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  • 30.07.2010 16:06

Haug: "Gelegentlich geht man auch mal rückwärts"

Der Mercedes-Sportchef im 'Sky'-Interview über den Schritt zurück mit dem Auto, die Aussichten für den Hungaroring, Entwicklungsarbeit für 2011 und Teamorder

(Motorsport-Total.com/Sky) - Frage: "Es sieht danach aus, als würde sich die Tendenz vom Hockenheimring fortsetzen. Auf dem Hockenheimring lief es für Sie nicht ganz so gut, dort wurden beide Fahrer überrundet. Wie lief es Ihrer Meinung nach in den beiden Trainings hier in Ungarn?"
Norbert Haug: "Sicherlich war dies zunächst einmal kein toller Freitag. Man muss es vielleicht anders herum sehen. Wir haben viele gute Freitage gehabt. Wenn die Wettervorhersage stimmt, wird es morgen nass sein. Dann werden die Karten sicherlich anders gemischt."

Norbert Haug (Mercedes-Motorsportchef)

Norbert Haug bleibt nach vor optimistisch, muss sich aber auch in Geduld üben Zoom

Frage: "Ich höre ein wenig Optimismus?"
Haug: "Ja, ich bin immer optimistisch. Wir wissen, wo wir stehen. Wir wissen, dass wir uns verbessern müssen. Sicherlich ist die Entwicklung während der Saison hilfreich. Wir haben nach Hockenheim versucht, zwei Schritte nach vorn und einen zurück zu machen, aber auf Dauer hilft das natürlich nicht."#w1#

"Das ist der Versuch, das zu erklären. Es ist sicherlich eine schwierige Situation. Aber das ist in der Formel 1 das Spiel. Gelegentlich stagniert man, gelegentlich geht man auch mal rückwärts. Das scheint bei uns im Moment der Fall zu sein. Aber wir kommen auch wieder nach vorne."

Frage: "Michael Schumacher spricht inzwischen offen darüber, dass dieses Jahr für ihn nur ein Lernjahr ist und er sich schon auf das kommende Jahr konzentriert, auch schon das Auto für das kommende Jahr gebaut wird. Wie weit ist man denn da inzwischen?"
Haug: "Was mir nicht gefällt, ist die Tatsache, wie das Jahr bezeichnet wird, als schlimm oder furchtbar. Man muss sich dem Wettbewerb stellen. Wir sind ein Team, das mit dieser Mannschaft im vergangenen Jahr die Weltmeisterschaft gewonnen hat. Dieses Jahr sieht es anders aus, man hat sich auf das vergangene Jahr konzentriert."

"Wir haben uns umgestellt, aber wir sind in der Formel 1 dabei. Wir haben eine Startbasis. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir natürlich von Anfang an viel besser ausgesehen. Das können wir noch nicht, aber wir werden es schaffen. Wir uns kennt, der weiß, dass wir schrittweise herankommen. Ob da jetzt etwas abgeschrieben wird oder nicht, wir versuchen, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Wer weiß, vielleicht sieht das Spiel morgen schon ganz anders aus."

Frage: "Im Fahrerlager wird immer noch über die Teamorder diskutiert, die Fernando Alonso in Hockenheim den Sieg gebracht hat. Was halten Sie von der Strafe, die Ferrari kassiert hat, immerhin 100.000 Dollar?"
Haug: "Da äußere ich mich nicht dazu, das ist ein FIA-Thema. Jeder weiß, dass dies die höchste Strafe ist, die an der Rennstrecke auszusprechen ist. Wer jetzt angesichts dieser Strafe interpretiert, dass die Kommissare dies sehr wohl als Vergehen angesehen haben, der schätzt die Lage richtig ein."

¿pbbt|1|100|2010-07-30||Norbert Haug||haugpb¿"Was im Weltrat weiterhin passiert, weiß niemand. Sicherlich muss man einen Weg finden, der dem Zuschauer gerecht wird. Denn wir fahren ja nicht für uns, wir betreiben Sport für den Zuschauer. Wenn es irgendwann darum geht, wer für wen fährt, dann befürchte ich, ist dies nicht im Interesse der Formel 1, sondern das schiere Gegenteil."

Frage: "Wir führen eine Umfrage durch, ob die Teamorder aufgehoben werden sollte oder nicht, da steht es bisher 50 zu 50."
Haug: "Ich glaube, man muss die Konsequenzen bedenken. Der, der für Aufheben ist, ist für Überholmanöver, wie wir sie in Hockenheim gesehen haben. Ich habe meine Zweifel, ob die 50 Prozent sehen wollen."

Frage: "Wer ist Ihr Favorit an diesem Wochenende?"
Haug: "Ich denke Ferrari und Red Bull. Red Bull war übermächtig stark, auch bei den Longruns. Wenn sie mit derselben Spritmengen unterwegs waren wie die anderen, dann geht es um anderthalb oder zwei Sekunden pro Runde. Das gab es schon immer auf dem Hungaroring, er ist sehr selektiv. Wir kennen das, wir haben mit McLaren-Mercedes drei Jahre hintereinander hier gewonnen."

"Wir waren hier mal richtige Spezialisten. Wir haben sehr, sehr viel gewonnen, und wir werden auch wieder sehr, sehr viel gewinnen. Diese Phasen gibt es. Wir kommen schon wieder, wir kommen aus der Kurve. Da bin ich mir ganz, ganz sicher."

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