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  • 03.11.2017 · 11:26

  • von Dieter Rencken & Dominik Sharaf

Fernando Alonsos Pläne: NASCAR und Rallye sind vom Tisch

Zu speziell, zu wahnsinnig: Nachdem der McLaren-Star auf dem Beifahrersitz Carlos Sainz' "fast gestorben" wäre, will er kein Rallye-Experiment - NASCAR keine Option

(Motorsport-Total.com) - Dass Fernando Alonso mit Nebenjobs in der Le-Mans-Szene und im IndyCar-Business liebäugelt, ist hinlänglich bekannt. Interesse an Intermezzi in der NASCAR-Serie oder im Rallye-Geschäft besitzt der McLaren-Pilot hingegen nicht. Die Autos und die Anforderungen auf den Feldern sind ihm zu speziell, die Erfolgsaussichten zu trübe. "Sie wären die größere Herausforderung", sagt Alonso über die US-Stockcars. "In der NASCAR sind die Wagen einzigartig. Ich habe derzeit keine Pläne."

Fernando Alonso, Jeff Gordon

Alonso wird nicht auf den Spuren der NASCAR-Legende Jeff Gordon wandeln Zoom

Das gilt auch für die Rallye-Szene, in der sich die Formel-1-Kollegen Kimi Räikkönen und Robert Kubica mit überschaubaren Erfolg versuchten. Abgeschreckt hat Alonso aber nicht ihr Beispiel, sondern eine Mitfahrt bei Altmeister Carlos Sainz, auf dessen Beifahrersitz er vor geraumer Zeit bei einem Showevent in Madrid über Schotter sauste. "Ich dachte, ich würde an diesem Tag sterben", scherzt Alonso. "Nachdem ich überlebt hatte, war mir klar: 'Rallye ist schön - für Rallyefahrer."

Dem 36-Jährigen ist klar, dass er mit seinem Hintergrund als Rundstrecken-Spezialist mit den Assen der Szene nicht mithalten kann: "Diese Präzision und dieses Maß an Wahnsinn werde ich nie erreichen", winkt Alonso ab und stellt klar: "Ich bin auf Rennstrecken zu Hause, nicht im Gelände."

Auch Carlos Sainz jun., der Sohn des gleichnamigen und zweimaligen Rallye-Weltmeisters, hält den Spagat zwischen Formel 1 und Offroad-Elite für unmöglich. "Ich habe viel Respekt für Rallyefahrer. Wie Fernando habe ich am eigenen Leib gespürt, was sie leisten", meint der Renault-Pilot und will einen Vergleich mit dem Vater gar nicht anstrengen: "Eine Weile komme ich an seine Zeiten heran, aber auf Dauer hätte ich auf einer ganzen Etappe mit Vollgas nichts entgegenzusetzen."


Fotostrecke: Formel-1-Stars beim Indianapolis 500

Zu seinem generellen Interesse an anderen Serien steht Alonso trotz der Absagen - auch dank des neuen McLaren-Bosses Zak Brown, der ihm mehr Ausflüge in andere Cockpits erlaubt als seine Vorgänger. "Ich habe acht oder neun Jahre lang versucht und hatte bei keinem meiner Chefs Erfolg", deutet Alonso an, dass Formel-1-Größen wie Ron Dennis oder Stefano Domenicali bei Ferrari restriktivere Politik pflegten. "Zak versteht, dass Motorsport weitläufiger ist, als man denkt."

Übrigens: Dass er eines Tages bei den 500 Meilen von Indianapolis nochmals mit einem Honda-Antrieb an den Start geht, ist nach dem Formel-1-Debakel mit den Japanern und der Trennung von McLaren nicht ausgeschlossen. "Das Verhältnis zu Honda war immer gut und es ist auch noch gut", bestätigt Alonso. "Ich spreche mit ihnen über eine langfristige Partnerschaft bezüglich meiner Kartschule."

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