastor war der Nachmittag in Ordnung, nachdem es am Morgen ein Problem mit der Kupplung gegeben hatte. Platz elf ist aber nicht das, was wir wollen. Joylon hatte einen guten Vormittag. Wenn wir das mit dem Nachmittag von Pastor kombinieren, dann haben wir das komplette Programm abgespult. Romain hat zuerst etwas Fahrzeit verloren, konnte aber später wichtige Versuche auf den Medium-Reifen absolvieren."