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Formel 1 in Malaysia: Hamilton vorn - Ferrari kommt näher

Im Training zum zweiten Grand Prix der Formel-1-Saison 2015 fuhr Lewis Hamilton in Malaysia zur Bestzeit vor Kimi Räikkönen im Ferrari - Manor-Marussia rollte

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton ist in der Formel-1-Saison 2015 weiter das Maß der Dinge: Der Weltmeister setzte nach Motorenproblemen am Vormittag im 2. Freien Training zum Großen Preis von Malaysia am Freitag die Bestzeit (zu den Ergebnissen) - obwohl das Team seinen Silberpfeil in brütender Tropenhitze erst 38 Minuten nach Sessionbeginn wieder zusammengeschraubt hatte, die Telemetrie ausfiel und die Zeit nur für 16 Runden reichte. "Ein toller Job der Jungs beim Wiedereinbau des Motors und Getriebes", lobt Hamilton.

Er schränkt die Erfolgsbilanz ein und macht damit die Bestzeit (die ganze Action im Ticker) nur noch wertvoller: "Ich habe am Setup nichts verändert, sondern bin mit dem gefahren, wie es war (in Australien; Anm. d. Red.). So richtig passt die Abstimmung noch nicht. Meine Runde war nicht spektakulär. Daher bin ich sicher, dass wir noch zulegen können."

Es zeigte sich, dass die Königsklasse im Winter wie von zahlreichen Experten prognostiziert mit der Weiterentwicklung der Turbo-Hybridantriebsstränge noch schneller geworden ist: Hamiltons Versuch in 1:39.790 Minuten war um 0,119 Sekunden besser als der Umlauf von Teamkollege Nico Rosberg bei gleicher Gelegenheit 2014.

Der Deutsche musste sich einem Ferrari geschlagen geben: Kimi Räikkönen (+0,373 Sekunden) verbuchte Rang zwei und lag damit noch knapp vor Rosberg (+0,428 Sekunden). Ob sich das in Qualifying und Rennen wiederholt? "Ich weiß nicht, was die anderen gemacht haben", tappt Räikkönen im Dunkeln. Der Finne spricht aber bereits von Siegen: "Wir haben noch ein paar Probleme mit dem Auto und müssen uns steigern, wenn wir gewinnen wollen. Das Auto ist noch nicht perfekt."

Auch Sebastian Vettel (7., +0,862 Sekunden) hätte sich in diese Gefilde schieben können, seine schnellen Runden wurden aber durch eine roten Flagge und einen selbstverschuldeten Dreher ruiniert. 'Sky'-Experte Marc Surer rechnet in Sepang mit der Scuderia: "Über die Distanz könnten sie ein Wörtchen mitreden", meint er und denkt dabei an die schon in Australien starke Rennpace.

Alle Piloten nutzten bei ihren Bestzeiten die Medium-Pneus von Pirelli, die neben der harten Mischung nach Sepang geliefert werden. Der Unterschied betrug pro Runde 0,8 bis 0,9 Sekunden und war damit etwas kleiner als ursprünglich erwartet. "Die Reifen scheinen bei allen das Fahrverhalten zu verändern", analysiert Surer.

Überraschend stark unterwegs war Red Bull mit Daniil Kwjat (4., +0,556 Sekunden). "Es war ein guter Tag mit ein paar kleinen Problemen, wie dem kleinen Motorenproblem am Ende. Im Moment scheint es nichts Großes zu sein, von daher sieht es gut für uns aus", so der Russe, der sich knapp vor den Williams-Piloten Valtteri Bottas (5., +0,660 Sekunden) und Felipe Massa (6., +0,770 Sekunden) platzierte. Dem Finnen waren seine Rückenprobleme beim Comeback nicht anzumerken, weshalb ein Einsatz des frisch gebackenen Reservefahrers Adrian Sutil in weite Ferne rückte.

"Noch nicht bei 100 Prozent, aber schon viel besser." Daniel Ricciardo

Die Top 10 komplettierten Toro Rossos Dreikäsehoch Max Verstappen (8., +1,430 Sekunden), Sauber-Neuzugang Marcus Ericsson (9., +0,471 Sekunden) und der von erneuten technischen Problemen mit dem Renault-Triebwerk geplagte Daniel Ricciardo (10., +2,009 Sekunden) im Red Bull. Der Australier war trotzdem zuversichtlich: "Wir stehen definitiv besser da als in Melbourne. Jetzt sind wir auf den Stand der Tests zurückgegangen. Wir sind noch nicht bei 100 Prozent, aber es ist schon viel besser."

Kein guter Tag war es für Lotus: Bei Pastor Maldonado (11.) lösten sich Teile von der Verkleidung des linken Seitenkastens, was eine rote Flagge zur Folge hatte. Teamkollege Romain Grosjean (18.) funkte kurz darauf an die Box: "Keine Leistung mehr!" Der Franzose rollte langsam zu seiner Crew zurück und musste vorzeitig Feierabend machen.

Nico Hülkenberg riss als 15. mit seinem Force India keine Bäume aus, dafür beschäftigte sein Team FIA-Rennleiter Charlie Whiting. Der Kommandostand funkte Stallgefährte Sergio Perez (13.) ins Auto: "Dein Reifenverschleiß ist besser als der von Nico." Surer erinnert an die Auslegung des Sportlichen Reglements (hier im Detail) als Verbot von Fahrtipps im Funk, die seit dem Italien-Grand-Prix 2014 gilt: "Dieser Funkspruch war illegal. Man darf keine vergleichenden Informationen geben", so der Schweizer.

Für McLaren-Honda setzte sich das 2015er Debakel weiter fort: Bei seiner Rückkehr ins Cockpit blieb Fernando Alonso als 16. hinter allen etablierten Teams zurück, war mit 2,716 Sekunden Rückstand auf Hamilton aber trotz einer Kiesbett-Expedition näher dran als bei manchem Testeinsatz - und vor Jenson Button (17.).

Gute Nachrichten für Manor-Marussia: Will Stevens (19.) und Roberto Merhi (20.) legten nach der Farce von Melbourne die ersten Runden in ihren Boliden zurück - 18 an der Zahl. Der Brite schaffte trotz 5,914 Sekunden Rückstand auf die Hamilton-Zeit die 107-Prozent-Hürde, die im Qualifying für den Rennstart berechtigt. Merhi allerdings unterlief ein Fahrfehler, der ihn ins Aus beförderte und ihn wichtige Fahrtzeit kostete. Die Sache könnte teuer werden: Steigert sich der Spanier im 3. Freien Training nicht und reißt am Samstag das Kriterium, kann er sich bei den Rennkommissaren nicht auf eine ausreichende Trainingszeit berufen.

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