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Haas-Dilemma: Kevin Magnussen hatte keine Reifen mehr

Der Däne fuhr sehenden Auges ins Verderben, doch seinen Ingenieuren waren die Hände gebunden - Romain Grosjean hadert mit Stallregie in der Anfangsphase

(Motorsport-Total.com) - Magere Ausbeute für die Haas-Mannschaft beim China-Grand-Prix am Sonntag: Kevin Magnussen rettete als Zehnter nur einen WM-Punkt ins Ziel, Teamkollege Romain Grosjean (16.) ging leer aus. Damit hätte man sich unter Wert verkauft, heißt es aus dem Lager der zuletzt starken US-Amerikaner. "Wir waren wir auf bestem Wege, Siebter zu werden", ärgert sich Teamchef Günther Steiner.

Kevin Magnussen, Romain Grosjean

Kevin Magnussen und Romain Grosjean waren in China vom Pech verfolgt Zoom

Grund für das Verfehlen des Klassenziels war die Safety-Car-Phase, die Magnussen seine Strategie zunichte machte. Haas hatte geplant, ihn auf kurz zuvor aufgezogenen Medium-Reifen durchfahren zu lassen, was prima funktioniert hätte - doch die Renault-Piloten Nico Hülkenberg und Carlos Sainz nutzen die Neutralisation, um sich ohne größeren Zeitverlust frische Pneus abzuholen.

Sie schnupften den wehrlosen Magnussen, der die Reifen nicht mehr auf Temperatur bekam, wie Fernando Alonso (McLaren) in der Folge auf. "Es war ein verdammt unglücklicher Tag", hadert Steiner. Bitter: Die Haas-Strategen waren sich von Anfang im Klaren, dass sie besser auch neue Reifen aufziehen sollten - doch es lagen nur noch ladenneue Ultrasofts in der Magnussen-Garage, mit denen ein 25-Runden-Stint bis zum Ende unmöglich gewesen wäre. Es gab keine Alternative.

Auch Grosjean gehörte zu den Gelackmeierten der Safety-Car-Phase, hatte aber schon zuvor seine liebe Mühe: Der Franzose startete als Q3-Teilnehmer auf gebrauchten Ultrasofts und usste Magnussen, der auf frischen Softs losgefahren war, in der Anfangsphase auf Anweisung passieren lassen. Das brachte ihn in den dichten Mittelfeldverkehr, wo er Grip verlor und seine Reifen abkühlten. Deshalb fluchte Grosjean auch im Funk bitterlich über die teaminterne Rochade.

Es sei doch erst die sechste Runde, ließ er seinen Renningenieur wissen. "Das sind eben Rennfahrer", relativiert Steiner. "Sie versuchen immer, für sich selbst einen Vorteil herauszuschlagen. Aber an diesem Punkt war klar, dass Kevin größere Probleme haben würde, die Softs wieder auf Temperatur zu bekommen als Romain die Ultrasofts." Also ließen die Strategen die beiden tauschen.

Grosjean holte sich anschließend nochmal Ultrasoft ab und wollte nach einem weiteren Stopp - wie Magnussen - auf Medium durchfahren. Doch nach der Safety-Car-Phase bekam auch er die Reifen nicht mehr auf Temperatur und schlitterte rundenlag. Er wurde durchgereicht. Einziger Lichtblick für Haas: Nach dem Debakel von Australien und Sicherheitsstopps in Bahrain klappten die Reifenwechsel wieder. "Unser Selbstvertrauen ist zurück", resümiert Steiner.

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