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Austin-Veranstalter glaubt an große Zukunft des Rennens

Bobby Epstein glaubt, dass sich die Formel 1 in Austin etablieren kann - Dazu trage auch der Kurs bei, der gleichermaßen für Fahrer und Fans angelegt wurde

(Motorsport-Total.com) - Über 117.000 begeisterte Zuschauer vor Ort und jede Menge Lob aus dem Fahrerlager: Die Premiere des US-Grand-Prix in Austin darf ohne Übertreibung als voller Erfolg gewertet werden. Das vielversprechende Debüt nährt die Hoffnung, dass sich die Formel 1 nach zahlreichen missglückten Anläufen endlich in den USA etablieren kann - auch bei Veranstalter Bobby Epstein: "Ich denke, wir haben eine tolle Plattform, auf der wir aufbauen können."

Sergio Perez, Paul di Resta

In Austin könnte die Formel 1 endlich eine Heimat in den USA gefunden haben Zoom

"Wir haben die Gelegenheit, ein besseres Erlebnis als viele andere Orte zu bieten", sagt Epstein im Gespräch mit der 'International Herald Tribune'. Die verhältnismäßig geringe Größe der Stadt - Austin hat rund 820.000 Einwohner - sieht der Veranstalter dabei als Pluspunkt: "Austin ist klein genug, damit die Formel 1 im ganzen Stadtgebiet wahrgenommen wird. In einer Stadt mit drei oder fünf Millionen Einwohnern wäre die Formel 1 vielleicht nur eine von vielen großen Veranstaltungen an diesem Wochenende", so Epstein.

Doch der eigentliche Trumpf ist für ihn aber der Circuit of The Americas (CoTA). "Die Strecke ist die erste in den USA, die speziell für die Formel 1 gebaut wurde. Wir verwenden keinen Straßenkurs oder haben eine bestehende Anlage modifiziert", so Epstein. Daher würde die Strecke den Anforderungen der Formel 1 gerecht und sorge für spannende Rennen: "Das Spannendste am Motorsport sind Überholmanöver, und die Strecke hat mindestens vier Stellen, an denen überholt werden kann."

Strecke gut für Fahrer und Fans

Damit wollen die Organisatoren die Fahrer auf ihre Seite bringen: "Wir wollten eine Strecke, von der die Fahrer sagen: Das war herausfordernd und aufregend, ich freue mich darauf, zurückzukommen", so Epstein. Nach der Premiere kann man sagen: Aufgabe erfüllt, die Piloten äußerten sich einhellig positiv über den Kurs.

Nicht weniger wichtig seien jedoch die Fans. Hier sieht Epstein die Herausforderung darin, die Zuschauer nicht nur einmal zum Rennen zu locken, sondern eine stabile Fan-Basis aufzubauen. Zwar kämen durch die Nähe zur mexikanischen Grenze viele "eingefleischte Fans" zum Rennen, "aber wie können wir mehr Leute zu Formel-1-Fans machen?", fragt sich der US-Amerikaner: "Durch das Erlebnis vor Ort."

Guter Überblick entscheidend

Das, so Epstein, sei bei früheren USA-Grand-Prix deutlich zu kurz gekommen. Bei der NASCAR seien es die Zuschauer gewöhnt, die gesamte Strecke einsehen zu können. Dem habe man beim Bau des CoTA versucht Rechnung zu tragen: "Hier sieht man von seinem Platz aus fünf bis zehn der insgesamt 20 Kurven." Das sei beim Design der Strecke laut Epstein eine der wichtigsten Anforderungen gewesen.


Fotos: Großer Preis der USA, Sonntag


Nun fehlt zum vollständigen Glück nur noch ein einheimischer Fahrer. Größte Chancen auf den Sprung in die Königsklasse hat derzeit Caterham-Testfahrer Alexander Rossi. "Ich würde mir natürlich einen US-amerikanischen Fahrer wünschen, ob es nun Alexander oder jemand anderes ist", sagt Epstein. "Aber zum Glück gibt es Sergio Perez, der wegen der vielen Einwohner mexikanischer Abstammung in Texas sehr populär ist. Ich bin froh, dass wir mit ihm, wenn man Mexiko dazu zählt, zumindest einen nordamerikanischen Fahrer haben."

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