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  • 07.10.2017 · 15:14

  • von Dieter Rencken & André Wiegold

Force India: Keine Strafe für Sergio Perez

Sergio Perez bekommt fürs Blocken von Lance Stroll im Qualifying keine Strafe - Die Force-India-Piloten starten von den Plätzen fünf und sieben

(Motorsport-Total.com) - Force-India-Pilot Sergio Perez ist im Qualifying zum Formel-1-Rennen in Suzuka einer Strafe entgangen. Williams-Pilot Lance Stroll fuhr in Q1 auf den langsam fahrenden Mexikaner auf, was seine schnelle Runde zunichtemachte. Wegen des Unfalls von Romain Grosjean und der darauffolgenden roten Flagge, kam der Kanadier nicht mehr dazu, eine gute Zeit zu fahren und flog bereits in Q1 aus dem Qualifying raus.

Sergio Perez

Sergio Perez ist im Qualifying noch einmal davongekommen Zoom

Perez kam hingegen eine Runde weiter. Der Zwischenfall wurde anschließend von den Rennkommissaren genauestens untersucht. Die Regelhüter entschieden sich dafür, Perez nicht zu bestrafen, da er Stroll nicht unnötigerweise geblockt habe.

Um sich für eine schnelle Runde vorzubereiten, lassen die Piloten Platz zwischen sich und dem Vordermann. So soll gewährleistet werden, dass man selbst eine ungestörte Runde fahren kann. Pierre Gasly überholte jedoch den langsam fahrenden Perez, der eigentlich auf eine schnelle Runde gehen wollte. Weil der junge Toro-Rosso-Pilot nun vor Perez fuhr, entschied sich Force India, die Runde abzubrechen. Genau in diesem Moment schloss Stroll auf Perez auf und wurde von diesem während seiner schnellen Runde aufgehalten.

Lance Stroll, Sergio Perez

Knappe Kiste: Stroll hat im Qualifying Pink gesehen Zoom

"Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort", sagt Perez. "Ich wollte eigentlich eine neue Runde starten. Dann kam jedoch Gasly und löste die ganze Situation aus. Ich wurde also gezwungen, mich so zu entscheiden. Es war niemals meine Absicht, Stroll im Weg zu stehen."

Mit dem Qualifying war der Mexikaner äußerst zufrieden. Mit einer Rundenzeit von 1:29.260 Minuten qualifizierte sich Perez auf Platz sieben. Gegenüber 'Sky Sports F1' sagte er, dass er sich sehr über die gute Startposition für das morgige Rennen in Japan freuen würde. "Wir werden jede Chance nutzen, die sich uns bietet", so der Mexikaner. "Wir versuchen, als Team das Paket zu optimieren."

Force India schaffte es in Japan erneut, die direkten Konkurrenten zu besiegen, weshalb Perez sehr glücklich sei. Im Rennen käme es jedoch auch auf die Reifen an. "Wir können den Unterschied machen. Wir müssen schauen, wie sich der Verschleiß der Reifen auswirken wird. Deshalb ist es wichtig, die Stints gut zu verteilen. Unser Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln."

Teamkollege Esteban Ocon erlebte ein optimales Qualifying. Für seine beste Runde benötigte der junge Franzose 1:29.111 Minuten. Aufgrund der Strafe von Valtteri Bottas rückte Ocon auf den fünften Startplatz vor und hat damit eine optimale Ausgangslage für den Grand Prix von Japan.


Fotos: Force India, Großer Preis von Japan, Samstag


"Ich werde alles geben", sagt Ocon gegenüber 'Sky Sports F1'. "Wir wollen nicht abgeschüttelt werden." Ihm sei jedoch bewusst, dass es nicht einfach werden wird, die Position zu halten. Hoffnungen mache ihm die Strecke, auf der es nicht einfach sei, zu überholen. "Wir haben in Monza gesehen, welche Probleme Kimi Räikkönen hatte, an mir vorbei zu kommen", so Ocon. "Vielleicht klappt es wieder. Mein Ziel ist es, die Position zu halten und viele Punkte zu sammeln."

Mit dem Fahrzeug war Ocon mehr als glücklich: "Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Auto zu fahren. Es ist nahezu da, wo es sein sollte. Wir haben die Fahrzeugeinstellungen bis zum Qualifying kontinuierlich verbessert und heute unser Maximum gezeigt. Wir stehen vor einigen großen Namen und ich werde versuchen, sie hinter mir zu halten." Ocon träumt in Japan sogar vom Podium. Es läge aber nicht alleine in seinen Händen, da schon einiges passieren müsse, um eine Chance zu haben, in die Top 3 zu fahren.

Eine Kollision mit seinem Teamkollegen, der am Sonntag direkt hinter Ocon starten wird, will der Force-India-Pilot unbedingt vermeiden. "Für uns und das gesamte Team ist es sehr wichtig, dass wir uns nicht berühren", so Ocon. Außerdem hatte der junge Franzose in Q3 etwas Glück, als er knapp einem Unfall entkam. "Es wäre fast wie der Unfall von Valtteri geendet. Es war sehr eng, aber ich habe es geschafft, wieder auf die Strecke zu kommen und die Runde zu beenden."

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