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Ex-Pilot schimpft: Formel 1? Das ist doch kein Sport mehr!

Max Chilton bemängelt krasse Leistungsunterschiede in der Königsklasse - Er hätte als Junior bewiesen, dass er nicht so schlecht sei wie ihn die Formel 1 aussehen ließ

(Motorsport-Total.com) - Ex-Formel-1-Pilot Max Chilton lässt kein gutes Haar an seinem ehemaligen Arbeitsplatz. Der frühere Marussia-Fahrer, der sein Geld mittlerweile in der nordamerikanischen IndyCar-Serie verdient, spricht es der Königsklasse ab, ein ernsthafter Wettbewerb zu sein. In der 'Sportsmail' ledert Chilton ab: "Es ist frustrierend, dass der Sport so unfair ist. Wenn man von einem Wagen überholt wird, der 20 Meilen pro Stunde (rund 32 km/h; Anm. d. Red.) schneller fährt, ist es gar kein Sport mehr."

Max Chilton

Max Chilton geht mit der Königsklasse hart ins Gericht: "Das ist doch kein Sport mehr" Zoom

Auch wenn Chilton - als Paydriver mit einem reichen Vater und Finanzier verschrieen - in seinen zwei Formel-1-Jahren keinen WM-Punkte verbuchte, ist er davon überzeugt, dass sein Misserfolg nichts mit mangelnder Klasse zu tun gehabt hätte. Er verweist auf Duelle mit Red-Bull-Star Ricciardo in der Britischen Formel 3: "Ich bin gegen Jungs wie Daniel gefahren, die jetzt Rennen gewinnen. Also weiß ich genau, dass ich leistungsmäßig nicht meilenweit entfernt sein kann."

Dem ist entgegenzuhalten: Als Ricciardo im Jahre 2009 als Neuling den Meistertitel holte, wurde Chilton nur Vierter - obwohl er zuvor zwei Saisons Formel-3-Erfahrung gesammelt hatte. Doch er bleibt bei seiner Meinung: "Im Moment plagt die Formel 1 das Problem, dass es einen Unterschied von vier Sekunden zwischen dem besten und dem schlechtesten Auto gibt. Das ist doch kein Sport", moniert Max Chilton. "Sport spielt sich auf Augenhöhe ab - oder zumindest so nah als möglich."


Fotostrecke: Die Budgets der Formel-1-Teams 2017

Deshalb könnten Talente ihr Können nicht unter Beweis stellen, selbst wenn sie den Sprung zu einem Hinterbänkler schaffen, so Chiltons These. Anders in den USA: "In der IndyCar-Serie wird es im kommenden Jahr so eng zugehen wie in einem Markenpokal. Alle haben das gleiche Chassis, es gibt kaum Unterschiede zwischen den Motoren." Er spricht von nur einer Sekunde Unterschied im Feld, doch ähnliche Vorschläge sind in der Formel 1 bislang immer im Keim erstickt worden.

Weil die Königsklasse auf ihrem Status als Wettbewerb von Konstrukteuren und den traditionell bestehenden Unterschieden zwischen den Mannschaften beharrt, will Chilton nicht zurück in die Formel 1. Wenn überhaupt, dann nur zu einem "Spitzen- oder Mittelfeldteam", wie er sagt.

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