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Ben Sulayem weist Gerüchte über "schlechte Beziehung" zur FOM zurück

FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem soll mit der FOM im Clinch liegen, doch er selbst will davon nichts wissen - "Ich kann keine Spaltung sehen", betont er

(Motorsport-Total.com) - FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem weist Gerüchte über grundlegende Probleme zwischen ihm und den kommerziellen Rechteinhabern der Formel 1 (FOM) von sich. Auf die Frage, ob es Reibereien gebe, entgegnet er: "Es ist schwierig für mich zu verstehen, woher diese Gerüchte überhaupt kommen."

Mohammed bin Sulayem, Stefano Domenicali

Nach außen demonstrieren Ben Sulayem und Domenicali Einigkeit Zoom

Ben Sulayem übernahm das Ruder des Automobil-Weltverbandes Ende vergangenen Jahres, nur wenige Wochen nach dem kontroversen Ausgang des Titelkampfs in Abu Dhabi.

Seitdem ist der Dachverband wegen einer Reihe von Themen in die Schusslinie geraten, etwa sein Bericht zu Abu Dhabi 2021, die Inkonsistenz der Entscheidungen der Rennkommissare, das Schmuckverbot sowie der Umgang mit dem Safety-Car in Monza und der Kranvorfall auf der Strecke in Japan.

Die Probleme haben zu der weit verbreiteten Ansicht geführt, dass die Beziehungen zwischen der Formel-1-Leitung und Ben Sulayem angespannt seien. Der Streit um die Pläne für sechs Sprintrennen im Jahr 2023 befeuerte die Gerüchteküche zusätzlich.

Regelmäßiger Kontakt mit Domenicali

Ben Sulayem weist die Spekulationen jedoch entschieden zurück und erklärt, dass er und Formel-1-CEO Stefano Domenicali gut zusammenarbeiten würden. "Zunächst einmal spreche ich mit Stefano, ich glaube, alle zwei Tage. Wenn ich ihn nicht anrufe, ruft er an. Sogar vor jedem Treffen oder vor jeder Entscheidung."

"Es ist wie eine Ehe: Diese Ehe wird halten, und zwar dauerhaft", betont der FIA-Präsident und mutmaßt, dass die Verzögerung bei der Genehmigung der Sprintrennen der Auslöser für die Idee eines Streits zwischen ihm und der FOM gewesen sein könnte.

Damals blockierte die FIA den Schritt - angeblich, weil sie mehr Geld für die Austragung der Rennen verlangte. Daraufhin war ihr Habgier vorgeworfen worden.

Doch Ben Sulayem beteuert, dass hinter der Verzögerung nichts Böses gesteckt habe. Er habe lediglich überprüfen wollen, ob das FIA-Personal an der Strecke über die Kapazitäten verfügt, die zusätzliche Sprints auch erfolgreich zu überwachen.


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"Die Leute haben angenommen, dass es eine Spaltung gibt, als es um drei zusätzliche Sprintrennen ging", blickt er zurück. "Ich war nicht überrascht, aber ich habe darüber gelacht. Denn es wurde von einer Spaltung gesprochen. Ich kann keine Spaltung sehen."

"So fing es an, am 25. April, in der Formel-1-Kommission, als sie plötzlich sagten: 'Okay, wir brauchen drei extra Sprints'. Ich sagte: 'Gut, aber dann muss ich zu meinem Team gehen und sehen, ob es eine zusätzliche Belastung oder dergleichen gibt'. Und plötzlich redeten alle davon, es gäbe eine Spaltung."

Beziehung "definitiv noch nie so gut"

"Ich hatte etwa sechs Anrufe, in denen es hieß: 'Okay, was ist los?'", verrät der FIA-Präsident. "Aber wir haben es genehmigt. Wir haben es geprüft. Ich habe mit meinem gesamten Team vor Ort gesprochen, denn die Leute verstehen manchmal nicht, unter welchem Druck die Mitarbeiter und Offiziellen der FIA stehen."

Zur Führungsetage der Formel 1 habe er "ein sehr gutes Verhältnis", sowohl professionell als auch persönlich. "Ich kann mich nicht beschweren. Es ist bei 100 Prozent."

Gleichwohl leugnet Ben Sulayem nicht, dass es Zeiten gab, in denen die Dinge zwischen ihm und Domenicali nicht perfekt waren. Es gebe aber kein grundlegendes Problem: "Man kann ein Problem haben, wenn bestimmte Rädchen im System nicht richtig greifen. Das heißt aber nicht, dass die Beziehung schlecht ist."

"Es gibt Fragen, es gibt Anfragen, aber die Beziehung war definitiv noch nie so gut wie heute. Und warum? Weil mein Interesse an diesem Sport sehr groß ist. Ich höre ihm zu, er hört mir zu, und wir wissen beide, dass diese Ehe stabil sein muss. Und ehrlich gesagt, sie entwickelt sich immer besser. Das ist ganz klar."

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