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  • 11.11.2018 · 22:04

  • von Dominik Sharaf

"Gar nicht glücklich": Ferrari-Probleme geben Sebastian Vettel Rätsel auf

Am Start von Mercedes ausgetrickst, dann wehrloses Red-Bull-Opfer und bis zum Schluss viel zu wenig Grip: Sebastian Vettel hadert mit total verkorkstem Nachmittag

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel hat sich nach seinem sechsten Platz und der Entscheidung in der Team-WM beim Brasilien-Grand-Prix am Sonntag enttäuscht gezeigt. "Es war insgesamt ein schwieriger Nachmittag", schnauft der Ferrari-Pilot und hadert mit seinem Abschneiden: "Natürlich bin ich nicht komplett - oder besser gesagt gar nicht - glücklich, weil wir auch den Konstrukteurs-Titel verloren haben."

Daniel Ricciardo, Sebastian Vettel

Daniel Ricciardo hatte mit Sebastian Vettel überraschend wenig Mühe Zoom

Sein Rennen hätte schlecht angefangen und schlecht aufgehört, bilanziert ein enttäuschter Vettel. Er glaubt, dass die Mercedes-Piloten am Start zusammengearbeitet hätten, um ihm vom zweiten Platz aus den Weg nach vorne zu versperren. "Lewis hat früher gebremst, um Valtteri nach außen zu lassen", analysiert er die Geschehnisse in der Startkurve, als Hamilton vor ihm auf die Innenbahn zog und es Bottas so ermöglichte, auf der Außenbahn auf Höhe des Ferraris und in Kurve 2 vorbeizuziehen.

"Ich konnte nirgends hin", so Vettel. Gegen den anstürmenden Max Verstappen hatte er danach auch keine Chance, weil der Red Bull im Renntrimm deutlich schneller war. "Aber es war schon ein optimistisches Manöver", findet Vettel, der von seinem auf dem Randstein bremsenden Konkurrenten in Runde vier der ersten Kurve kassiert wurde. "Aber trotzdem: Wir waren so oder so nicht schnell genug."

Schon auf den taktisch vermeintlich vorteilhaften Soft-Reifen lief es also nicht gut. Nach seinem Stopp, der ihn vor seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen spülte, fehlte Vettel auf der Medium-Mischung noch mehr Grip, sodass der Finne vom Kommandostand wieder vorbeigewunken wurde - was Vettel brav in die Tat umsetzte, um sich von Daniel Ricciardo mit wenig Mühe aufschnupfen zu lassen.

Ein zweiter Reifenwechsel im letzten Renndrittel sah nach einer Verzweiflungstat aus, änderte aber nichts mehr am Ergebnis. 'RTL'-Experte Timo Glock wundert sich über die Misere: "Ich war mir eigentlich sicher, dass Ferrari sehr gut aufgestellt sein würde, aber irgendetwas ist bei Sebastian von Runde 1 an nicht so richtig gelaufen", sagt er. Erstaunlich vor allem deshalb, weil Räikkönen deutlich besser aufgestellt war, in der jüngeren Vergangenheit aber im Renntrimm viel mehr Probleme hatte.

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