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Famin über F1-Motoren 2026: Es kommt auf die Chassis-Regeln an

2026 steigt der Elektroanteil der F1-Motoren auf 50 Prozent, was einige Fallstricke birgt - Entscheidend sei, wie man Chassis-seitig damit umgeht, sagt Bruno Famin

(Motorsport-Total.com) - Trotz Bedenken wegen der 50/50-Leistungsaufteilung der Formel-1-Motoren für 2026 ist Alpine-Interimsteamchef Bruno Famin "überzeugt", dass die Überarbeitung der Regeln ein Erfolg werden wird, weil die neuen Chassis-Regeln mögliche Leistungseinbußen der Motoren kompensieren können.

Titel-Bild zur News: Max Verstappen, Charles Leclerc, Oscar Piastri, Lando Norris, George Russell

Mit dem neuen Reglement ab 2026 wird sich technisch einiges ändern Zoom

Als die Motorenspezifikation für 2026-30 ausgearbeitet wurde, stärkte man die Betonung auf Nachhaltigkeit und Straßentauglichkeit. Das Ergebnis war eine Aufteilung der Energieerzeugung zu gleichen Teilen zwischen Verbrennungsmotor und Batterie.

Doch als den Formel-1-Teams die ersten Simulationsdaten zur Verfügung standen, kamen Bedenken auf, dass den Fahrern auf den Geraden die Energie ausgehen könnte und sie zum Aufladen der Batterie einen Gang zurückschalten müssten.

Da die Teams bereits ihre Motoren der nächsten Generation auf dem Prüfstand testen, hat die FIA jedoch keine Pläne, die gleichmäßige Leistungsverteilung zu ändern.

Das wäre aus Sicht von Famin auch höchst unverantwortlich. "Sie haben bereits sehr wichtige Entscheidungen in Bezug auf den Weg, den wir gehen wollen, und die Technologie, die wir entwickeln wollen, getroffen. Das jetzt zu ändern, wäre nicht gut. Das ist nicht akzeptabel, ganz klar", betont er.

Der Interimschef des Alpine-Rennteams ist der Meinung, dass der Erfolg des nächsten Regelzyklus der Formel 1 von den Chassis-Regularien abhängt, von denen erwartet wird, dass sie den Luftwiderstand radikal reduzieren und aktive Front- und Heckflügel einführen, um die Leistung auf der Geraden zu verbessern.

"Ich denke, wir alle teilen die Sorge", sagt Famin auf die Frage nach den Fallstricken der 50/50-Regelung. "Wir arbeiten alle - die Formel 1, die FIA, die Teams, die Motorenhersteller - daran, die richtige endgültige Regelung für die Autos zu finden."

"Ich denke, am Energiemanagement können wir in den kommenden Monaten noch arbeiten. Es besteht keine Eile. Was ich sagen will, ist, dass alle Motorenhersteller hart arbeiten, denn das technische Reglement für die Power-Units wurde schon vor langer Zeit, vor fast eineinhalb Jahren, offiziell verabschiedet."

"Ich bin überzeugt, dass wir zusammen mit dem technischen Chassis-Reglement einen Weg finden werden, um gute Autos und guten Sport zu machen", so der Alpine-Teamchef.